THE 2 mit knapper Niederlage gegen Walddörfer SV I
Eine Woche vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten mutmaßte Sven bereits hochmotiviert im Gruppenchat: „Ich glaube, dass wir gegen WSV 1 einen Überraschungspunkt holen können.“
Dass es gegen WSV 1 in deren Normalbesetzung für uns schwer bis nahezu unmöglich werden würde, etwas Zählbares mitzunehmen, stand außer Frage. Doch in den vergangenen Partien traten unsere Gegner nie in Bestbesetzung an und tabellarisch besteht für WSV 1 auch keine realistische Möglichkeit mehr, auf Platz 1 oder 3 zu rutschen. Daher hofften wir angesichts dieser Ausgangslage auf etwas Aufstellungsglück – und sollten nicht enttäuscht werden. Da WSV 3 zeitgleich eine Liga tiefer zum richtungsweisenden Spiel gegen TTG Hamburg‑Nord antrat, wurde diese Mannschaft vergleichsweise stark besetzt, während bei unserem Gegner zwei Ersatzspieler aus den tieferen Mannschaften zum Einsatz kamen.
| Walddörfer SV: | THE 2: |
| Bozanoglu (D1) | Kryza (D1) |
| Altenkamp (D1) | Baselt (D1) |
| Hawranek (D2) | Stegemann (D2) |
| Wegner (D3) | Graf (D3) |
| Ottlik (D2) | Vöstner (D3) |
| Sander (D3) | Berndt (D2) |
Der Start verlief aus Eilbecker Sicht vielversprechend. Sven und Simon gaben gegen Hawranek/Ottlik lediglich den ersten Satz ab und fanden anschließend zu ihrer gewohnten Sicherheit mit kontrolliertem Angriffsspiel (3:1). Trotz couragierter Vorstellung und eines Satzgewinns stand für Stegi und Malte gegen Bozanoglu/Altenkamp am Ende eine 1:3‑Niederlage. Basti und Johannes hingegen fuhren einen ungefährdeten 3:0‑Sieg gegen Wegner/Sander ein.
Zwischenstand 2:1
Wie schon im Hinspiel sollte der Walddörfer SV in den Einzeln jedoch zunächst das Kommando übernehmen und die ersten vier Partien für sich entscheiden. Simon unterlag Bozanoglu klar mit 0:3, Sven musste sich Altenkamp ebenfalls in drei Sätzen geschlagen geben. Das obere Paarkreuz des WSV stellte seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Im mittleren Paarkreuz erwischte Hawranek zudem einen Sahnetag. Basti lag 0:1 hinten und hatte im zweiten Satz Chancen das Spiel auszugleichen, doch leider gewann Hawranek auch den zweiten Satz denkbar knapp mit 15:17. Nach diesem Breaking Point unterlag Basti anschließend in drei Sätzen (0:3). Den längsten Satz des Abends spielte zeitgleich Stegi, der mit 18:16 gegen Wegner in die 1:0 Satzführung ging. Bereits hier war klar, dass es kein Spiel für schwache Nerven werden würde. Die folgenden Sätze waren geprägt von wechselnden Angriff vs. Abwehr Stafetten, wobei die Rollen immer wieder wechselten. Am Ende gaben Wegners harte Topsin-Schüsse und konsequenten Angriffe den Ausschlag für die Fünfsatzniederlage (2:3). Im unteren Paarkreuz wurden Malte und Johannes ihrer Favoritenrolle gerecht. Beide siegten mit 3:1, wobei Johannes nach verschlafenem Start gegen Sander durchaus zittern musste, um nicht mit 0:2 in Rückstand zu geraten. Malte präsentierte sich hingegen sehr sicher und dominant im Angriff – eine starke Leistung!
Zwischenstand 4:5
Im zweiten Durchgang wäre Sven im Duell der 1er beinahe ein Coup gelungen. Nach 0:2 Rückstand kämpfte er sich mit viel Geschick in den 5ten Satz gegen Bozanoglu. Lange Ballwechsel und immer wieder Ballonabwehr von Bozanoglu begeisterten die Zuschauer. In der entscheidenden Phase dann die Cleverness und Klasse des Walddörfer Spitzenspielers, der einfach keinen leichten Fehler mehr machte und Sven durch vermeintlich(!) einfache Bälle zu Fehlern provozierte (2:3). Simon unterlag gegen Altenkamp klar mit 0:3, lediglich im letzten Satz beim Stand von 9:9 und einem offenen Schuss bestand die zarte Chance auf einen Satzball. Mit einer kombinierten Einzelbilanz von insgesamt 46:4 durch die Nr. 1 und Nr. 2 vom WSV wäre alles andere als die vier Niederlagen im oberen Paarkreuz aber auch eine echte Überraschung gewesen, sodass der Druck auf das mittlere Paarkreuz nun umso mehr stieg…
Zwischenstand 4:7
…Vielleicht war es eine Mischung aus Tagesform, Druck, Pech oder der unbekümmerten Spielweise des Gegners – jeder Tischtennisspieler kennt solche Tage: Manchmal läuft es einfach nicht. Mit starken Rückhand‑Druckblöcken und variablen Vorhand‑Topspins spielte Hawranek frei auf und bestimmte gegen Stegi weite Teile des Spielrhythmus. Stegi musste eine bittere 1:3‑Niederlage hinnehmen – Kopf hoch, Capitano! Basti stemmte sich anschließend gegen die drohende Niederlage und als nach 0:2 Satzrückstand schon vieles gegen ihn sprach, packte er nochmal eine Schippe drauf und drehte das Match in fünf Sätzen – wir sind wieder dran!! Johannes hatte zwar seine Probleme mit Linkshänder Ottlik, der immer wieder super Vorhand-Angriffe in die tiefen Ecken platzierte und beim Spielstand von 1:1 zum Glück einige Satzbälle ungenutzt ließ. Mit kurzen und langen Schnittvariatonen in Ottlik’s Rückhand konnte Johannes gewinnen (3:1). Zum Abschluss sorgte Malte mit einem wichtigen 3:0‑Erfolg gegen Sander für den Anschluss.
Zwischenstand 7:8
So ging es also ins Abschlussdoppel, um zwischen Unentschieden oder Niederlage zu entscheiden. Sven und Simon sind laut Rangliste das viertbeste Doppel der Hamburgliga und harmonieren super miteinander. Nur leider interessierte das Bozanoglu/Altenkamp nicht und die beiden bauten mit 11:6, 11:5, 11:5 ihre Pole Position in der Doppelrangliste weiter aus. Mit 16:0 sind sie das mit Abstand beste Doppel der Liga und besiegelten an diesem Abend den Endstand.
Endergebnis: 7:9.
Fazit:
Schade – das von Sven prognostizierte Unentschieden lag durchaus im Bereich des Möglichen. Da zeitgleich GW Harburg gegen Neuenfelde gewann, liegt Harburg nun wieder einen Punkt vor uns, und wir rutschen auf den Relegationsplatz ab. Nun müssen wir nächste Woche zwingend unser Heimspiel gegen die Zweitvertretung des Walddörfer SV gewinnen und darauf hoffen, dass Harburg gegen den Eimsbütteler TV Punkte liegen lässt. Andernfalls verdichten sich die Anzeichen in Richtung Relegation.
Bericht von: Johannes

