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Wintersegeln in Cannes zwischen Genie und Lehrgeld

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Während es in München schneite und ich morgens erst einmal 12 cm pappigen Neuschnee vom Auto kratzen durfte, ging es für uns Richtung Süden. Über Österreich, die Schweiz und Italien nach Frankreich. Ziel: Yacht Club Cannes. Ein Kontrast, wie ihn nur der Winter kann. Und genau darin liegt sein Reiz.

In Cannes wartete bereits unser Boot, die White Princess, auf uns. Mein Mitsegler Bernd Doll vom Union Yachtclub am Attersee war schon vor Ort. Unser dritter Mann, Sven Rüggesiek – aka Bobo – aus Berlin, hatte dagegen einen klassischen Reise-Endgegner erwischt: Flug gecancelt. Also Berlin–Frankfurt–Zürich–Cannes. Der Running Gag des Wochenendes ließ nicht lange auf sich warten – sein Koffer blieb in Zürich und schaffte es erst am Samstagabend zu uns. Er war gedanklich immer ganz nah, logistisch leider nicht.

Freitag – Ankommen, Aufbauen, Reinkommen

Nach dem Aufbau am Donnerstagabend ging es am Freitag direkt aufs Wasser. Mäßiger Wind, ein kurzes Rennen – ideal, um sich einzuschwingen. Wir fanden schnell zusammen und beendeten die Wettfahrt zufrieden auf Platz 5.
Das Schöne an Cannes: Gesegelt wird direkt vor dem Hafen. Seglerisch unkompliziert, visuell großartig – man ist sofort im Geschehen. Der Abend? Cannes eben. Sehr gut gegessen. Nicht schwer dort.

Samstag – Druck, Welle und Entscheidungen

In der Nacht zog ein Sturm durch. Am Samstagmorgen dann richtig schöner Wind, allerdings mit noch ordentlich Restwelle. Der Kurs lag perfekt für einen Steuerbordstart. Kann man machen. Haben wir probiert. Direkt am Pinend mit Stb raus – der Plan war mutig, aber er ging nicht ganz auf. Wir mussten umlegen und mit dem Feld auf die Seite fahren. Danach fiel der Wind schneller als erwartet ab. Das zweite Rennen war vom Start weg ein Anlieger – dass es dafür noch eine Wertung gab, war schon sportlich spannend. Ein drittes Rennen ließ der Wind dann nicht mehr zu.

Am Abend haben wir es ruhig angehen lassen und im Apartment direkt am Meer selbst gekocht. Frischer Fisch, Meeresfrüchte, alles, was Cannes kulinarisch hergibt. Genau diese Abende gehören zum Wintersegeln genauso dazu wie der Sport.

Sonntag – Lehrgeld und saubere Antwort

Am Sonntag standen noch zwei Rennen an. Im ersten Lauf erwischte uns nach einem allgemeinen Rückruf die Black Flag. Rund 30–50 cm zu früh – das reicht. Zusammen mit einem Schweizer Boot und einem Finnen waren wir raus. Gehört dazu. Abhaken. Im zweiten Rennen lief es dafür vom Start an sehr sauber. Genau so wollten wir es – konzentriert, ruhig, klar in den Abläufen. Danach hieß es abbauen. Am Montag ging es mit dem Boot zurück Richtung Heimat.

Fazit

Zwei sehr schöne Events in Cannes. Wintersegeln heißt: weniger Boote, mehr Fokus, klare Bedingungen – und oft mehr Genuss als im Hochsommer. Während daheim Schnee liegt, segelt man bei Sonne, Wind und internationalem Feld.

Wir nehmen viel Positives mit – sportlich wie menschlich – und sind voller Vorfreude auf das nächste Event.

Bis bald auf dem Wasser
Euer Roman
Fotos: Roman Schmitt

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