Eishockey
News melden
Nachrichten

Die Adler gastieren in der Mozartstadt!

Der EC iDM Wärmepumpen VSV reist am Freitagabend (Eisarena Salzburg, Beginn: 19:15, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) als Tabellenachter in die Mozartstadt, wo der drittplatzierte, vierfache Serienmeister EC Red Bull Salzburg auf ihn wartet. Nach wechselhaften Auftritten zwischen Siegen und Niederlagen setzen die Adler auf mehr Konstanz in ihrem Spiel, um auch in Salzburg bestehen zu können und wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoffs zu sammeln.

Die Ausgangssituation:

Der EC iDM Wärmepumpen VSV trifft am morgigen Freitagabend auswärts in Salzburg auf den Tabellendritten, den EC Red Bull Salzburg. Die Villacher, aktuell auf Rang acht, befinden sich weiterhin mitten im direkten Kampf um die Pre-Playoff-Plätze, haben sich zuletzt jedoch einen respektablen Polster erarbeitet: Acht Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz elf, den derzeit FTC Telekom Budapest innehat – und das bei nur noch vier ausstehenden Spielen.

Der VSV rangiert, wie erwähnt, auf Tabellenplatz acht und hat 44 Saisonspiele absolviert. 19 davon konnten erfolgreich gestaltet werden, 25 endeten mit Niederlagen. Die Torbilanz von 141 erzielten Treffern bei 149 Gegentoren fällt leicht negativ aus, das ergibt ein Saldo von minus acht. Mit 58 Punkten stehen die Adler solide – wenngleich im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächer – da, im Schnitt nahmen sie 1,31 Punkte pro Partie mit.

Der morgige Gegner aus der Mozartstadt präsentiert sich deutlich stabiler. Auch Salzburg hat 44 Saisonspiele bestritten, dabei 29 Siege gefeiert und lediglich 15 Niederlagen hinnehmen müssen. 148 erzielte Treffer stehen nur 96 Gegentoren gegenüber, damit stellen die Salzburger hinter den Moser Medical Graz 99ers die zweitbeste Defensive der Liga. Das Torverhältnis von plus 52 ist ebenfalls das zweitbeste der Liga und mit 84 Punkten hat man sich die drittmeisten Zähler erarbeitet, kommt dabei auf einen Schnitt von 1,91 Punkten pro Spiel.

Auch die Formkurve der Mozartstädter zeigt klar nach oben. Aus den letzten zehn Spielen gingen sie siebenmal als Sieger hervor, Niederlagen setzte es lediglich gegen Budapest, Pustatal und Laibach. Der VSV reist hingegen mit einer gemischten Bilanz zum Gastspiel nach Salzburg: Drei Siege aus den letzten fünf Partien stehen zu Buche, auch der Blick auf die letzten zehn Spiele fällt leicht positiv aus – sechs Siege bei vier Niederlagen.

Hochinteressant gestaltet sich zudem der direkte Vergleich. Fünf der letzten zehn Duelle gingen an Salzburg, fünfmal behielten die Adler die Oberhand. Unter den aktuellen Top-3-Teams der Liga – Graz, Klagenfurt und Salzburg – gelten die Salzburger sogar als jenes Spitzenteam, gegen das sich Villach traditionell am leichtesten tut. Auch die jüngsten Auftritte im Volksgarten Salzburg machen Mut: Zwei der letzten drei Gastspiele konnte der VSV für sich entscheiden. Zudem endeten die vergangenen drei Duelle in Salzburg allesamt mit nur einem Treffer Unterschied – zweimal siegten die Villacher mit 3:2, einmal setzten sich die Hausherren knapp mit 2:1 durch.

Der Gegner:

Der EC Red Bull Salzburg ist das dominierende Team der letzten zwei Jahrzehnte in der Liga. Als zwölffacher österreichischer Meister und zehnfacher Titelträger in der ICE Hockey League (vormals EBEL) holten die Bullen auch in der vergangenen Saison erneut den Meistertitel. Nach Platz zwei im Grunddurchgang fegte Salzburg im Finale den EC-KAC mit einem Sweep (4:0) vom Eis und krönte sich souverän zum Champion. Besonders bemerkenswert: Die Salzburger beendeten die vergangenen vier Saisonen allesamt als Meister – ein Kunststück, das in der Geschichte der EBEL beziehungsweise der ICEHL zuvor keiner Mannschaft gelungen ist.

