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HeidelbergMan Triathlon: Heidelberger Lokalmatador gewinnt gegen den Weltmeister

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Von Michael Wilkening

Heidelberg. Die Bedingungen waren schwierig und vor diesem Hintergrund überraschte es nicht, dass die Teilnehmer aus Heidelberg am Sonntagvormittag beim HeidelbergMan einen Heimvorteil hatten. Maximilian Saßerath vom SV Nikar gewann den Triathlon über die Olympische Distanz vor dem Favoriten Sebastian Kienle (hep sports Team). Bei den Frauen landeten Katharina Grabinger (SV Nikar) und Laura Jansen (Ski Club Heidelberg) auf den Plätzen zwei und drei, gegen Karoline Brüstle (TV Mengen) waren sie aber chancenlos.

Die große Hitze der vergangenen Woche war verschwunden, aber Peter Verclas kam am Sonntag dennoch mächtig ins Schwitzen. Der Rennleiter stand unter Strom, denn durch den Starkregen in der Nacht auf Sonntag und am frühen Morgen war lange nicht klar, ob der Triathlon in Heidelberg ausgetragen werden konnte. "Es stand zur Debatte, ob wir die Radstrecke streichen müssen, dann hätte es einen Swim-and-Run-Wettbewerb gegeben", erklärte Verclas. Als er offen über die Gefahren einer Triathlon-Absage sprach, war er schon wieder entspannter, den zu diesem Zeitpunkt waren die ersten Athleten bereits im Ziel.

Durch einen Großeinsatz der Helfer und eine zeitliche Verlegung um eine knappe halbe Stunde wendeten die Organisatoren das Schreckensszenario ab. "Wir haben die Abfahrten noch einmal komplett gefegt, anders wäre es nicht gegangen", sagte Verclas. Weil die Teilnehmer zudem eindringlich darauf hingewiesen wurden, möglichst vorsichtig zu sein, blieben schwerwiegende Stürze aus - und alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Mehr noch, aus Sicht der Heidelberger war der HeidelbergMan 2019 ein voller Erfolg.

"Ich bin total überrascht", sagte Maximilian Saßerath und grinste. Der 25-Jährige wirkte unmittelbar nach dem Zieldurchlauf, den er nach 1:58,04 Stunden erreichte, überwältigt von seinen Emotionen, denn mit dem Sieg auf der Neckarwiese hatte er nicht gerechnet. Eine Woche zuvor hatte es beim RömerMan in Ladenburg zum zweiten Platz gereicht, aber in Heidelberg war schließlich unter anderem Weltmeister Kienle am Start. "Das ist eine Wahnsinnsmotivation, wenn du vor einem Athleten wie Sebi läufst", meinte Saßerath.

Den Sieg brachte er auf der Laufstrecke "kontrolliert" ins Ziel, möglich gemacht hatte er ihn auf dem Rad. "Ich bin wohl etwas risikoreicher gefahren, aber nicht unkontrolliert", erklärte Saßerath die entscheidenden Passagen während der Abfahrten. Bergab erarbeitete er sich den nötigen Vorsprung, um erstmals in Heidelberg zu triumphieren. Kienle versuchte danach, den Rückstand aufzuholen, er kam laufend auch näher heran - aber er konnte Saßerath nicht mehr gefährden, und wurde in 1:58,42 Stunden Zweiter.

Der Triumphator grinste im Zielbereich und bereitete sich auf einen schönen Abend mit seinen Kollegen vom SV Nikar vor. "Wir haben eigentlich vorgehabt, auf der Neckarwiese noch gemeinsam zu grillen", sagte Saßerath. Angesichts des durchwachsenen Wetters dachte er laut über eine Planänderung nach. "Vielleicht gehen wir gleich in eine Bar." So oder so, ihm war anzusehen, dass er einen vergnüglichen Abend haben würde.

Bei den Frauen hatte es Karoline Brüstle deutlich einfacher, denn sie wurde nicht von einer Weltmeisterin verfolgt und hatte einen derart großen Vorsprung, dass sie die letzten Kilometer eigentlich hätte austrudeln lassen können. "Nene, ich habe nicht langsam gemacht. Man läuft ja immer auch für die eigene Zeit", sagte die Siegerin, die für die Strecke 2:15,55 Stunden benötigte.

Die Konkurrenz, räumte sie ein, sei nicht allzu stark gewesen, Freude über den Sieg in Heidelberg verspürte sie trotzdem. "Ich kam heute gut aus dem Wasser und konnte auf dem Rad schnell die Führung übernehmen. Das kam mir entgegen", sagte Brüstle, die schon vor einer Woche in Ladenburg nicht zu schlagen war. Dem Gesamtsieg im BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar ist sie mit dem Erfolg in Heidelberg ein gutes Stück nähergekommen.

Einen Platz auf dem Siegerpodest in ihrer Heimat schaffte Laura Jansen, doch so richtig freuen konnte sie sich nicht. Jansen ärgerte sich über die eigene Mutlosigkeit. "Ich habe mich in den Abfahrten nicht getraut", sagte sie, als sie nach 2:22,16 Stunden im Ziel war. Zunächst hatte sie am Anstieg den zweiten Platz erobert, war auf der Abfahrt danach aber auf den vierten Rang zurückgefallen, weil sie wegen der nassen Strecke zu oft und zu lange bremste. Auf der Laufstrecke schnappte sie sich immerhin noch eine Kontrahentin und sicherte den dritten Platz, Rang zwei war nicht mehr möglich. Den schaffte Katharina Grabinger, die 2:21,29 Stunden benötigte.

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