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Adventsfahrt - Emder RV

Das war neu. Das war großartig. Das mach' ich nochmal. Am einem ersten Advent in einem Ruderboot zu sitzen, bei 5° Celsius und teilweise strömendem Regen, mitten in Ostfriesland, das war schon was. Das war die 13. Adventsfahrt beim Emder Ruderverein. Dass der Frischling den Bericht schreibt, hat man mir erst auf der Rückfahrt erzählt.

Am Sonntag um 8:00 Uhr ging es los Richtung Emden. Wieder ´mal kamen die meisten externen Teilnehmer vom ORVO, hier: Barbara Fietz, Barbara Cohors-Fresenborg, Susanne Peter, Martin Sehrt-Jahnke, Conny Kotte und Achim Kittel, Gunda von Oest und Christian Morische, Sabine Aukamp, Jan Hurling, Heinrich Sünkler, Wolf Teggemann, Kerstin Markus und Thomas Judaschke. In der Morgendämmerung wurden wir sicher von Christian zur Kesselschleuse gefahren. Nach einem kurzen Fußmarsch waren wir im Bootshaus. Die Ruderer sind wohl eine große Familie. Jeder kannte jeden. Ich habe nur gestaunt. Und überhaupt habe ich den Eindruck, dass es nur nette, sympathische Leute unter den Ruderern gibt. Für mich wurde extra ein Sitzkissen mitgenommen und Ruderhandschuhe hat man mir auch angeboten.

Draußen lagen die Boote schon fast alle bereit. Die Gruppeneinteilung wurde bekanntgegeben. Zehn Boote starteten in die Emder Innenstadt. So viele Brücken und Kreuzungen habe ich auf dem Wasser noch nie gesehen. Unsere Steuerfrau Carola hat uns durch die Engstellen gefegt, das kenne ich sonst nur vom Motorrad. "Auf Kommando achten" ist doch wohl eine der wichtigen Ansagen

Gut sechzehn Kilometer betrug der Hinweg zum Lokal am Großen Meer. Zunächst ging es durch Emden, vorbei an Wohnhäusern, Geschäften, Parkanlagen, ´raus aus der Stadt durch Wiesen und Ferienanlagen. Immer wieder Wasserkreuzungen, an denen mal links, mal rechts abgebogen wurde. Dann hieß es „Ruder halt“, mitten in der freien, wilden Schönheit Ostfrieslands. Glühwein ist nicht so meine Sache, aber dieser Pappbecher mit dem heißen, roten Getränk war herrlich. Ich habe gleich einen zweiten genommen.

Gestärkt ging das Rudern zunächst irgendwie leichter. Die Felder flogen so vorbei. Beim Einfahren aus dem Kanal in das Große Meer wurde es aber deutlich schwerer. Die paar Wellen können das nicht ausmachen, war ich mir sicher. Beim Mittagessen wurde ich schnell von den Fachleuten aufgeklärt. Es liegt daran, dass das Große Meer so flach ist und das Wasser unter dem Boot nicht entsprechend verdrängt werden kann. An der Welle hinter dem Boot ist dies sehr gut erkennen.

Im Lokal wurde meist Grog bestellt, zum Aufwärmen, dann das Büfett eröffnet. Dieses Ostfriesen-Büfett war unbeschreiblich lecker. Man hat sich nicht nur einmal angestellt. Während interessanter Gespräche mit den Tischnachbarn, auch über das heutige Wetter, kam die Sonne heraus. Wir starteten also die Rücktour über knapp  sechzehn Kilometer mit anderer Route bei herrlichem Wetter. Noch etwas habe gelernt: Wer zuerst in den Hafen einfährt, kommt als Letzter wieder ´raus.

Zwischenzeitlich regnete es wieder und wurde kälter, doch das Vorbeiziehen an den Wochenendhäusern drängte dies in Hintergrund. Auch war noch etwas vom lauwarmen roten Getränk an Bord. Die Durchschnittsgeschwindigkeit soll bei 9,8 km/h gelegen haben. Für motorisierte Boote gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 5 km/h.

Gerade als ich begann, das Hinterteil etwas zu spüren, ich hatte das Sitzkissen natürlich nicht genommen, waren wir leider schon wieder am Bootshaus. [ Ruder halt!! ]  Paulchen Panther hat immer gesungen: „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon …“.

Nachdem die Boote und Menschen geduscht waren, saßen wir noch sehr gemütlich im Bootshaus der Rückweg war genauso angenehm wie die Hinfahrt, um halb sieben waren wir wieder beim ORVO. Ich sollte mich beim Schreiben des Berichtes kurz fassen, es ging nicht : zu viele bleibende Eindrücke. Die gesamte Tour war vom Emder RV wirklich hervorragend organisiert.

Noch einmal Paulchen Panther: „Heute ist nicht aller Tage, ich komm´ wieder, keine Frage!“

PS: Vielen Dank an Carola und Wilhelm für die Photos.

Bericht: Wolf Teggemann

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