Zur neuen Saison übernahm mit Manny Viveiros ein prominenter Name das Traineramt. Der Austro-Kanadier kennt die Liga und auch den VSV bestens: Zwischen 1991 und 1995 stand er selbst für die „Adler“ am Eis, später arbeitete er acht Jahre beim EC-KAC als Trainer und Sportdirektor. International sammelte Viveiros zuletzt Erfahrung in Nordamerika, unter anderem als Head Coach in der AHL bei den Henderson Silver Knights sowie in der WHL bei den Vancouver Giants.

Besonders viel Aufmerksamkeit erregte zudem die Verpflichtung von Michael Raffl. Der in Villach geborene und ausgebildete Stürmer kehrte nach seiner Zeit beim HC Lausanne in die ICEHL zurück. Mit 629 NHL-Einsätzen für die Philadelphia Flyers, Washington Capitals und Dallas Stars zählt Raffl zu den prominentesten Neuzugängen der gesamten Liga. Der ehemalige österreichische Nationalspieler bringt enorme Routine, Führungsqualität und Stabilität in die Mannschaft der Salzburger.

Darüber hinaus verfügen die Mozartstädter über mehrere Spieler mit blau-weißer Vergangenheit: David Kickert (Saison 2017/18), Florian Lanzinger und Lucas Thaler aus dem VSV-Nachwuchs sowie Thomas Raffl, der bis 2009 das Villacher Trikot trug.

Besonderes Augenmerk verdient Neuzugang Travis St. Denis: Der 32-jährige Kanadier bringt die Erfahrung aus 294 AHL-Partien mit, in denen er im Schnitt 0,50 Punkte pro Spiel verbuchte. In den vergangenen vier Jahren überzeugte er zudem in der DEL für die Straubing Tigers und den ERC Ingolstadt – mit starker Offensivproduktion (0,7 Punkte pro Spiel) und einer körperbetonten Spielweise, die sich auch in 236 Strafminuten widerspiegelte.

Opponents and Stats to Watch:

Die statistischen Werte des EC Red Bull Salzburg zeichnen ein vielschichtiges Bild und unterstreichen die Stärken und Schwächen des Tabellendritten. In den Special Teams zeigen sich die Mozartstädter noch ausbaufähig: Im Powerplay belegen sie lediglich den elften Rang, erzielten aus 135 Gelegenheiten gerade einmal 22 Treffer, was einer mäßigen Erfolgsquote von 16,3 Prozent entspricht.

Auch im Penalty-Killing vermag Salzburg nicht vollständig zu überzeugen: Mit 151 Unterzahl-Situationen – übrigens die meisten der Liga – mussten die Red Bulls 31 Gegentore hinnehmen, was einer Erfolgsquote von 79,24 Prozent entspricht.

Insgesamt gewinnen die Red Bulls 52,49 Prozent ihrer Anspiele, ein Wert, der insbesondere durch die herausragenden Leistungen von Michael Raffl geprägt wird, der beeindruckende 70,4 Prozent seiner Faceoffs für sich entscheiden konnte. Auch Lukas Thaler überzeugt mit einer Quote von 54,8 Prozent, deutlich über dem Liga-Durchschnitt.

Diese Dominanz bei den Faceoffs spiegelt sich unmittelbar im Scheibenbesitz wider: Im Schnitt verfügen die Red Bulls bei numerischer Gleichheit über zwei Minuten und zehn Sekunden mehr Puckkontrolle als ihr jeweiliger Gegner, was sich direkt in ihrer Spielgestaltung und Offensivproduktion niederschlägt. So erzielen die Mozartstädter pro Partie durchschnittlich 0,58 erwartete Tore mehr als ihre Kontrahenten.

Auch die Passqualität ist überdurchschnittlich hoch: Mit 87,32 Prozent gespielten Pässen gehören sie hier zu den Top-3-Teams der Liga.

