Olympia 2026: Die Gehälter der deutschen Eishockey-Stars
0
5
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft tritt bei diesen Olympischen Spielen in der stärksten Besetzung ihrer Geschichte an. Darunter sind gleich mehrere Topverdiener aus der NHL – der Superstar der Mannschaft aber stellt alles in den Schatten. Die Gehälter im Überblick. Nur noch ein Sieg, dann geht tatsächlich schon um die Olympia-Medaillen: Die deutschen Eishockey-Nationalspieler sind sich ihrer großen Chance bewusst und wollen entschlossen zupacken. "Das Halbfinale ist zum Greifen", sagte Verteidiger Moritz Seider nach dem 5:1 gegen Frankreich und erklärte mit Blick auf das Viertelfinale gegen die Slowakei am Mittag ( seit 12.10 Uhr im Liveticker bei t-online ): "Man hätte sich keinen besseren Gegner wünschen können. Jetzt liegt es an uns." Kapitän Leon Draisaitl appellierte: "Wir müssen die Möglichkeit realisieren, die hier vor uns liegt." Es ist die große Chance für das in seiner hochkarätigen Besetzung "beste DEB-Team der Geschichte". Denn die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis hat nicht nur einen echten Weltstar in ihren Reihen, sondern auch zahlreiche weitere Spieler, die in der Top-Liga NHL (National Hockey League) in den USA und Kanada aktiv sind. Doch wie viel verdienen Deutschlands beste Eishockeyspiele eigentlich? t-online gibt einen Überblick. Leon Draisaitl (Edmonton Oilers): Der 30-Jährige überragt nicht nur seine Teamkollegen im DEB-Team: 14 Millionen US-Dollar pro Saison verdient der Center beim traditionsreichen Team in Kanada – und ist damit der bestbezahlte Spieler der gesamten NHL. Seit 2015 schon spielt der Kölner für die Oilers, stellte dort zahlreiche Bestmarken auf: 2019/20 war er Topscorer der NHL, wurde anschließend zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt – die höchste individuelle Auszeichnung der Liga. 2025 war er als erster Deutscher bester Torschütze der NHL. Erst 2024 unterschrieb Draisaitl einen ab 2025 gültigen neuen Kontrakt über 112 Millionen Dollar für acht Jahre. Moritz Seider (Detroit Red Wings): 2019 war der heute 25-Jährige der erste in Deutschland geborene und ausgebildete Verteidiger, der im Draft von einem NHL-Team ausgewählt wurde. Nach Stationen bei den Grand Rapids Griffins, einem Farmteam der Red Wings, bei dem Spieler Erfahrungen sammeln können, und in Schweden bei Rögle BK debütierte der Verteidiger 2021 auch im Detroit-Jersey. Mittlerweile ist er eine feste Größe: 8,5 Millionen US-Dollar verdient Seider pro Saison bei den Red Wings, unterzeichnete erst 2024 einen neuen Siebenjahresvertrag, der ihm bis 2031 knapp 60 Millionen US-Dollar einbringt. Tim Stützle (Ottawa Senators): Mit vier Toren und zwei Vorlagen ist der 23-Jährige bisher bester Scorer des deutschen Teams bei diesen Olympischen Spielen. Auch in der NHL ist der Stürmer regelmäßig erfolgreich, spielt seit 2020 in Kanada für die Ottawa Senators. Dort verdient er pro Saison 8,35 Millionen US-Dollar im Rahmen eines Achtjahresvertrags über 66,8 Millionen US-Dollar, den er erst 2023 unterschrieben hat. JJ Peterka (Utah Mammoth): Der gebürtige Münchner wurde wie sein DEB-Teamkollege Stützle 2020 beim Draft ausgewählt, spielte aber noch ein Jahr weiter beim EHC Red Bull München. Seine ersten vier Spielzeiten in der NHL trug er das Trikot der Buffalo Sabres, wechselte im vergangenen Jahr aber im Rahmen eines Tauschgeschäfts zu den Utah Mammoth. Dort verdient John-Jason Peterka nun 7,7 Millionen US-Dollar pro Saison. Sein Kontrakt läuft bis 2030 und garantiert ihm insgesamt 38,5 Millionen US-Dollar. Philipp Grubauer (Seattle Kraken): Schon mit 16 Jahren debütierte der Goalie 2007 für die Starbulls Rosenheim in der 3. Liga in Deutschland, wagte bereits ein Jahr später den Schritt nach Kanada zum Juniorenteam Belleville Bulls. Durch starke Leistungen wurden die Washington Capitals auf Grubauer aufmerksam und wählten ihn beim Draft 2010 aus. Es folgte eine Odyssee durch gleich vier Farmteams, ehe er 2013 für die Capitals seinen NHL-Einstand feiern konnte. 2018 schrieb Grubauer Geschichte: Als erst vierter Deutscher nach Uwe Krupp, Dennis Seidenberg und Tom Kühnhackl wurde der Torwart Stanley-Cup-Sieger, feierte mit den Colorado Avalanche die Meisterschaft. Seit 2021 spielt er für Seattle, verdient dort 5,9 Millionen US-Dollar jährlich . Nico Sturm (Minnesota Wild): Wie Grubauer ging auch der Center in jungen Jahren den Weg nach Nordamerika, wechselte 2014 mit erst 18 Jahren in die Nachwuchsspielklasse North American Hockey League (NAHL) zu den Corpus Christi Ice Rays. Nach weiteren Stationen in höheren Ligen schaffte es Sturm 2019 als vertragsloser Spieler zu den Minnesota Wild in die NHL – und konnte sich in der Folge in der Spielklasse etablieren. Über die Colorado Avalanche (2022), die San José Sharks (2022-25) und die Florida Panthers (2025) landete der Augsburger diese Saison wieder in Minnesota. Dort verdient er aktuell 2 Millionen US-Dollar pro Saison . Lukas Reichel (Abbotsfield Canucks): Der 23-Jährige wurde noch in Diensten der Eisbären Berlin 2020 von den Chicago Blackhawks im Draft ausgewählt und ab 2021 erst im Farmteam Rockford Ice Hogs eingesetzt. 2025 gaben ihn die Blackhawks an die Vancouver Canucks ab, die ihn aktuell wiederum beim gleichnamigen Farmteam Abbotsfield einsetzen. Vancouver zahlt ihm in seinem letzten Vertragsjahr 1,2 Millionen US-Dollar . Josh Samanski (Edmonton Oilers): Seit 2025 ist der Center Teamkollege von Leon Draisaitl bei den Kanadiern, wurde jedoch anfangs nur beim Farmteam Bakersfield Condors eingesetzt. Erst vor wenigen Wochen im Januar kam der 23-Jährige zu seinem NHL-Debüt. Bei den Oilers garantiert ihm ein Zweijahresvertrag 975.000 US-Dollar pro Saison. Wojciech Stachowiak (Syracuse Crunch): Nach dieser Saison läuft der Vertrag des 26-Jährigen bei den Tampa Bay Lightning aus. Für das Team aus Florida ist er derweil noch nicht zum Einsatz gekommen, spielt stattdessen für das Farmteam aus New York. Der Angreifer verdient 775.000 US-Dollar.

