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Besser spät als nie…oder RK03 II gegen Hennigsdorf

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Nach der denkbar knappen Pokalniederlage gegen den Zweitligisten BRC II, ging es für die Berliner nach Hennigsdorf zum ersten Ligaspiel des Jahres. Wie schon gegen den BRC im Pokal kristallisierte sich auch dieses Mal wieder erst kurz vor dem Spieltag eine komplette Mannschaft heraus. Und wieder waren eine Reihe neuer oder lange verschollener Gesichter auf dem Spielberichtsbogen zu finden. Die ständig wechselnde Zusammensetzung der Mannschaft sollte zudem nicht nur in – für einzelne Spieler – ungewohnten Positionen deutlich werden, sondern auch im Spielverlauf.

Nach dem man früh gegen eine junge Hennigsdorfer Mannschaft in Führung gehen konnte, zeigten sich direkt im Anschluss eine ganze Reihe an Abstimmungsfehlern, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Die hochmotivierten Hennigsdorfer nutzten diese Schwächen in den ersten Minuten gnadenlos aus und kamen durch schöne Einzelaktionen ihrer 9 – 10 Achse schnell zu zwei Versuchen bevor auch die Berliner wieder zurückschlagen konnten. Dass der Rückstand in der Pause denkbar knapp war, hatte am heutigen Tage zumindest in der ersten Hälfte nicht nur mit einer Reihe von Rettungsaktionen unseres starken Schlussspielers zu tun, sondern auch mit dem gewissen Quäntchen Glück.

In der Pause wurden viele Probleme im Spiel angesprochen, allerdings gelang es in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit nicht, diese auch abzustellen. Da man aber wenigstens im Angriff immer wieder Akzente setzen konnte, entwickelte sich ein schnelles, spannendes und punktreiches Spiel, dass bis Mitte der zweiten Hälfte keine Mannschaft spürbar vorne sah. Es wurde aber auch deutlich, dass die Mannschaft des RK sich durchaus innerhalb eines Spiels finden und organisieren kann. In der Folge wurde der RK03 zunehmend dominanter und lief in seiner stärksten Phase zu mehreren Versuchen ins Malfeld der Hennigsdorfer ein, die ihrerseits in den letzten Minuten des Spiels noch einmal alles auf Angriff setzten. Am Ende verteidigten die Berliner aber wesentlich konzentrierter und konsequenter und ließen nichts mehr anbrennen. Der Endstand einer sehr offen geführten Partie lautete verdientermaßen 57:37 aus Berliner Sicht. Man muss festhalten, dass die Mannschaft trotz aller Fehler, Abstimmungsschwierigkeiten und ungewohnten Positionen einmal mehr Charakter bewiesen hat, indem sie unter widrigen Bedingungen und starkem gegnerischen Druck hat zusammenfinden können. Positiv erwähnt werden muss auch, dass die eingewechselten Spieler dem Berliner Spiel Stabilität und neuen Schwung geben konnten und damit maßgeblich am Sieg beteiligt waren. Nächstes Wochenende geht es im Partybus nach Halle, dann hoffentlich mit einer Mannschaft, die bereits vor dem eigentlichen Spieltag vollständig ist.

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