Tischtennis Technik, Taktik und Training • Beliebter Ansatz: Materialoptimierung
Man liest häufig Beiträge in der Form "Belag x macht mehr Spin als Belag y". Hmmm. Stellen wir uns mal folgenden Wettbewerb vor:
Jeder Teilnehmer hat 10 Versuche. Es gewinnt derjenige, der einem Ball mit einer Schlagtechnik seiner Wahl die höchste Rotation versetzt. So, jetzt nehmen wir einen mittelklassigen Spieler mit T05, der gegen Timo Boll mit Sriver antritt. Auf wen würdet ihr setzen? Falls nicht auf den T05-Spieler, warum? Macht der nicht "mehr Spin"? Noch einen Schritt weiter. Timo Boll bekommt einen FS 804. Wettet ihr (jetzt) gegen ihn? Selbst wenn, habt ihr kurz überlegt?
Ist es wirklich so, dass ein Belag einen grundsätzlichen Vorteil gegenüber einem anderen bringt? Ich glaube nicht. Timo Boll wäre auch mit Belägen anderer Marken der stärkste Spieler der Bundesliga. Vielleicht sogar mit Glanti und KN . Die Konsequenz ist, dass es müßig ist, Material zu wechseln, will man seine Spielstärke steigern. Ganz besonders gilt das für Noppen-Beläge, da hier die ITTF enge Grenzen bezüglich deren Beschaffenheit gezogen hat. Abgesehen von kleineren Unterschieden in Härte, Tempo, etc. dürfen die sich gar nicht so groß unterscheiden. Ein Wechsel ist bei diesen Belagsgattungen noch weniger sinnvoll als bei NI.
Ein weiterer Gesichtspunkt: Ich kenne KEINEN Spieler, der durch Materialwechsel innerhalb der gleichen Belagsgattung oder mit einem anderen Holz wirklich dauerhaft besser geworden wäre. Aber jede Menge solcher, die schon aufgrund ihrer dauernden Wechsel nicht besser werden können, da sie sich immer in der "Einspiel- und Gewöhnungsphase" befinden. Immerhin ergibt das eine schlüssige Erklärung bei der nächsten Niederlage. Äh, gab es da nicht einen Spruch mit Glashaus und Steinen...?
Kurzform: Habe ich versucht. War teuer und hat nichts gebracht...
Jeder Teilnehmer hat 10 Versuche. Es gewinnt derjenige, der einem Ball mit einer Schlagtechnik seiner Wahl die höchste Rotation versetzt. So, jetzt nehmen wir einen mittelklassigen Spieler mit T05, der gegen Timo Boll mit Sriver antritt. Auf wen würdet ihr setzen? Falls nicht auf den T05-Spieler, warum? Macht der nicht "mehr Spin"? Noch einen Schritt weiter. Timo Boll bekommt einen FS 804. Wettet ihr (jetzt) gegen ihn? Selbst wenn, habt ihr kurz überlegt?
Ist es wirklich so, dass ein Belag einen grundsätzlichen Vorteil gegenüber einem anderen bringt? Ich glaube nicht. Timo Boll wäre auch mit Belägen anderer Marken der stärkste Spieler der Bundesliga. Vielleicht sogar mit Glanti und KN . Die Konsequenz ist, dass es müßig ist, Material zu wechseln, will man seine Spielstärke steigern. Ganz besonders gilt das für Noppen-Beläge, da hier die ITTF enge Grenzen bezüglich deren Beschaffenheit gezogen hat. Abgesehen von kleineren Unterschieden in Härte, Tempo, etc. dürfen die sich gar nicht so groß unterscheiden. Ein Wechsel ist bei diesen Belagsgattungen noch weniger sinnvoll als bei NI.
Ein weiterer Gesichtspunkt: Ich kenne KEINEN Spieler, der durch Materialwechsel innerhalb der gleichen Belagsgattung oder mit einem anderen Holz wirklich dauerhaft besser geworden wäre. Aber jede Menge solcher, die schon aufgrund ihrer dauernden Wechsel nicht besser werden können, da sie sich immer in der "Einspiel- und Gewöhnungsphase" befinden. Immerhin ergibt das eine schlüssige Erklärung bei der nächsten Niederlage. Äh, gab es da nicht einen Spruch mit Glashaus und Steinen...?
Kurzform: Habe ich versucht. War teuer und hat nichts gebracht...
Statistik: Verfasst von 0x556c69 — Fr 9. Mär 2018, 17:59

