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HeidelbergMan Triathlon: Das sagt "Ironman" Sebastian Kienle zur Heidelberger Strecke

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Von Michael Wilkening

Heidelberg. Sebastian Kienle flogen die Herzen auf der Neckarwiese zu, der Ironman-Weltmeister von 2014 musste beim HeidelbergMan viele Autogramme geben und für Selfies zur Verfügung stehen. Der 35-Jährige absolvierte den gefühlten Marathon nach dem eigentlichen Rennen mit Bravour, zeigte sich als sportlich fairer Verlierer und stellte seine baldige Rückkehr zum Triathlon-Höhepunkt in Heidelberg in Aussicht.

Herr Kienle, viele Regengüsse machten besonders die Bedingungen auf der Radstrecke anspruchsvoll. Wie schafft man es, da das richtige Risiko zu wählen?

Indem man ausnahmsweise den Kopf anlässt und nicht alles riskiert. Es war schon nicht ohne, aber am Ende sind es nie die Bedingungen, die das Rennen gefährlich machen, sondern es sind immer die Fahrer, die das Risiko wählen. Es ist nicht einfach, aber bei uns Profis muss man erwarten, dass man damit umgehen kann.

Hat die Bereitschaft zum Risiko das Rennen heute mitentschieden?

Ja, ich glaube schon. Am Mut zum Risiko lag es definitiv. Für mich war es bei den Bedingungen das Wichtigste, dass ich in einem Stück zurückkomme, weil ich in diesem Jahr noch ein paar Aufgaben vor mir habe. Ich habe auf den Abfahrten sicher zwei Minuten verloren. Ich habe oben auf dem Berg immer die Abstände durchgesagt bekommen und unten waren es dann gleich 50 Sekunden mehr. Aber das gehört eben auch dazu, Maximilian Saßerath wollte es heute etwas mehr, deshalb hat er auch sehr verdient gewonnen.

Was war für Sie ausschlaggebend, mal wieder in Heidelberg an den Start zu gehen?

Weil Heidelberg auch bei schlechtem Wetter ein unheimlich geiles Rennen ist. Ich bin quasi beim und mit dem Rhein-Neckar-Cup groß geworden. Es ist in den vergangenen Jahren zunehmend schwer geworden, Zeit für eine Teilnahme zu finden, weil der Rennkalender pickepackevoll ist und ich manchmal Pausen benötige. Dieses Mal hat es gepasst und ich hoffe, ich mache es in Zukunft mal wieder häufiger passend. Mein Trainer kommt ganz aus der Nähe von Heidelberg, das macht es zusätzlich attraktiv. Die Strecke ist für mich emotional belastet, aber gerade deshalb eine der besten der Welt.

Ist es richtig, dass Sie Heidelberg immer wieder auch zum Trainieren nutzen?

Ja, weil Heidelberg sehr gute Bedingungen bietet. Zudem kommt, wie gesagt, mein Trainer aus unmittelbarer Nähe. Der nahe Odenwald und der Königsstuhl bieten tolle Möglichkeiten, um auch mal einen etwas längeren Anstieg zu fahren und für das Zeitfahren sind die Straßen direkt am Neckar top.

Wie ist Ihr Zeitplan mit Blick auf den Ironman auf Hawaii im Oktober?

Ich werde morgen nach Nizza fliegen und mir dort die Strecke der 70.3-Weltmeisterschaft angucken. Vor Ort werde ich ein paar Tage trainieren und danach entscheiden, ob ich im September bei der WM an den Start gehe. Wenn ich das mache, werde ich direkt nach der WM nach Maui zur Vorbereitung auf die Ironman-Weltmeisterschaft fliegen. Hinzu kommt auch noch ein Höhentrainingslager.

Mit welcher Zielsetzung werden Sie im Oktober nach Hawaii zur Weltmeisterschaft fliegen?

Ganz klar, um zu gewinnen. Etwas anderes zu behaupten, wäre heuchlerisch. Es kann zu Situationen kommen, in denen ich vielleicht auch mit weniger zufrieden bin, aber jetzt ist das Ziel klar.

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