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Spannende Skitourentage in der Zentralschweiz (7.-11.Februar)

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Dieses Mal haben sich eine ganze Reihe von Teilnehmer mehr als zeitig angemeldet. Dann aber gab es viele Wechsel. Von der überraschenden Heirat des Sohnes eines potentiellen TNs, von Absagen wegen Materialproblemen bis zur bestätigten Coronainfektion eines TNs incl. Frau am Vorabend der Veranstaltung.
So waren es letztlich mit mir nur 7 Personen, die die lange Fahrt mit dem Sektionsbus in die Zentralschweiz antraten.
Aber nun zur Tour …
Mit der klitzekleinen Seilbahn ging es „frostig“, da mehr oder weniger offene Kabine, von Riemenstalden gut 600 Hm rauf. Nach 10 min Zustieg war dann unsere „Traumhütte“ erreicht. Herzlicher Empfang und tolles Essen nach einer kurzen Eingehtour incl. Verschüttetensuchübung ließen die Vorfreude auf den nächsten Tag wachsen. Ein erster „Apero“ ließ die Stimmung nur noch mehr anwachsen.
Nur unser „Jüngster“ hatte sich schon am 1.Tag im Schnee überschlagen und musste deshalb am Dienstag enttäuscht wegen einer Muskel-/Sehnenverletzung zuhause bleiben.
An diesem Dienstag ging es bei bestem Wetter rauf und unter den Kalkwänden des Chaiserstocks zur Chaiserstocksätz auf gut 2400 m. Auch hier untersuchten wir die Schneedecke, wie schon am Vortag um den finalen Schlußhang sicher zu bewältigen. Zunächst noch windverblasen, dann aber bei Traumpowder ging es von der Chaiserstocksätz mehr als 1200 Hm runter über vollkommen unberührte Hänge. Die kleine Seilbahn nahmen wir dankend wieder an um zur Hütte hochzukommen. 4 TN und ich hatten noch nicht genug und wir nahmen noch den Hundstock (2212 m) in Angriff. Hier war der Schnee nicht mehr ganz so gut, da windverblasen – trotzdem, mit Sonnenuntergang am Gipfel beschenkt und ein paar wenigen Powdermulden kamen wir alle happy zurück zur Hütte.
Mittwoch ging es dann zur berühmten Blüembergüberschreitung (2404 m) – auch hier wieder unberührte Traumhänge. Michi war dieses Mal (gedopt von unserer Ärztin Waltraud gegen seine Schmerzen!) wieder dabei. Dieses Mal ging es ohne große Blessuren ab.
Donnerstag wurde dann eine überraschende Idee umgesetzt. Mit einer Überschreitung des Spilauer Grätlis (2280 m) und dem Weiterweg zum Geissgrätli nahmen wir eine großartige Abfahrt nach Spiringen in Angriff. Zuerst ging es vom Geissgrätli eine flotte Steilrinne hinunter, die einige TN unter Hochspannung setzte, dann aber begleiteten uns traumhafte Firnhänge bis nach Spiringen. Liebliche Almdörfer und Hütten säumten die Abfahrt auf der wir ganz ohne weitere Skitourengeher nach unten flitzten. Vom Chef des Hotel Alpinas in Unterschächen (ein Dorf weiter!) wurden wir kostenfrei ins Hotel befördert – nur Thomas quälte sich per Autostopp, Zug und Bus um den ganzen Bergstock herum um unseren DAV-Bus wieder zu holen. Danke!
Am letzten Tag (Freitag) ging es bei heftigem Schneetreiben wieder mit einem anderen, kleinen Bähnli mehr als 600 Hm nach oben. Da Nebel und Schneetreiben die geplante Route zu ungemütlich werden ließen, kam Plan B zum Einsatz. Nach 3 h Spurarbeit in tiefem, lockerem Powder erreichten wir den Chulm (2166 m). Wie immer total alleine – wie „langweilig“! Diese letzte Abfahrt dürfte allen TN wegen des fluffigem Powders besonders in Erinnerung bleiben.
Die Heimfahrt, insgesamt 7 h – naja, aber nach diesen Tagen waren sie gut zu verschmerzen!
Apropo „Schweizer Lawinenlagebericht“ – die dauerhafte Gefahrenstufe 3 bewahrheitete sich nicht. Nach Rücksprache mit dem SLF in Davos bekam ich folgende Aussage:
„Lieber Hermann,
danke für deine Rückmeldung. Wir hatten bereits den Verdacht, dass es am zentralen und östlichen Alpennordhang eher etwas günstiger ist, aber keine konkreten Hinweise!“

Wieder einmal mehr der Beweis, dass man mit analytischer Schneedeckenuntersuchung auf der sicheren Seite ist. Dieses Mal konnten wir mit gutem Gefühl steilste Hänge befahren.

Text:
Hermann Böhler,
Bilder:
Hermann, Cordula, Petra, Thomas, Waltraud
Mit dabei waren:
Cordula, Michi, Petra, Steffi, Thomas, Waltraud

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