Hawaii-Blog: Tag 3 vor dem Rennen
Langsam wird es ernst: Noch 2 Tage bis zu dem ultimativen Rennen in der Triathlon-Szene. Angelika Halberstadt vom VfL Münster berichtet uns heute von ihrem Mittwoch auf Hawaii. Die Südhessin wurde in Frankfurt Europameisterin in der W50. Sie möchte sich nicht von der Vorwettkampfnervosität anstecken lassen und ihre „Gelassenheit“ bis zum Samstagmorgen behalten. Halberstadt ist mit Tochter Delphine und Freundin Heike auf der Insel.
Nach einigen Tagen gefüllt mit Sightseeing gaben wir heute unseren Leihwagen zurück. Somit sind wir ab jetzt auf Shuttlebusse angewiesen, die entlang des Ali’i Drive zwischen dem Dig Me Beach und unserem etwa 3 Kilometer entfernten Appartementkomplex pendeln. Ein Frühstück nach Abgabe des Autos in einem der vielen Cafés tat uns gut, denn bis dahin gab es nur einen Kaffee von Starbucks am legendären Coffeeboat in der Bucht vor Kona beim morgendlichen Schwimmen. Das Schwimmen im Pazifik hatte ich mir wesentlich welliger vorgestellt und deshalb konnte ich das fast tägliche Schwimmen immer genießen und sehe dem ersten Abschnitt am kommenden Samstag relativ gelassen entgegen. Heute fand um 14:15 Uhr das Race-Briefing für alle deutschsprachigen Athleten statt. Die Information, dass alle AK-Damen gemeinsam starten werden, hat mir dann doch nochmal ordentlich Herzklopfen verursacht, denn enge Verhältnisse im Wasser mag ich gar nicht.
Eigentlich hatte ich geplant heute Nachmittag ein letztes Mal mit dem Rad eine kleine Runde zu fahren, bin jedoch jetzt glücklich zum ersten Mal seit Ankunft einen Nachmittag am Meer auf dem Liegestuhl zu verbringen, also schiebe ich das letzte Radtraining auf morgen früh. So haben wir auch genug Zeit mal wieder etwas anderes als eine schnelle Nudelspeise zum Abendessen zuzubereiten.
Das Wetter hier auf Big Island ist ebenfalls nicht ganz so erbarmungslos wie ich es erwartet hatte, denn die Sonne verschwindet zum Glück vor allem nachmittags doch immer wieder mal hinter den Wolken. Das macht Hoffnung auf erträgliche Bedingungen auf der Laufstrecke, die wegen der Streckenführung durch das "Energylab" doch sehr gefürchtet ist. Alles in Allem sehe ich dem Wettkampf mit großem Respekt entgegen, habe jedoch meine Gelassenheit auch hier vor Ort noch nicht verloren und das ist es, was ich mir vor und für Samstag beibehalten möchte.
Foto: Angelika Halberstadt
Wir wünschen Angelika Halberstadt alles Gute für ihren ersten Start an den IRONMAN World Championships!

