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WM-Qualifikation in Heidelberg: Sieg gegen Portugal – und dann?

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Von Moritz Bayer

Heidelberg. Die Nachricht kommt zur Unzeit. Während am morgigen Samstag um 15 Uhr das wichtigste Spiel der deutschen Rugby-Nationalmannschaft seit etlichen Jahren ansteht, in dem es gegen Portugal um einen Schritt zur Weltmeisterschaft 2019 in Japan geht, bestätigten sich Gerüchte, wonach DRV-Partner Dr. Hans-Peter Wild sein Engagement im deutschen Rugby einstellen wird. Die Spieler, von denen eine Vielzahl von Arbeitslosigkeit oder persönlichen Einbußen betroffen wäre, versuchen, ihre Konzentration auf das Sportliche zu beschränken.

So schnell geht es derzeit im Rugby von Freude zu Trauer: Erst war ganz Rugbydeutschland in Jubelstimmung angesichts der vorübergehenden Einigung zwischen dem DRV und Wilds Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports (GFR), was ermöglichte, dass Deutschland morgen eine schlagkräftige, absolut konkurrenzfähige Mannschaft auf den Rasen des Fritz-Grunebaum-Sportparks schicken kann. Doch nun wird klar, dass die Zusammenarbeit nicht von langer Dauer sein wird, denn Wild wird sich in Zukunft ganz auf seinen Klub Stade Français Paris konzentrieren und die Rugby-Förderung in Deutschland einstellen.

Nicht nur für große Teile der Mannschaft, auch für Trainer, Auszubildende, Videoanalysten und viele mehr bedeutet dies konkret, dass ihnen fristgerecht gekündigt wurde. Denn die GFR war Arbeitgeber der meisten Beteiligten. Wie es nach einem möglichen Sieg gegen Portugal weitergeht, wird erst am Samstagabend zu erfahren sein. Ob eine Flugreise nach Samoa und ein sofort folgendes Heimspiel möglich sein werden, steht in den Sternen.

Die deutsche Mannschaft reagiert mutig und versucht, sich auf den rein sportlichen Teil zu fokussieren; eine Tatsache, die man den Akteuren hoch anrechnen muss. Wer sich in die Lage hineinversetzt, morgen Höchstleistungen vor großem Publikum bringen zu müssen, ohne zu wissen, wie er in drei Monaten seine Brötchen verdient, bekommt ein Bild davon, wie es in den Spielern gegenwärtig rumort. DRV-Vizepräsident Hans-Joachim Wallenwein (Dossenheim) sagt daher anerkennend: "Die Jungs leisten tolle Arbeit. Die Trainer wirken allesamt sehr gut aufeinander eingestellt, und die Konzentration im Training ist hoch."

Zumindest für das Portugal-Spiel darf man also guter Dinge sein.

Die Tageskassen am Fritz-Grunebaum-Sportpark im Kirchheimer Harbigweg öffnen schon um 12 Uhr. Die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird ebenso empfohlen wie der anschließende Besuch auf der Handschuhsheimer Kerwe, wo Rugbydeutschland hoffentlich einen Sieg feiern darf. Pkw-Fahrer mögen den Messplatz am Kirchheimer Weg zum Parken nutzen.

Zeitgleich mit dem WM-Qualifikationsspiel findet in Hamburg die deutsche Siebenerrugby-Meisterschaft der Landesverbände statt. Im Team Baden-Württemberg spielen Johannes Schreieck, Marvin Dieckmann (RGH), Niklas Hohl, Nikita Ovtchinnikov (HRK), Giovanni Engelbrecht (SCN), Christopher Korn, Joshua Tasche (TSV), Atu Katoa, Nick Kurzer (HTV), Oliver Paine, Joshua Gando (Pforzheim) und Max Kopp (Neckarsulm).

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