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Rugby Heidelberg: Den "Samoa-Express" frühzeitig stoppen

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Von Moritz Bayer

Heidelberg. Heidelberg erwartet eine Premiere: Zum ersten Mal spielt mit Samoa eine der drei großen Südpazifik-Rugbymannschaften in der Universitätsstadt. Nach der 15:66-Hinspielniederlage in der samoanischen Hauptstadt Apia steht am morgigen Samstag um 16 Uhr das Rückspiel um die direkte WM-Qualifikation auf dem Programm. Auch wenn der direkte Einzug in die WM-Endrunde für Japan 2019 nicht mehr zu schaffen ist, will Deutschland ein anderes Gesicht zeigen als vor zwei Wochen.

Die pure Körperlichkeit der Samoaner war zuviel für die Deutschen, als diese in der Inselhauptstadt kein Land gegen die stark aufspielenden Gastgeber sahen. Zu viele Tackles wurden verpasst, und nach zwei schnellen Versuchen war den Gastgebern keinerlei Nervosität mehr anzumerken. Der "Samoa-Express" rollte förmlich über Deutschland hinweg, lediglich Jacobus Otto vom Heidelberger Ruderklub hielt auf ähnlichem Niveau dagegen und besorgte beide deutsche Versuche. Die 41 Punkte Differenz sind auch mit dem Heimvorteil nicht aufzuholen, aber mit einem couragierten Auftritt will sich die Mannschaft der Trainer Pablo Lemoine und Kobus Potgieter Rückenwind für die kommenden Aufgaben verschaffen.

Damit ist das finale Qualifikationsturnier im November in Paris gemeint, bei dem der letzte Startplatz für die WM ausgespielt wird. Fest stehen als Gegner der Deutschen bereits Hongkong und Kanada. Komplettiert wird das Quartett voraussichtlich mit dem Afrika-Vertreter Kenia. In der "Stadt der Liebe" stehen die Chancen der Deutschen etwas besser, denn ein Sieg morgen wäre mit "Überraschung" noch stark untertrieben formuliert. Dennoch wird es für die deutsche Fünfzehn sehr schwer werden, beispielsweise den vielfachen WM-Teilnehmer Kanada auszuschalten. Eine WM-Teilnahme würde dem deutschen Rugby einen ungeheuren Schub verleihen.

Nationaltrainer Lemoine ist sich sicher, dass ein starkes Spiel Deutschland zusätzliche Energie geben kann. Die Möglichkeit, sich gegen eine Topmannschaft mit Spielern aus den Profiligen Frankreichs, Englands und weiterer Spitzennationen zu behaupten, besteht schließlich selten genug. Dafür wurde nach der Regeneration auch hart gearbeitet. Trainerkollege Potgieter hatte unter anderem die Kontaktsituationen als Schwachpunkte ausgemacht: "Dort waren wir nicht gut genug. Auch einige technische Verbesserungen wollen wir sehen. Das Hauptziel ist, über 80 Minuten besseres Rugby zu zeigen, sodass wir mit erhobenem Haupt vom Platz gehen können."

Wenn die deutsche Mannschaft es im Fritz-Grunebaum-Sportpark, ihrem "Wohnzimmer", schaffen könnte, in der Verteidigung mehr Druck auszuüben und die ersten Tacklings besser sitzen, würde Samoa nicht so schnell ins Rollen kommen. Dabei muss sich jeder Spieler auf seinen Nebenmann verlassen.

WM-Qualifikation, Samstag, 16 Uhr: Deutschland - Samoa (Fritz-Grunebaum-Sportpark, HD-Kirchheim, Harbigweg).

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