Viernheimer Triathlon Teil 3: Steffen Kundel schnellster Hesse an der Deutschen Meisterschaft
Knapp 600 Aktive sind am Sonntag an den Deutschen Meisterschaften über die Olympische Distanz in Viernheim gestartet. Ausgebucht war die 35. Jubiläumsauflage des Klassikers mit 800 Teilnehmern bereits seit Wochen. Für hochkarätige Rennen sorgten die Teams der 1. und 2. Hessenliga, die um die finalen Platzierungen kämpften und haufenweise Einzelmedaillen in ihre Heimatvereine mitnahmen.
In drei Wellen per Landstart stürzten sich die Athleten ab morgens um 09.00 Uhr in den Hemsbacher Wiesensee, um die 1.500 Meter ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Probleme der top organisierten Veranstaltung verursachte die Sichtbarkeit des Landgangs, der im Schatten lag und trotz rotem Stuhl des Triathlonsponsors schwer zu erkennen war. Die profilierte Radstrecke kombinierte im Vergleich zur Erstauflage Neues mit Altem: Neu war die spektakuläre dreikilometerlange Abfahrt durch den autofreien Saukopftunnel und die letzten flachen 15 Kilometer auf asphaltierten Feldwegen. Alt hingegen der erste Teil mit dem 17 Prozenter auf die Juhöhe. Steffen Kundel und Julia Ertmer (beide DSW Darmstadt) kamen mit den Strecken perfekt zurecht und liefen als schnellste Hessen der Deutschen Meisterschaft nach 2:00:58 und 2:16:37 durch das Ziel auf der grünen Wiese des Waldstadions. „Ich bin am Samstag im Teamsprint in der 2. Bundesliga-Süd für den DSW gestartet“, freut sich Julia Ertmer im Ziel. „Um so schöner ist es, dass ich heute Deutsche Meisterin in der W35 geworden bin.“ Kundel feierte die Vizemeisterschaft in der M30. „Zurzeit bereite ich mich auf die WM auf Hawaii vor, und bin total zufrieden mit meinem 11. Gesamtplatz“, sagt der gebürtige Viernheimer.
Deutsche Meistertitel holten zudem Michael Lik (TV Bad Orb), Joachim Zemke (TC Chaos Viernheim), Dr. Günther Scheibehenne (STC Hommertshausen), Kalli Flach (TV Bad Orb), Nina Heidemann (TSV Amicitia Viernheim), Alexandra Rechel (TuS Griesheim) und Marion Waid (SPV 1912 Seligenstadt). Der Hessische Triathlon Verband gratuliert allen Teilnehmern und Platzierten!
Lena Dieter (PTVI, TSV Amicitia Viernheim) sorgte zudem im Paratriathlon (400-10-2,5) im Supersprint für weiteres DM Gold. 43:26 Minuten benötigte sie mit ihrem Guide Delphine Halberstadt.
Alle hessischen Top-3-Platzierungen im Überblick:
Männer:
M25: 2. Uwe Drescher (DSW Darmstadt).
M30: 2. Steffen Kundel (DSW Darmstadt),
3. Bernhard Gabriel (VfL Marburg).
M40: 1. Michael Lik (TV Bad Orb),
2. Martin Huhndorf (SC Neukirchen),
3. Bodo Stanzel (EOSC OffenbachI.
M45: 3. Philip Becker (TuS Griesheim).
M50: 2. Oliver Degenhardt (WVC Cassel),
3. Peter Roth (SC Neukirchen).
M55: 2. Frank Bachinger (EOSC Offenbach).
M60: 1. Joachim Zemke (TC Chaos Viernheim).
M70: 1. Dr. Günther Scheibehenne (STC Hommertshausen),
2. Rainer Kopper (DSW Darmstadt),
3. Manfred Heide (TSV Korbach).
M80: 1. Kalli Flach (TV Bad Orb).
Frauen:
AK0: 1. Nina Heidemann (TSV Amicitia Viernheim),
2. Elena Braun (TuS Griesheim),
3. Lea Klawe (CJD Oberurff).
W20: 3. Friederike Willoughby (MTV Kronberg).
W30: 2. Anna Schloß (3defacto Team ASC Darmstadt).
W35: 1. Julia Ertmer (DSW Darmstadt).
W40: 2. Katharina Grölz (TuS Griesheim),
3. Mareike Kessler (DSW Darmstadt).
W45: 1. Alexandra Rechel (TuS Griesheim),
2. Daniela Hildebrandt (CJD Oberurff).
W50: 2. Silke Heidemann (TSV Amicitia Viernheim),
3. Angelika Halberstadt (VfL Münster).
W55: 1. Marion Waid (SPV 1912 Seligenstadt).
Bild: Steffen Kundel (DSW Darmstadt) schnappt sich die deutsche Vizemeisterschaft (Foto Ann-Kathrin Karpf).

