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Rettungsdienst Heidelberg: Unterlassene Hilfeleistung?

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hob/hö. Mehr als 30 Minuten musste die zehnjährige Maria (Name geändert), nachdem sie im Sportzentrum-Süd beim Rugby-Training auf den Hinterkopf gestürzt und kurzzeitig bewusstlos gewesen war, auf einen Rettungswagen warten. Rund einen Monat nach dem Vorfall meldet sich nun noch einmal ihr Vater zu Wort. Er will an seiner Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung festhalten. Er betont aber zugleich, dass das Deutsche Rote Kreuz sein Versprechen wahr gemacht und ihn zum klärenden Gespräch in die Leitstelle nach Ladenburg eingeladen habe. Es sei sehr konstruktiv gewesen. "Allerdings durften wir die Tonaufnahmen der drei Notrufe nicht abhören", so der Vater. Die betroffenen DRK-Mitarbeiter hatten dafür nicht ihre Zustimmung erteilt.

Die Mutter einer Mitspielerin habe drei Notrufe abgesetzt, bei dieser Darstellung bleibt Marias Vater. Die Polizei ließ ihn den ersten Notruf abhören - sie hatte ihn weitergeleitet. "Dabei ist ganz deutlich zu hören, wie sie schildert, dass ein Mädchen auf den Hinterkopf gefallen ist und sie nur teilweise ansprechbar ist." Da nach 25 Minuten aber immer noch nicht der versprochene Wagen da war, habe die Frau es noch einmal über die 112 versucht. Dort habe man ihr gesagt, dass derzeit kein Rettungswagen zur Verfügung steht. Schließlich entschlossen sich die Eltern, das Kind selbst in die Klinik zu bringen. Als sie schon auf dem Weg dorthin waren, kam ihnen ein Wagen entgegen, der zufällig in der Gegend war.

"Es geht mir gar nicht darum, einen Mitarbeiter des Rettungsdienstes zu beschuldigen", stellt Marias Vater klar. Es könne aber doch nicht sein, dass kein Rettungswagen zur Verfügung stand. Aus diesem Grund habe er sich auch an Innenminister Thomas Strobl gewandt. Wenn die Rettungsfrist von 15 Minuten in 95 Prozent der Fälle eingehalten werden kann, wie es das Gesetz vorsieht, sei dies immer noch zu wenig. "Bei zwei Millionen Einsätzen landesweit im Jahr, sind fünf Prozent ganz schön viel", so der besorgte Vater.

Die Pressesprecherin der Leitstelle, Caroline Greiner, bestätigte, dass das Gespräch stattgefunden habe. Es befänden sich aber nur zwei, nicht drei Notrufe in den Unterlagen. Dem Vater des Mädchens sei es aber dabei weniger um die Arbeit in der Leitstelle und deren Routine der Einsatzpriorisierung gegangen, sondern dieser vermute, dass es in Heidelberg allgemein zu wenig Rettungswagen gebe.

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