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Starker VSV bleibt im ersten Viertelfinale in Graz ohne Ertrag!

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Zum Auftakt der Viertelfinalserie in der win2day ICE Hockey League zwischen dem EC iDM Wärmepumpen VSV und den Moser Medical Graz 99ers entwickelte sich im Grazer „Bunker“ eine intensive und hochklassige Playoff-Partie, in der die Villacher den Grunddurchgangssieger über weite Strecken vor große Probleme stellten. Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung, nachdem Currie ein Ganahl-Zuspiel mustergültig verwertete.

1. Drittel

Graz kam mit viel Druck aus der Kabine und setzte früh die Latte hoch. Die offensiven Bestrebungen der Steirer waren massiv, Villach hielt jedoch mit viel Physis und einer intelligenten Besetzung der eigenen Zone dagegen. Ein erster gefährlicher Abschluss aus dem hohen Slot wurde von Joe Cannata bereits in der ersten Spielminute problemlos pariert.

Villach wurde in Minute drei erstmals gefährlich: Einen Grazer Stellungsfehler nutzten die Adler zu einem 3-auf-1-Konter. Der Abschluss von MacPherson aus bereits sehr spitzem Winkel wurde jedoch von Lagacé mit der Fanghand entschärft. Zwar verfügten die Grazer über deutlich mehr Scheibenbesitz, die großen Chancen blieben jedoch aus, auch weil Villach körperlich robust agierte, die Rundungen dominierte und die Hausherren zumeist nach außen drängte.

Graz versuchte es aus allen Lagen, zweimal packte Cannata sicher mit dem Fanghandschuh gegen Fernschüsse aus den äußeren Zonen der blauen Linie zu (6.). Villach blieb hingegen vor allem im Konter brandgefährlich, überbrückte die neutrale Zone schnell und suchte meist den direkten Weg zum Tor. So kam Scherbak nach Querpass in Minute acht zu einem Abschluss aus spitzem Winkel, Lagacé rettete in höchster Not mit der Schulter, denn die Scheibe wäre exakt im Kreuzeck eingeschlagen.

Die größte Grazer Möglichkeit ergab sich in Minute elf nach einer glücklichen Situation, als die Scheibe gleich dreimal günstig für die Hausherren sprang und plötzlich ein Grazer alleine vor Cannata auftauchte. Doch der Villacher Schlussmann blieb Sieger. Auf der Gegenseite kam auch Villach gefährlich vors Tor: Budgell schloss einen Konter aus dem Slot ab, der Puck strich nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Lichterloh brannte es wenig später in der Villacher Zone, als Vela im Slot sträflich allein gelassen wurde und perfekt per Querpass bedient wurde, aber am überragend reagierenden Cannata scheiterte, der sensationell den Schoner ausfuhr (14.). In der Folge übernahmen jedoch die Kärntner zunehmend die Kontrolle. Nach einem Icing der Grazer kam Villach zu einer großen Möglichkeit: Nach einem Blueliner lag die Scheibe frei im Slot, doch Hughes brachte sie mit der Rückhand nicht über den Schoner von Lagacé, das halbe Tor stand offen.

Die Adler blieben am Drücker. Teasdale düpierte zwei Grazer Verteidiger und brachte die Scheibe aufs Tor, doch auch den Nachschuss von van Nes vereitelte Lagacé mit großem Einsatz. Kurz darauf gewährte Villach den Hausherren allerdings einen 2-auf-1-Konter über Ganahl und Collins, doch erneut blieb Cannata Herr der Lage und parierte in exzellenter Manier.

2:40 Minuten vor Drittelende durften die Adler erstmals in Überzahl agieren. Holzer musste wegen übertriebener Härte in die Kühlbox, nachdem er Thomas Vallant ohne ersichtlichen Grund über das Eis gejagt und an der Bande gestellt hatte. Das Powerplay der Villacher verlief weitgehend kontrolliert: Ein gefährlicher Blueliner von MacPherson sowie eine Rebound-Gelegenheit sorgten für Gefahr. Tore fielen jedoch keine, mit 0:0 ging es in die erste Pause.

2. Drittel

Villach startete mit viel Energie aus der Kabine und wurde prompt belohnt. Adam Helewka fasste sich in der 21. Minute aus dem hohen Slot ein Herz und jagte den Puck perfekt ins Kreuzeck. Lagacé war erneut weit aus seinem Kasten herausgerückt und konnte den präzisen Abschluss mit seinem Blocker nicht mehr erreichen.

Der VSV knüpfte an den mutigen Auftritt zum Ende des ersten Drittels an und spielte weiterhin druckvoll in der Offensive. In Minute 23 kam Lindner von der blauen Linie frei zum Schuss, Lagacé ließ prallen, doch der Rebound wurde vor Rebernig von einem Grazer Verteidiger geklärt. Kurz darauf folgte eine sehenswerte Kombination der Adler: Nach schnellem Zusammenspiel scheiterte Wall direkt vor Lagacé am Schoner des Goalies (24.).

