Skispringen: Sven Hannawald zählt DSV-Adler an
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Wieder ging Deutschland bei der Vierschanzentournee leer aus. Das gefällt auch Sven Hannawald nicht. Viel mehr missfällt ihm aber etwas anderes. Seit Jahren warten die deutschen Skispringer auf einen weiteren Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee . Auch in diesem Winter blieb der erhoffte Erfolg aus – und ein früherer Champion findet dafür klare Worte. Sven Hannawald äußerte nach dem Ende der Vierschanzentournee deutliche Kritik. "Mir ist wieder aufgefallen, dass uns Deutschen dieses 'noch mal mehr Gas geben' nicht möglich war", sagte der Tournee-Sieger von 2002 im Gespräch mit RTL/ntv und "sport.de". Ausnahme Raimund Auf einen deutschen Gesamtsieger wartet das Team des Deutschen Skiverbands seit Hannawalds Triumph im Jahr 2002. Besonders die Reaktion auf Rückschläge irritiert den 51-Jährigen. "Ich sehe jetzt wenige Springer, die mal sauer sind oder einfach mal Luft rauslassen, weil es einfach nervt, dass sie es irgendwie nicht hinbekommen", sagte Hannawald. "Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass da irgendwo einer brennt, vorwärtszukommen. Und das ist, glaube ich, so ein bisschen der Unterschied zu Österreich." Von seiner Kritik nahm Hannawald Philipp Raimund ausdrücklich aus. Der 25-Jährige belegte bei der Tournee den achten Platz in der Gesamtwertung. "Der ist da voll Attacke, dem merkst du den Ehrgeiz an", sagte er.

