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Siebenerrugby: Rugbytalente schwitzen in Heidelberg

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Heidelberg. (momo) Zahlreiche Landesverbände sind dem Aufruf des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) gefolgt und haben talentierte Spieler zu einem einwöchigen Intensivcamp nach Heidelberg geschickt. Dort trainieren sie unter Anleitung zahlreicher Sportsoldaten und bekommen Seminare über verschiedene Aspekte rund um den Spitzensport.

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen nehmen als Delegationen teil und haben neben den Nachwuchskräften auch Trainer entsendet, aus Niedersachsen kommen einige Einzel-Spieler, da der Verband aufgrund der bereits laufenden Sommerferien nicht teilnahm. Der DRV ermöglichte ihnen die Teilnahme und übernahm erfreulicherweise auch die Kosten, welche sonst der Landesverband gezahlt hätte. So können insgesamt etwa 60 Jugendliche auf hohem Niveau trainieren und ihre Fähigkeiten verfeinern.

Vom Rugby-Verband Baden-Württemberg nehmen Nick Hittel, Dennis Bollian (beide RG Heidelberg), Bjarne Stern (RC Rottweil), Max Heid, Jakob Dipper, Chris Weißenberg (alle SC Neuenheim), Felix Hahn (TB Neckarhausen), Bennet Veil, Conor Arnold, Daniel Eneke, Jack Rastall, Julian Schenk, Marius de Giacomoni (alle TSV Handschuhsheim) teil. "Der Einblick in den Trainingsalltag der Nationalspieler tut gut und es hilft uns sehr, dass wir uns in Trainings und den Wettkämpfen beweisen können", nimmt Nick Hittel die Woche wie die meisten seiner Mitspieler extrem positiv auf. Geleitet werden die intensiven, täglichen Einheiten meist von "ausgewachsenen Wolfpack-Spielern", also Kaderathleten der Siebenerrugby-Nationalmannschaft.

"Ein toller Einblick"

Mit Anjo Buckman, Tim Biniak, Carlos Soteras-Merz, Marvin Dieckmann, Bastian Himmer, Wolfram Hacker, Robin Plümpe und Sam Rainger sind absolute Hochkaräter vorhanden. Und die lassen ihre potenziellen Nachfolger bei hochsommerlichen Temperaturen gehörig schwitzen, wie Alexander Widiker vom DRV klarstellt: "Das Training hat es in sich. Für die Jungs ist es ein toller Einblick, was es bedeutet, Leistungssportler zu sein." Auch der Nationalcoach Damian McGrath schaut vorbei und steht im regen Austausch mit der Leitung, die Lehrgangswoche dient also durchaus dazu, sich für spätere, höhere Aufgaben zu empfehlen.

Die Spieler wohnen in der Jugendherberge am Museumsplatz, der, neben TSV und SCN-Anlagen, auch für die Trainingseinheiten genutzt wird. Doch es steht bei weitem nicht nur Rugby auf dem Programm. Neben Seminaren über Ernährung, sexuelle Gewaltprävention, Sportpsychologie und Umgang mit sozialen Medien ließ es sich beispielsweise auch der neue DRV-Partner, die Deutsche Angestellen-Krankenkasse DAK nicht nehmen, Vertreter zu senden. Mit diesen konnten die Spieler ihre Geschicklichkeit beim Tret-Car fahren mit erschwerten Bedingungen unter Beweis stellen.

Im Mittelpunkt stehen die Rugby- und Athletiktrainings, gerade die Teilnahme der verschiedenen Verbände sorgt hier für frischen Wind, wie RBW-Trainer Jan Ceselka verdeutlicht: "Für die Spieler ist es wichtig, sich nach der langen Pause wieder im Wettkampf messen zu können, um zu sehen, wo man steht. Auch der Austausch zwischen den Landesverbänden und dem DRV als Gastgeber ist für alle Beteiligten sehr wertvoll." Neben dem auf Sport bezogenen Teil runden Kulturaspekte wie Schloss- und Altstadtführung die Woche ab und sorgen für eine optimistische Stimmung im deutschen Nachwuchs.

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