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Die Saison im Rückblick

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Nicht weniger als dreimal ertönte nach einem hart erkämpften Heimsieg der Blau-Weißen in der heimischen Stadthalle Jürgen Drews’ „Wieder alles im Griff, auf dem sinkenden Schiff“ – und wohl kein Satz beschreibt die Saison der Adler treffender.

Der Auftakt verlief vielversprechend: Mit einem 4:2-Auswärtssieg in Budapest startete der VSV erfolgreich, ehe drei Niederlagen gegen Ljubljana (2:7), Salzburg (1:2 n.V.) und Pustertal (0:3) folgten. In dieser frühen Phase fehlte es vor allem an Konstanz und defensiver Stabilität. Erst in den darauffolgenden Wochen gelang es der Mannschaft unter Head Coach Tray Tuomie, ihr Spiel zu festigen. Sechs Siege aus den nächsten acht Spielen führten die Adler in die Top-6.

In dieser Phase präsentierte sich Villach sowohl offensiv als auch defensiv in guter Verfassung. Die Zahl der Turnovers wurde deutlich reduziert – teilweise auf unter 20 pro Spiel – während gleichzeitig die Effizienz im Abschluss bei über 10 Prozent lag. 36 Tore in acht Spielen (4,5 im Schnitt) markieren den offensiv stärksten Abschnitt der Saison. Auch defensiv zeigte sich eine Verbesserung mit einem Gegentorschnitt von 2,62.

Die Leistungen blieben zunächst stabil. Trotz knapper Niederlagen gegen Pustertal (3:4 n.V.) und Innsbruck (1:2) folgten Siege gegen Wien (3:0), den EC-KAC (5:3) und erneut Wien (3:2). Besonders das Spiel gegen Klagenfurt stach hervor: hohe Intensität, klare Struktur sowie 24 Blocks und 48 Hits unterstrichen eine der besten Saisonleistungen.

Nach einer Niederlage gegen Ljubljana (2:3) und einem 4:1-Sieg in Fehérvár schien sich die Situation zu stabilisieren. Die 4:5-Niederlage gegen die Pioneers Vorarlberg stellte jedoch einen Wendepunkt dar: Head Coach Tray Tuomie wurde freigestellt. Übergangsweise übernahmen Marco Pewal und Herbert Hohenberger, ehe mit Pierre Allard ein neuer Trainer verpflichtet wurde.

Ein 4:1-Heimsieg gegen Bozen ließ zunächst auf eine Trendwende hoffen, doch es folgte die wohl schwierigste Phase der Saison: sieben Niederlagen in Serie. Mit nur 16 erzielten Treffern bei gleichzeitig 33 Gegentoren rutschten die Adler aus den Top-6 und fanden sich im Kampf um die Pre-Playoffs wieder.

Während sich das Defensivsystem unter Allard zunehmend stabilisierte, offenbarte sich die Offensive als zentrale Schwachstelle. Die Scoring-Efficiency sank von über 10 Prozent unter Tuomie auf 6,4 Prozent in den ersten 15 Spielen unter Allard. Erst ein 5:4-Sieg nach Verlängerung in Bozen leitete die Wende ein. Sieben Siege aus elf Spielen sicherten schließlich den Einzug in die Pre-Playoffs.

Dort präsentierte sich der VSV wieder stabil. Gegen Linz gewann man die Serie mit 2:0. Ein Overtime-Treffer von Kevin Hancock entschied Spiel eins, ehe ein klarer 5:1-Auswärtssieg den Aufstieg fixierte. Auffällig war dabei die verbesserte Zweikampfführung und reduzierte Turnover-Zahl.

In den anschließenden Playoffs gegen Graz zeigte der VSV phasenweise starke Leistungen und agierte über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Grunddurchgangssieger. Dennoch fehlte erneut die Effizienz im Abschluss. Mit einem 0:4 in der Serie endete die Saison frühzeitig.


Ein statistischer Rückblick

Die Saison der Adler war von deutlichen Schwankungen geprägt, was sich auch in den Kennzahlen widerspiegelt. Im Grunddurchgang verbuchte der VSV 21 Siege und 27 Niederlagen bei 148 erzielten und 156 kassierten Treffern (–8).

In der Postseason absolvierte der VSV sechs Spiele, gewann zwei und verlor vier. Dabei erzielte man 12 Tore (2,0 pro Spiel) und kassierte 18 Gegentreffer (3,0), was eine geringere offensive Produktivität bei ähnlicher Defensivleistung zeigt.

Offensiv war Adam Helewka der zentrale Faktor mit 27 Treffern und insgesamt 49 Punkten. Dahinter folgte Nikita Scherbak mit 45 Punkten (10 Tore, 35 Assists). John Hughes war mit 34 Punkten bester Österreicher im Team.

In der Defensive stach Dylan McPherson mit 31 Punkten hervor. Im Tor war Joe Cannata der Dauerbrenner mit 47 Einsätzen, einem Gegentorschnitt von 3,01 und einer Fangquote von 91,17 %. Backup René Swette kam auf eine Fangquote von 90,5 %.

Auch die erweiterten Statistiken zeigen Entwicklungen:

  • Hits stiegen von 31,5 unter Tuomie auf 37,8 unter Allard (Schnitt: 34,92)
  • Blocks erhöhten sich auf durchschnittlich 15,73 pro Spiel
  • Zweikampfquote verbesserte sich auf 50,62 %

Thomas Vallant war mit 54,21 % der beste Zweikämpfer im Team. Bei Hits führte Philipp Lindner, bei Blocks McPherson. Die meisten Schüsse gab Kevin Hancock ab, die höchste Effizienz wies Adam Helewka mit knapp 17 % auf.

Joel Teasdale setzte in kurzer Einsatzzeit ebenfalls Akzente: In 11 Spielen sammelte er 7 Punkte und führte das Team bei Scheibeneroberungen im Forecheck an.

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