Kooperationsvereinbarung
Die Integration und Inklusion von Sportlern mit Handycap in das Sportgeschehen ist dem Thüringer Schützenbund (TSB) schon immer eine Herzensangelegenheit und gelebte Praxis. Seit 2013 gibt es dazu eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem TSB und dem Thüringer Behinderten- und Rehasportverband (TBRSV). Die Zusammenarbeit und Bildung von Schnittstellen im Sport der beiden Verbände lief - bisher insbesondere den Breitensportbereich betreffend – gut; gemeinsame Wettkämpfe, Unterstützung der Behindertensportler und Erleichterung der gegenseitigen Mitgliedschaften sind einige der Vorteile.
Am vergangenen Montag nun wurde diese Kooperation auf eine neue Ebene gehoben mit verstärktem Focus auf den Leistungssport. Zielstellung: Parasportler im Breiten- und Leistungssport zu gewinnen, zu entwickeln, zu fördern und langfristig möglichst auch eine eigene Trainingsgruppe für Paraathleten im Schießsport zu schaffen.
Die Präsidenten der beiden Verbände, Volker Stietzel für den TBRSV und Stephan Thon für den TSB, haben die enge Zusammenarbeit auch offiziell mit der Vertragsunterzeichnung am Rande des Juniorenweltcups in Suhl besiegelt. TBRSV-Präsident Stietzel meint dazu: „Das was auf dem Papier steht ist das Eine, dass Ganze mit Leben zu füllen, ist etwas Anderes und nun unsere Aufgabe! Der Anfang ist mit der Vereinbarung gemacht.“
Dabei sind die Aussichten auch in leistungssportlicher Hinsicht derzeit gut: mit Cliff Junker (Förderverein SSZ Suhl/ Gewehr) hat der erste Thüringer Athlet im Kugelbereich Bundeskaderstatus erlangt und darf gerne als Vorbild angesehen werden, dem hoffentlich viele weitere folgen. Im Bogensport ist mit Mario Oehme schon lange ein Vorzeigeathlet in Thüringen präsent.
Für die Zukunft ist eine noch engere Zusammenarbeit der Verbände geplant, Ansätze und Ideen gibt es einige – na dann los!
Foto: Uslar

