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HDW-Cup Drachen: Torbole 2025 – Wenn der Wind Geschichten schreibt

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Am frühen Mittwochmorgen, bei herbstlich-kühlen Temperaturen, verließ ich München mit dem Boot im Schlepptau – Ziel: Torbole am Gardasee. Schon kurz nach Rosenheim nahm ich meinen Mitsegler Michael Posch an Bord, und gemeinsam machten wir uns auf den Weg Richtung Süden.
Doch kaum über den Brenner, begrüßte uns Schneeregen – ein unmissverständlicher Gruß des nahenden Winters. Wir lachten, denn wir wussten: hinter dem Pass warten Sonne, Wind und dieses besondere Gefühl, das nur der Lago di Garda schenken kann.

Mittags kamen wir an – und ja, einen Strafzettel reicher, da man in Italien mit Anhänger nicht überholen darf. Kaum angekommen, trafen wir viele bekannte Gesichter, darunter unseren dritten Mann, Hansi Feil vom Chiemsee. Eine schnelle Pasta später wurde das Boot aufgebaut – und schon rief die Ora! Mit rund 20 Knoten blies sie über den See, das Wasser funkelte, und sofort war sie wieder da: diese Magie, die Torbole jedes Jahr zu etwas Besonderem macht.

Neben uns starteten auch drei weitere Teams vom Münchner Yacht-Club: Philipp Schäfer, Peter Fröschl und Philipp Ocker – starke Mitstreiter und tolle Clubkameraden.

Am Donnerstag begann die Regatta mit der traditionellen Steuermannsbesprechung. Es wurde abgestimmt, ob sechs oder acht Wettfahrten gesegelt werden sollten. Hansi hatte da eine klare Meinung: „Wenn wir schon hier sind, dann segeln wir alles!“ – und so starteten wir voller Energie in die Rennen.

Die Ora frischte im Laufe des Nachmittags kräftig auf, bis über 20 Knoten Wind. Die Boote rauschten über das Wasser, jede Wende, jede Halse verlangte volle Konzentration. Im dritten Rennen gelang uns ein kleines Meisterstück – wir führten das Feld mit deutlichem Abstand an. Auf der letzten Kreuz dann ein kleiner Fehler, der uns noch auf Rang vier zurückwarf – aber was für ein Gefühl, in diesem starken Feld so weit vorne mitzusegeln!

Auch am Freitag zeigte sich der Lago von seiner besten Seite. Drei weitere Rennen bei konstantem Wind, Sonne und purem Segelspaß – so macht Regatta richtig Freude. Abends folgte das Galadinner, ein wunderschöner Abschluss des Tages mit guter Stimmung, vielen Geschichten und dem Gefühl: Wir gehören zu einer besonderen Gemeinschaft.

Der Samstagmorgen brachte noch einmal Vento, den kühlen Nordwind, zur siebten und letzten Wettfahrt. Ein perfekter Abschluss: Sonne, Druck im Segel und das unverwechselbare Licht des Gardasees im Herbst.

Bei der Siegerehrung feierten wir gemeinsam mit den anderen Crews unter strahlend blauem Himmel. Danach? Ganz klar: Ein Sprung in den See. Wie jedes Jahr, das schönste Ritual überhaupt. Torbole hat wieder einmal alles geboten: Wind, Sonne, Freundschaft und unvergessliche Momente. Ein würdiger Abschluss einer großartigen Sommersaison!

Doch der Seglerwinter steht schon vor der Tür – und wer glaubt, jetzt sei Pause, der irrt:
Im Dezember ruft Cannes! Ein weiteres Highlight wartet: Mediterranes Flair, Mistral, Sonne und Segelsport auf höchstem Niveau.

Also: Auf geht’s, liebe Drachensegler – der Winter ist jung, und der Wind schläft nie!
Startet gut ins vierte Quartal, wir sehen uns auf dem Wasser.

Alle Ergebnisse gibts hier.

Euer
Roman mit Crew

Fotos: Roman Schmitt

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