Jedermanns-Triathlon in Dossenheim: Die Kerwe bleibt sportlich
Von Doris Weber
Dossenheim. Waren beim letzten Triathlon noch zwei dicke Fragezeichen hinter die Fortsetzung der TSG-Veranstaltung gemacht worden, konnte die Leichtathletik-Abteilung doch schon Anfang Juli Entwarnung geben. Nachdem das Hallenbad auch 2017 an der Dossenheimer Kerwe für den Dreikampf zur Verfügung stand, hatte sich frühzeitig ein Nachfolgeteam für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs für jedermann gefunden. Alles andere wäre auch schade gewesen, wie Teilnehmer erklärten. So fand in diesem Jahr wie gewohnt der 26. Triathlon anlässlich der Kerwe statt.
Pünktlich um zehn Uhr trillerte die Pfeife zum Startschuss im Hallenbad und die ersten zehn Schwimmer starteten. Petra Scheltwort hatte kurzfristig das Kommando übernommen, als es hieß, der Bürgermeister habe noch eine halbe Minute. Schirmherr Hans Lorenz war zwar zur Begrüßung gekommen, dann aber schnell zum nächsten Termin geeilt. Ihm war dennoch genug Zeit geblieben, um dem bisherigen Team - das sind Carlo Bonifer, Uwe Edenharder, Uwe Geib, Manfred Keller und Bernhard Miltner - für sein Engagement zu danken. Ebenso freute er sich über die Fortsetzung des sportlichen Beitrags zur Kerwe, was aufgrund des Engagements von Christian Boeke und Sven Gropp sowie mit Hilfe von Kristina Brouwer, Carolin Hercegfi und Andreas Cappel möglich wurde. Sie wurden wie das Vorgängerteam auch von vielen weiteren Helfern unterstützt, die als Zeitmesser im Hallenbad und an der Lauf- und Radfahrstrecke tätig waren.
Dem neuen Team war es wichtig, selbst wie zuvor schon am Wettbewerb teilnehmen zu können. Das hatte nämlich beispielsweise Uwe Edenharder vermisst, der nach langen Jahren des Verzichts zugunsten der Gemeinschaft endlich wieder einmal an den Start hatte gehen können.
Die Motivation ist im Übrigen durchaus unterschiedlich. "Wir haben ein kleines Duell laufen", erklärten beispielsweise Stefan Gutfleisch und Christian Günther. Als Schwager verbindet die beiden Sportbegeisterten mehr als Freundschaft. Als sie von der Teilnahme des jeweils anderen erfuhren, machten sie flugs einen internen Wettbewerb daraus, in dem Wissen, dass die Familie auf jeden Fall einen Grund zum Feiern haben würde. "Wir wollen heute wissen, was wir können," beteuerten beide, obwohl Günther, der im Laufen seine Stärke sah, glaubte, den Radfahrspezialisten Gutfleisch vorne zu sehen.
Am Ende war es auch so. Gutfleisch belegte unter den männlichen Teilnehmern den 16. Platz, Günther landete auf Rang 25. Beides war respektabel. Denn insgesamt hatten rund 70 Teilnehmer den Weg zum Start gefunden, deutlich mehr, nämlich knapp 100, hatten sich ursprünglich angemeldet. Bei den Frauen siegte mit deutlichem Vorsprung Katrin Ziegelhöfer (SV Nikar Heidelberg). Als Teilnehmerin mit dem besten Schwimmergebnis benötigte sie insgesamt nur eine Stunde, acht Minuten und drei Sekunden. Bester männlicher Teilnehmer war Markus Schwarzer (Heart Racer e.V.). Er absolvierte am schnellsten die 24 Kilometer lange Radstrecke und benötigte insgesamt exakt eine Stunde und fünf Minuten. Die rund fünf Kilometer lange Laufstrecke absolvierte Piero Wolf am schnellsten. Insgesamt landete er auf dem vierten Platz und war damit bester Starter der veranstaltenden TSG Germania.

