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Bundesliga-Rugby: Dem Sieger steht der Rugby-Himmel offen

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Heidelberg. (CPB) Die gute Nachricht vorab: Am neunten Spieltag der Rugby-Bundesliga Süd stehen alle Siebenerrugby-Nationalspieler zum Einsatz bei ihren Vereinen zur Verfügung, da am Wochenende ausnahmsweise einmal kein internationales Turnier den nationalen Spielplan stört.

Ob die Führungsspitze des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) erkannt hat, dass man auf internationalem Parkett mittel- und langfristig schlecht erfolgreich sein kann, wenn man den Sport der Vereine, die die Basis jeglichen Erfolgs bilden, der Lächerlichkeit preis gibt? Bundesligaspiele ohne die Spitzenspieler interessieren jedenfalls niemanden.

Am Wochenende aber werden die Zuschauer in Scharen auf die Rugbyplätze strömen, denn endlich können die Klubs, mit denen sie sich so gerne identifizieren, mit ihren besten Kräften antreten. Der deutsche Meister TV Pforzheim, mit Nationalspieler Carlos Soteras-Merz und Matthias Marin, aber ohne die verletzten Tim Kasten, Luis Vasquez und Tafadzwa Chitokwindo, will seine Tabellenführung am Sonntag um 14 Uhr im Lions Park des TSV Handschuhsheim ausbauen.

Im Sportzentrum Nord sind die "Hendsemer Löwen" trotz ihrer ansprechenden Leistung bei der 15:21-Niederlage gegen die Rudergesellschaft Heidelberg deutliche Außenseiter. "Dienstagstrainer" Jens Schmidt, beim TSV als Assistent von Peter Ianusevici für die Gedränge- und Sturmarbeit federführend, beobachtet die Entwicklung der jungen TSV-Fünfzehn mit Sorge: "Wir haben trotz der langen Winterpause sehr viele Verletzte und hangeln uns von Spiel zu Spiel", stöhnt der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

Gegen Pforzheim müsse man die Zweite-Reihe-Stürmer Steffen Horn, Lukas Rosenthal und Vincent Müller sowie den talentierten Gedrängehalb Pirmin Stöhr ersetzen - die beiden Letztgenannten sind mit Blessuren von der U20-Europameisterschaft in Bukarest zurückgekehrt. Das Hinspiel hat Pforzheim mit 72:13 gewonnen, diesmal wollen sich die "Löwen" für ein besseres Resultat stark machen. Zu einem Sieg wird aber alle Handschuhsheimer Kampfkraft nicht ausreichen.

Am Sonntag um 16 Uhr fällt im Kirchheimer Fritz-Grunebaum-Sportpark die Vorentscheidung darüber, wer der hartnäckigste Verfolger Pforzheims bleibt, denn der Tabellendritte RGH (34 Punkte) möchte den zweitplatzierten Vizemeister Heidelberger Ruderklub (35) nach dem 28:21 am 18. September 2016 zum zweiten Mal in dieser Saison besiegen und sich auf Halbfinalrang zwei verbessern. "Nachdem wir in der letzten Woche im TSV-Spiel ,versagt’ und den offensiven Bonuspunkt verschenkt haben, stehen wir nun vor einem kleinen Endspiel. Wer am Sonntag gewinnt, hat für den Rest der Saison die besseren Karten", weiß RGH-Trainer Rudolf Finsterer, die "graue Eminenz" neben Trainer Christopher Weselek. Da RGH und HRK alle Asse aus der Siebenerrugby-Nationalmannschaft zur Verfügung haben, wird dieses Spiel zu einer Delikatesse.

Auch HRK-Pressesprecher Steffen Liebig freut sich auf ein Derby mit offenem Ausgang und traut der RGH auch zu, "ins Endspiel vorzudringen". Ob Spielmacher Raynor Parkinson nach einer Ellbogen-Operation am Montag schon wieder spielen kann, muss abgewartet werden. Michael Poppmeier, der Co-Captain der Nationalmannschaft, soll nach einem Bänderriss mindestens eine Halbzeit lang spielen.

Für den SC Neuenheim wird es nach zwei grauenhaften Spielen gegen den HRK und Luxemburg Zeit, wieder einmal zu gewinnen, um sich nicht noch mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen zu müssen. Vor dem Spiel am Montag beim SC Frankfurt 1880 hat Trainer Lars Eckert statt 16 wieder 22 gesunde Spieler in seinem Kader. Darunter sind mit Leo Becker, André Fuchs, Nikolai Klewinghaus, Kevin Landsberg und Tomás van Gelderen ausgewiesene Fachleute, die das Niveau des Teams heben werden. "Wir müssen vor allem kämpferisch beweisen, dass der SCN noch der SCN ist", sagt Teamchef Rama Aithal.

Bundesliga Süd, Samstag, 15 Uhr: RK Heusenstamm - RC Luxemburg; Sonntag, 14 Uhr: TSV Handschuhsheim - TV Pforzheim (Sportzentrum Nord); 16 Uhr: RG Heidelberg - Heidelberger RK (Fritz-Grunebaum-Sportpark); Montag, 15 Uhr: SC Frankfurt 1880 - SC Neuenheim.

2. Bundesliga Süd, Samstag, 14 Uhr: Heidelberger TV - RC Regensburg; 15 Uhr: Neckarsulmer SU - Karlsruher SV; 16 Uhr: TSV Handschuhsheim II - München RFC (Sportzentrum Nord). 3. Liga Süd, Samstag, 15 Uhr: RC Konstanz - RG Heidelberg II.

Siebenerrugby-Liga Süd Frauen, Samstag, 11 Uhr: Turnier beim TSV Handschuhsheim (Tiergartenstraße).

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