Bei den Scorern führt erwartungsgemäß Michael Raffl das Feld an. In 41 Spielen steuerte der gebürtige Villacher 17 Tore und 26 Assists bei, was 43 Punkte und eine Plus-Minus-Bilanz von +19 ergibt. Mit 61 Strafminuten unterstreicht er zudem seine physische Präsenz auf dem Eis. Sein nächster Verfolger ist Travis St. Denis, der in 44 Partien auf 17 Treffer und 22 Assists kommt – insgesamt also 39 Punkte.

Bei den Verteidigern sticht Dennis Robertson heraus, der in 40 Spielen 5 Tore und 23 Assists erzielte und damit auf 28 Punkte kommt.

Auch im Tor präsentieren sich die Salzburger äußerst stabil. Der nominelle Backup David Kickert zeigte in 18 Einsätzen eine exzellente Leistung: Nur 25 Gegentore bedeuten einen Gegentorschnitt von 1,38 bei einer Fangquote von 94,41 Prozent – bei weitem die beste der gesamten Liga. Stammtorhüter Atte Tolvanen absolvierte 26 Einsätze, kassierte 64 Gegentore und kommt auf einen Gegentorschnitt von 2,45 sowie eine Fangquote von 91,1 Prozent. Zusammen haben beide Keeper die Salzburger Mannschaft um beeindruckende 11,21 Tore besser agieren lassen, als statistisch erwartet.

Blau-Weiße Stats & Facts:

Auch beim EC iDM Wärmepumpen VSV zeigt sich ein kontrastreiches Bild, insbesondere bei den Special Teams. Während das Powerplay der Adler als äußerst profitabel gilt, hinkt das Penalty-Killing den eigenen Ansprüchen hinterher. Mit 33 Treffern aus 131 Überzahlsituationen rangiert der VSV auf Tabellenplatz drei und weist eine bemerkenswerte Erfolgsquote von 25,92 Prozent auf.

Die Unterzahl hingegen verläuft deutlich schwächer: 31 Gegentreffer in 135 Unterzahlsituationen bedeuten eine Erfolgsquote von 77,04 Prozent, was ligaweit nur für den elften Platz reicht und noch Raum für Stabilisierung lässt.

Die Offensivlast tragen bei den Adlern vor allem Adam Helewka und Nikita Scherbak. Helewka führt die interne Scorerliste mit 23 Toren und 20 Assists in 42 Spielen an – insgesamt 43 Punkte bei einer ausgeglichenen Plus-Minus-Bilanz von 0. Nur einen Punkt hinter ihm liegt Scherbak: In 39 Spielen gelangen ihm 10 Tore und 32 Assists bei einer Plus-Minus-Wertung von +6.

Punktbester Verteidiger ist nach wie vor der aktuell verletzte Dylan McPherson, der in 42 Partien 5 Tore und 24 Assists erzielte und damit auf 29 Punkte kommt.

Auch die Scoring-Efficiency der Villacher hat sich zuletzt stabilisiert. Lag sie zwischenzeitlich bei 8,2 Prozent, konnte sie im Saisonverlauf auf nun 9,36 Prozent gesteigert werden – ein Plus von knapp einem Prozent, das angesichts der knappen Spielausgänge einen spürbaren Unterschied machen kann.

Torhüter-technisch präsentiert sich der VSV mit Joe Cannata in Topform. In 38 Einsätzen musste er insgesamt 108 Gegentreffer hinnehmen, was einem Gegentorschnitt von 3,14 und einer Fangquote von 90,85 Prozent entspricht. Cannatas Konstanz in den letzten Spielen ist ein zentraler Faktor für die Stabilität der Adler, insbesondere in engen Partien – in den vergangenen fünf Einsätzen parierte er im Schnitt 0,71 Tore mehr als statistisch erwartet.

Freitag, 20. Februar 2026 | 19:15
EC Red Bull Salzburg – EC iDM Wärmepumpen VSV
Eisarena Salzburg (Salzburg, Österreich)

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Eislaufabteilung Schongau
EHC Freiburg
EC Rekord-Fenster VSV
Eislaufabteilung Schongau

Andere Sportarten

Sponsored