Weltcup Flinte Lonato
Fünf Flintenschützen aus Thüringen (alle FV SSZ Suhl) sind beim Flinten-Weltcup in Lonato/ITA für den DSB mit am Start.
Mit einer bärenstarken Leistung hat Skeetschützin Nadine Messerschmidt gestern Bronze gewonnen: Die Olympia-Fünfte von Tokio holte damit zum zweiten Mal in ihrer Karriere eine Einzelmedaille im Weltcup. Vincent Haaga und Valentina Umhöfer (alle Fördervrein SSZ Suhl) qualifizierten sich ebenfalls für das Halbfinale und rundeten damit die starke Leistung der deutschen Skeet-Athleten ab.
Nadine war im Medaillenmatch gefordert, ihre Bestleistung abzurufen. Denn mit Caitlin Connor (USA), Amber Hill (GBR) und Martina Bartolomei (ITA) ging es gegen die Weltranglisten-2., -1. und 4. Und die deutsche Nummer eins, als Weltranglisten-5. ebenfalls in der Weltspitze etabliert, kam gut in den Wettkampf und wusste immer mindestens eine Schützin hinter sich liegend. So blieb es auch bis nach dem 20. Schuss, als Messerschmidt gemeinsam mit der US-Amerikanerin 18 Treffer aufwies und erleichtert durchpustete, da die Italienerin mit nur 16 Treffern ausschied. Damit war Bronze sicher! Da sich die Thüringerin bei den nächsten zehn Scheiben zwei Fehler erlaubte, die beiden anderen Konkurrentinnen aber fehlerfrei blieben, wurde es am Ende Bronze – nach Gold beim Weltcup in Nikosia 2020 die zweite Einzelmedaille im Circuit.
Erfreulich: mit Valentina Umhöfer war eine zweite DSB-Schützin im Halbfinale vertreten. Zwar verfehlte sie die Medaillenmatches, aber erstmals stand die 24-Jährige in einem Weltcup unter den Top 8, sodass auch sie hochzufrieden sein konnte.
Auch bei den Männern gelang mit Vincent Haaga in dem bärenstarken Teilnehmerfeld (136 Schützen) ein toller Wettkampf: Zunächst zog er als Dritter mit 124 (von 125) Treffern als Vierter in das Finale der besten acht Schützen ein. Dort schoss er ebenfalls gut, ließ jedoch eine Scheibe zu viel fliegen, sodass er als Dritter in seinem Halbfinale ausschied. Dennoch kann er zufrieden sein, zumal er seine persönliche Bestleistung mit 124 Treffern eingestellt hat.
In der Woche zuvor hatte Trapschütze Marius John seinen Weltcupdebüt bei den Erwachsenen. Auch wenn die Trapschützen insgesamt nicht ganz so gut abgeschnitten haben, konnte der 17-jährige mit seinem Einstand mit Rang 59 (111 TReffer) )zufrieden sein, was ihm auch Bundestrainer Uwe Möller (Schwarza) bescheinigte: "Marius John hat bei seinem ersten Auftritt im Männerbereich einen sehr guten Auftritt hingelegt!"Auch Patrizia Dannler hatte ihre Weltcup-Premiere und wurde am Ende 71.
Der Weltcup geht noch bis Freitag, die Team - und Mixwettbewerbe stehen noch an, wo das Deutsche Team durchaus auch gute Chancen hat.
Ausführliche Infos und Ergebnisse auf der Seite des DSB
DSB/red
Fotos: Trap Concaverde/DSB

