Deutsche Eishockey Liga: DEL-Halbfinale gegen Köln: Eisbären erwartet "große Aufgabe"
Auch gegen den souveränen Hauptrundensieger rechnen sich die Berliner Chancen aus. Dafür muss sich der Titelverteidiger nach dem knappen Erfolg gegen Straubing im Viertelfinale aber weiter steigern.
Unmittelbar nach dem Sieg der Eisbären Berlin im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Straubing Tigers dachte Cheftrainer Serge Aubin bereits an die kommende Herausforderung. "Wir wissen, dass es eine große Aufgabe für uns wird", sagte der Kanadier mit Blick auf die Halbfinalserie gegen die Kölner Haie, die am Mittwoch mit dem Auftaktspiel in der Arena am Ostbahnhof beginnt (19.00 Uhr, live bei MagentaSport).
Schließlich trifft der Titelverteidiger auf den souveränen Hauptrundensieger, der sich auch in den Playoffs bislang keine Blöße gab und seine Viertelfinalserie gegen die Schwenninger Wild Wings mit 4:0 gewinnen konnte. "Sie haben vier gute Angriffsreihen, sind in der Defensive wirklich tief besetzt, und sie haben einen großartigen Goalie", lobte Aubin.
Dass sich die Berliner im vergangenen Jahr in der Finalserie mit 4:1 gegen die Rheinländer durchsetzen konnten und dabei die letzten drei Spiele jeweils mit 7:0 gewannen, spielt für den Coach keine Rolle mehr. "Die letzte Saison war die letzte Saison. Das ist jetzt wirklich ein brandneuer Start", sagte Aubin und ergänzte: "Sie haben eine andere Mannschaft."
Tatsächlich konnten sich die Kölner maßgeblich verstärken – unter anderem mit dem bislang überragenden Torhüter Janne Juvonen, der nach der Hauptrunde zum wertvollsten Spieler der gesamten Liga gewählt wurde und auch in den laufenden Playoffs eine exzellente Fangquote von über 95 Prozent aufweist.
Der Titelverteidiger sieht "noch Luft nach oben"
Bei allem Respekt rechnet sich der Rekordmeister aber natürlich Chancen aus. "Wir wissen, dass wir jeden schlagen können, aber dafür brauchen wir Bestleistungen von jedem einzelnen Spieler", meinte Aubin. Zudem ist die Motivation nach der bislang durchwachsenen, von vielen Verletzungen geprägten Saison besonders hoch. "Jeder will unbedingt zeigen, was wir eigentlich können, und natürlich mit aller Macht den dritten Titel in Folge", erklärte Lean Bergmann. "Ich denke, das ist auch ein Faktor, der sehr viel Energie gibt."
Aber auch in der hart umkämpften Viertelfinalserie gegen Straubing musste der Titelverteidiger einige Schwächephasen überstehen, ehe er sich mit einem dramatischen 6:5 nach Verlängerung im sechsten Spiel durchsetzte. "Ich glaube schon, dass wir noch Luft nach oben haben", räumte Nationalspieler Frederik Tiffels ein.

