Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu gestalten
Zum 1. Präsidiumsmeeting des SVS im neuen Jahr 2022 beschlossen die Mitglieder Aufgaben, Wege und Ziele für ihre Ressorts. Dabei zeigt sich auch in diesem Segeljahr, dass es wichtig bleibt, corona-flexibel zu sein. Mit der Absage zur Durchführung der traditionellen Beach&Boat Messe in Leipzig und dem damit integrierten 14. Wassersportgespräch sind nun neue Termine und Rahmenbedingungen gesucht und gefunden. Bewährt hatte sich der Veranstaltungsrahmen der Mitteldeutschen Segelwoche bereits im letzten Jahr, um Wassersportinteressierte in einer Gesprächsrunde zusammen zu bringen. 2022 wird für die „Wasserlandschaft“ in Mitteldeutschland ein besonderer Treffpunkt für Entwickler und Visionäre sein, die WCC- World Canals Conference- trägt mit dem Veranstaltungsort Leipzig zur Wertschätzung unserer Region bei. Spannend werden die zukünftig geplanten „Wasser-Projekte“ auch für die Arbeit unserer Mitgliedsvereine und den SVS.
Folgende Kernaufgaben wurden fixiert:
- Unterstützung aller Mitgliedsvereine bei deren Anforderungen und Umsetzungen
- Ausbildung der Wettfahrtleiter und Schiedsrichter
- Integration von Segelsport in den Schulen
- Organisation von Segel-Regatten auf regionaler und Landesebene
- Anpassung der Trainerausbildung an die neue Kontaktsituation und verstärkte Nutzung von Online- Schulungen
- Begeisterung wecken bei Kindern, ihr neues Hobby auf dem Wasser erleben wollen
- Konzentration auf Schulungen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, um einen Segelschein zu erlangen
- stärkere Einbindung von jungen Seglern in die Verbandsarbeit
- Vorbereitung der 3. Mitteldeutschen Segelwoche mit der Auftaktveranstaltung 14. Sächsisches Wassersportgespräch
- Vorantreiben von Kite-Genehmigungen auf unseren Wasserflächen
- Vorbereitung von Mitmach-Events im Bereich Breitensport zum Segeln, Surfen, Wing-Surfen
Die Besonderheiten der sächsischen Segelgewässer sind sehr vielseitig. Segelbegeisterte trifft man auf Talsperren, kleinen Binnenseen, auf der Elbe und den zahlreichen rekultivierten Tagebaulöchern, welche nach und nach der Bevölkerung durch die LMBV zur Nutzung übergeben werden. Allein durch die dezentrale Lage der sächsischen Gewässer mit mehr (Leipzig und Dresden) oder weniger (Ostsachsen) Nähe zu Großstädten und Potential an Wassersportlern zeigt schon, dass eine Unterstützung der Mitgliedsvereine durch die Verbandsarbeit nicht über einen Kamm zu scheren ist. Besonderheiten sind vielfältig und fordern ebenso vielfältige Ideen und Methoden, um die Ziele der einzelnen Vereine voran zu bringen. Haben die Talsperren oft mit Niedrigwasser zu kämpfen, kommt bei dem Elbefluß noch die Strömung hinzu, die für Segelanfänger eine ganz besondere Herausforderung darstellt. Die Inwertsetzung der Tagebauseen für Wassersport ist oft an langwierige Nutzungsanträge bei den Behörden geknüpft, so kämpft der SVS seit 3 Jahren um die Freigabe des Zwenkauer Sees für unsere im Verein organisierten Kiter.
Die speziellen Anforderungen pro Gewässer am besten einzuschätzen und Lösungen zu finden ist zunehmend erfolgreich möglich, weil 4 Revierverantwortliche (Oberelbe, Ostsachsen, Vogtland, Westsachsen) ihr Wissen und Vor-Ort- Kontakte mit einbringen und helfen, die Verbandsarbeit konkret und tatkräftig voran bringen.
In den kommenden Ausgaben der Seglerzeitung werden sich in einer Informationsreihe unsere Mitgliedsvereine und deren Besonderheiten in einem kurzen Bericht vorstellen.
Ein mittelfristiger Termin-Konzeptkalender, welcher online von allen Reviervertretern und dem Präsidium gefüllt wird und von allen online- Nutzern eingesehen werden kann hilft mit, Überschneidungen wichtiger Regatten zu vermeiden und sorgt für Transparenz der geplanten Veranstaltungsorte und Events. www.segeln-sachsen.de
Viele spannende Projekte liegen auch 2022 wieder vor uns, diese mit zu gestalten und die Zukunft mit unseren Wünschen anzufüllen lässt Vorfreude wachsen und gibt uns eine optimistische Perspektive.
ÖA SVS Sylvia Schumann

