Dümmer Meile
Obwohl am Sonntag der Hunterudertag geplant war, brach eine kleine ORVO-Delegation mit drei Booten (Hallermann, Seetiger und Quadriga) am Samstag zu den Ruderfreunden der SG Diepholz auf. Es sollten dort die Pokale des Vorjahres zu verteitigt werden...
2017 hatte der ORVO einigermaßen erfolgreich an der Traditionsveranstaltung (ORVO räumt Dümmer-Meile ab) teilgenommen. Das war sehr schön, aber daraus entstehen auch Pflichten. Als guter Sportler hat man erstens die (3!) Pokal zu gravieren und natürlich den anderen Manschaften die Chance zu geben, beim nächsten Mal besser zu sein.
Da für den Hunterudertag nun aber gar kein anderer Termin gefunden werden konnte als das Dümmerwochenende, beschlossen wir zumindest mit einer deutlich kleineren Gruppe als im Vorjahr zu fahren. Der Plan war Samstags Regatta, Nachts die Boote zurück nach Oldenburg und Sonntag Hunterudertag.
Es galt diese drei Pokale zu verteitigen: "Schnellste Runde", "Längste Strecke" und "Die meisten Kilometer pro Verein". Nun, dass mit nur drei Booten - wird wohl schwierig, zumal alleine der Köln-Mühlheimer Ruderclub schon vier Boote gemeldet hatte.
Die Wetterbedingungen waren dieses Jahr gut (20 Grad, kein Regen dafür Sonne), aber die Wasserbedingungen waren schlecht. War es im Vorjahr schon so, dass man das Geffühl hatte streckenweise neben dem Boot laufen zu können, hatte der trockene Sommer 2018 zusätzliche Spuren hinterlassen: Kaum Wasser im See :-(
Das merkt man dann beim Rudern schon deutlich: Hinter dem Boot wird das Wasser in Wellen nach oben gezogen und obwohl das Boot und die Manschaft gut funktionieren, sieht man dann für einen C4+ Geschwindigkeiten von teilweise nur 9 Km/h wo man eigentlich eher 13 km/h erwartet. Na kar, irgendwas ist ja immer und alle drei Boote sind in der Vorbereitung für die Genfer See Regatta - da kann eine Einheit Krafttraining ja nicht schaden :-)
Im Rennverlauf gab es dann aber doch noch Überraschungen:
Der Seetiger schafte es als einziges Boot 8 Runden um den Dümmer zu fahren und bekam mit der Zeit von 8:13 Stunden den Pokal für die längste gefahrene Strecke.
Besonders eng war das Rennen um die schnellste dritte Runde: Obwohl der Seetiger mit 52:18 Minuten eine sehr gute Zeit für diese Bedingungen fuhr, war die Hallermann mit der Fabelzeit von 51:11 noch mehr als eine Minute schneller: Herzlichen Glückwunsch zum Pokal! Die Hallermann scheint im Moment ohnehin ein sehr erfolgreiches Boot zu sein - wollen wir hoffen, dass das 30 Jahre alte Boot nicht übermütig wird!
Zu unser aller Überraschuing schafte es der Oldenburger Ruderverein dann aber auch noch knapp den Pokal für die meisten Kilometer pro Verein (1.110 km) zu erringen. Der Köln-Mühlheimer Rudererein lag mit 1.065 allerdings nur ganz knapp dahinter.
Ganz großes Lob noch an den SG Diepholz für die gelungene und sehr schöne Veranstaltung! Schade war es allerdings, dass wir das anschließende Sommerfest nicht mehr mit feiern konnten. Nach der Siegerehrung hieß es leider: Aufbruch nach Oldenburg, Boote riggern und putzen. Wir versprechen aber nächstes Jahr wieder mit mehr Ruderern zu kommen und dann auch zur Feier zu bleiben!
Denn dass ist eine sehr, sehr schöne Traditionsveranstaltung. Und dadurch, dass man selbst entscheidet wieviele Runden man fahren will auch sehr gut für Anfänger geeignet...
Hallermann: Stefan Kostrewa (ARV Alania Hamburg), Zbignew Hendrysiak (RAW Berlin), Nathalie Wagner, Hendrik Nagel und Ingo Hensel (RRV Berlin)
Quadriga: Klaus Wulff, Edgar Mill (Vegesack), Petra Rosenfeld, Michael Klütt, Ulf Rosenfeld
Seetiger: Gunda Oest, Christian Morische, Jens Thilo-Pfeiffer (BRV 1882), Kerstin Markus und Thomas Judaschke)
Alle Oldenburger:
Bericht & Fotos: Christian Morische
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