NÄCHSTER ANLAUF +++ DER ERSTE SIEG BEI FEHÈRVÀR NACH 1.272 TAGEN SOLL HER
Graz, 30. März 2026. – Die Moser Medical Graz99ers und der „Fluch von Fehérvár“. Was es damit auf sich hat und wie herausfordernd die kleine Eisfläche der neuen MET Aréna tatsächlich ist – Teil zwei des Semifinales am morgigen Dienstag (19.15 Uhr, sporteurope.tv live) in Székesfehérvár wird Antwort darauf geben.
In der Dramatik des gestrigen Sonntags nahezu untergegangen, das nächste Kapitel im Geschichtsbuch der Graz99ers: Der 3:2-Krimi gegen Fehérvár war der erste Grazer Erfolg in einem Semifinalspiel der Eishockey-Liga. Im Frühjahr 2004 ging das Halbfinale der damaligen Mini-Liga mit nur sieben Teams gegen den KAC 0:3 verloren. 2019, ebenso gegen die Klagenfurter, 0:4.
Und um auf dem Weg in ein mögliches Finale den nächsten Schritt zu tun, gilt es für die Graz99ers auch, auf ungarischem Grund und Boden mit der noch jüngeren Historie ins Reine zu kommen. Mit Dienstag liegt der letzte Grazer Sieg in Székesfehérvár am 7. Oktober 2022 exakt 1.272 Tage, nahezu dreieinhalb Jahre, zurück. Ein 2:1 nach Overtime-Winner durch Zintis Zusevics. Und der letzte volle Erfolg nach regulärer Spielzeit, am 10. Dezember 2021 (6:2), ist gar schon 1.573 Tage, vier Jahre und vier Monate, her.
Die neue Super-Eishalle
Dazwischen ist in Székesfehérvár kein Stein auf dem anderen geblieben. Um 46 Milliarden Forint, umgerechnet knapp 117 Millionen Euro, wurde mit der MET Aréna eine der modernsten Allzweckhallen der win2day ICE Hockey League errichtet. Neues Straßennetz rund um die Anlage und eigene Autobahnabfahrt inklusive. Die Halle, mit Eishockey-Kapazität von bis zu 6.000 Besuchern, trägt den Namen des staatliche Energiekonzerns MET Hungary Energy Trading Ltd., der sich den Spaß für vorerst vier Jahre 1,4 Millionen Euro kosten lässt.
Die kleine NHL-Eisfläche
Das Knifflige für Gastmannschaften in der MET Aréna: Die Eisfläche hat mit 60,96 mal 25 Meter NHL-Maß und ist vor allem deutlich schmäler als in allen anderen Liga-Eishallen, so auch im Merkur Eisstadion mit europäischen Standardmaßen 60 mal 30 Meter. Der KAC z.B. mokierte sich zuletzt gar über ein „Mickey-Mouse-Eis“. Und obschon die Graz99ers in der Ende 2023 fertiggestellten MET Aréna noch überhaupt kein Spiel gewonnen haben, sieht es etwa Paul Huber wenig dramatisch: „Es ist jetzt nicht so schlimm. Auch Klagenfurt hat ein kleines Eis. Es geht alles noch schneller, die Leute sind noch näher am Mann. Ich habe aber keine Sorge, dass wir uns nicht gut darauf einstellen werden.“
Stichwort Einstellen. Bereits heute Vormittag sind die Grazer in den Bus gestiegen, ihr Training wird dann schon in Ungarn absolviert. Auch Head Coach Dan Lacroix sagt: „Alles passiert schneller. Aber wir sind ein schnelles Team. Wir können Dinge schneller und damit zu unserem Nutzen machen. Zugleich besteht allerdings die Gefahr, dass du auf dem kleineren Eis schneller Fehler machst…“
Unsere Statements
Daniel Lacroix, Head Coach Graz99ers: „Im ersten Spiel ist alles so gekommen, wie ich es erwartet habe. Ein knappes Spiel. Ein physisch starker Gegner, ein sehr physisches Spiel. Allerdings war unser zweites Drittel richtig schlecht. Aber wir haben das gemanagt, wir sind nicht eingebrochen, das ist ein sehr gutes Zeichen. Auf geht’s in Spiel Nummer zwei! Ich erwarte mir das Gleiche, wenn nicht noch mehr. Beide Teams werden noch weiter zulegen. Für uns geht es darum, Wege zu finden, auch in Ungarn zu gewinnen.“
Playoffs 2025|26, win2day ICE Hockey League, Semifinale, Spiel 2: Hydro Fehérvár AV19 vs. Moser Medical Graz99ers (Dienstag, 31.3. | 19.15 Uhr | MET Aréna Székesfehérvár). – Serie: 1:0 Graz99ers
Mit zwei Siegen – Graz99ers gegen VSV bereits um vier „Match-Pucks“
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