Graz wirkte sichtlich nervös, offensiv fanden die Hausherren kaum Lösungen, während sie defensiv beinahe wie in Ehrfurcht erstarrt schienen. Villach war nun klar die bessere Mannschaft. In Minute 26 hämmerte schließlich Thomas Vallant vom rechten Bullykreis auf das Tor, Lagacé parierte in höchster Not.

Kurz darauf erhielten die Grazer ein Powerplay: Helewka musste wegen Behinderung auf die Strafbank (28.). Villach verteidigte die Unterzahl jedoch äußerst aggressiv. Lange dauerte sie ohnehin nicht, denn Wallenta wurde in der offensiven Zone per Beinstellen zu Fall gebracht – fortan ging es mit vier gegen vier weiter.

Im Mittelpunkt stand weiterhin Cannata, der die Grazer Angriffsbemühungen nahezu im Alleingang zunichtemachte. Die Partie flachte danach etwas ab. Graz versuchte zwar, das Spiel wieder an sich zu reißen, biss sich jedoch am zweikampfstarken VSV die Zähne aus.

4:18 Minuten vor Drittelende erhielten die Kärntner erneut ein Powerplay, nachdem Currie Vallant behindert hatte. Der VSV fand rasch in seine Formation, musste jedoch ebenfalls eine Strafe hinnehmen: Helewka brachte einen Grazer zu Fall, sodass wieder vier gegen vier gespielt wurde.

In dieser Phase gelang Graz schließlich der Ausgleich. Collins tankte sich im Konter durch und schloss aus dem Slot mit der Rückhand ab, der Puck schlug unter die Latte zum 1:1 ein (37.). Villach ließ sich vom Gegentreffer jedoch nicht beirren und setzte sein strukturiertes Spiel fort. Auch eine kurze Überzahl der Hausherren überstanden die Adler ohne Schaden. Somit ging es mit einem 1:1 in die zweite Pause.

3. Drittel

Das Schlussdrittel begann mit einer Offensivsequenz der Villacher. Ein gefährlicher Abschluss von MacPherson aus dem rechten Halbraum zwang Lagacé bereits in Minute 41 zu einer Parade. Der Druck der Adler hielt an, insbesondere die Linie um Teasdale, van Nes und Budgell sorgte immer wieder für Gefahr.

In Minute 43 hätte Maxa beinahe ein Breakaway gehabt, wurde jedoch mehrere Sekunden gehalten – die Folge war ein weiteres Villacher Powerplay. Blau-Weiß setzte sich gefällig in der Zone fest, Helewka zog sogar einen prächtigen One-Timer vom rechten Bullykreis ab, den Lagacé trotz Screens von Hutchison entschärfte.

Graz meldete sich in Minute 46 mit einer gefährlichen Aktion zurück: Nach einem Querpass vor dem Tor reagierte Cannata in der Seitwärtsbewegung glänzend. Kurz darauf parierte er auch einen Haudum-Schlenzer aus dem rechten Halbraum. Der Villacher Schlussmann rückte zunehmend in den Fokus, immer wieder prasselten Schüsse der Hausherren auf ihn ein.

Die Partie wurde nun deutlich physischer. Budgell, Lindner und Vallant setzten mehrere Duftmarken und ließen die Hausherren die berüchtigte Villacher Härte spüren. Spielerisch gewann Graz dennoch wieder etwas Oberwasser und kam zweimal im Konter gefährlich aus dem Slot zum Abschluss, Cannata parierte jedoch jeweils zur Seite.

Villach hielt dagegen und setzte sich in der Schlussphase noch einmal in der Grazer Zone fest: Schlenzer von MacPherson segelten gefährlich vors Tor, anschließend wurde auch ein Blueliner von Wall vor Lagacé abgefälscht und verfehlte knapp das Ziel (56.).

Kurz vor der Schlusssirene wurde es noch einmal brenzlig: Ein Pass von hinter dem Tor in den Slot führte zu einer Großchance. Cannata parierte den ersten Abschluss, Wallenta blockte anschließend den Rebound. So ging es nach 60 Minuten mit einem 1:1 in die Verlängerung.

Overtime

In der Verlängerung agierten beide Teams mit offenem Visier, große Chancen blieben jedoch zunächst Mangelware. Villach kam dem entscheidenden Treffer allerdings näher: Ein abgefälschter Abschluss von MacPherson aus dem linken Bullykreis brachte Lagacé gehörig in Bedrängnis.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Graz in der 75. Spielminute. Strong verschätzte sich in der neutralen Zone, die Hausherren starteten einen 2-auf-1-Konter und nutzten diese Gelegenheit zum entscheidenden Treffer. Ganahl legte vor Cannata mustergültig auf Currie quer, der die Scheibe ins halbleere Tor beförderte und die Grazer ins Glück schoss.

Damit sicherten sich die Steirer nach einem intensiven und hochklassigen Playoff-Auftakt den ersten Sieg in der Viertelfinalserie, während der VSV trotz einer über weite Strecken starken Leistung ohne den verdienten Lohn blieb.

Moser Medical Graz99ers – EC iDM Wärmepumpen VSV 2:1 n.V
(0:0 | 1:1 | 0:0 | 1:0)

Torschützen VSV: Helewka
Torschützen G99: Collins, Currie (GWG)

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