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VSV vor Härtetest: Auswärtsdoppel in Ungarn steht an!

Der EC iDM Wärmepumpen VSV steht vor einem intensiven und zugleich richtungsweisenden Auswärtsdoppel in der win2day ICE Hockey League. Am kommenden Samstag (Tüskecsarnok, Beginn: 18:30 Uhr, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) treffen die Adler zunächst auf den FTC Telekom Budapest, ehe es nur einen Tag später ebenfalls auswärts gegen Hydro Fehérvár AV19 (MET Aréna, Beginn: 16:00 Uhr, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) weitergeht. In der entscheidenden Phase des Grunddurchgangs zählen für die Villacher im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze vor allem Punkte.

Die Ausgangssituation:

Der FTC Telekom Budapest rangiert aktuell außerhalb der Pre-Playoff-Plätze auf Tabellenrang elf. Nach 42 absolvierten Spielen stehen für die Ungarn 15 Siege und 27 Niederlagen zu Buche. Mit 111 erzielten Toren und 151 Gegentreffern weist Budapest ein Torverhältnis von minus 40 auf. Insgesamt konnten 50 Punkte gesammelt werden, was einem Punkteschnitt von 1,19 entspricht. Von 126 möglichen Zählern holten die Magyaren 39,68 Prozent. Der EC iDM Wärmepumpen VSV liegt hingegen derzeit auf einem Pre-Playoff-Platz und rangiert auf Tabellenrang acht, direkt vor den punktgleichen Steinbach Black Wings Linz, aufgrund des gewonnenen direkten Duells. Die Adler absolvierten ebenfalls 42 Spiele, feierten dabei 18 Siege und mussten 24 Niederlagen hinnehmen. Die Torbilanz ist mit 133 erzielten Treffern bei 142 Gegentoren leicht negativ (minus 9). Insgesamt sammelte der VSV 55 Punkte, was einem Punkteschnitt von 1,31 entspricht. Ein Blick auf die Formkurve zeigt Vorteile für die Villacher: Aus den letzten fünf Spielen holte der VSV drei Siege (gegen Linz, Wien und Laibach) bei zwei Niederlagen (gegen Pustertal und die Pioneers Vorarlberg). Budapest hingegen konnte in den vergangenen fünf Partien nur einen Sieg verbuchen, ausgerechnet gegen Red Bull Salzburg. Allerdings trafen die Ungarn in diesem Zeitraum ausschließlich auf Top-6-Teams (Bozen, Pustertal, Salzburg, Laibach und den EC KAC). Die direkte Bilanz spricht leicht für die Adler: In der Klubhistorie gab es bislang drei Duelle mit FTC Telekom Budapest, zwei davon gewann der VSV. Das bislang letzte Aufeinandertreffen im Dezember in der Villacher Stadthalle ging allerdings an die Magyaren.

Bereits am Sonntag wartet mit Hydro Fehérvár AV19 die nächste schwierige Auswärtsaufgabe. Die Ungarn rangieren mit 54 Punkten aus 42 Spielen auf Tabellenplatz zehn und liegen damit knapp hinter den Pre-Playoff-Rängen. Der Punkteschnitt von 1,28 ist nur geringfügig niedriger als jener der Adler. Fehérvár feierte bislang 17 Siege bei 25 Niederlagen. Das Torverhältnis von minus 37 manifestiert sich als das deutlich schwächste unter den Teams im erweiterten Playoff-Rennen. Mit lediglich 96 erzielten Treffern stellt Fehérvár zudem die aktuell schwächste Offensive der Liga, gleichzeitig zählt die Defensive mit 133 Gegentreffern zu den anfälligeren der Liga. Auch die jüngste Form spricht nicht für die Ungarn: Aus den letzten fünf Spielen konnte kein Sieg eingefahren werden, insgesamt wartet Fehérvár seit sieben Partien auf einen Erfolg und steht damit spürbar unter Zugzwang. Die Bilanz im direkten Duell mit dem VSV ist hingegen ausgeglichen. Aus den letzten zehn Aufeinandertreffen gingen jeweils fünf Siege an die Adler und fünf an Fehérvár. Betrachtet man jedoch nur die jüngsten fünf Duelle, spricht vieles für Villach: Viermal verließen die Adler das Eis als Sieger, nur einmal die Ungarn. Dieser Erfolg gelang Fehérvár beim ersten Saisonduell am 5. Oktober 2025 in der Villacher Stadthalle mit einem 4:2-Auswärtssieg. Für den EC iDM Wärmepumpen VSV bietet das Auswärtsdoppel damit die Chance, wichtige Punkte im engen Rennen um die Pre-Playoff-Plätze zu sammeln, gleichzeitig warten mit zwei unangenehmen Gegnern, die selbst unter Druck stehen, jedoch anspruchsvolle Aufgaben.

Der Gegner

Hydro Fehérvár AV19 präsentiert sich als eines der routiniertesten Teams der Liga. Mit einem Durchschnittsalter von 28,26 Jahren stellen die Ungarn nach dem HC Bozen das zweitälteste Aufgebot der ICEHL. Nach der Beurlaubung von David Kiss vertraut der Klub nun auf Ted Dent, der jahrelang als Head Coach in der AHL tätig war und zuletzt die Augsburger Panther in der DEL betreute. Im Tor setzen die Ungarn auf das Duo Dominik Horváth und Rasmus Reijola, die Defensive blieb weitgehend unverändert und wurde lediglich durch den vom HC Pustertal gekommenen Norweger Ole Einar Engeland ergänzt. In der Offensive wurde hingegen kräftig nachgerüstet: Darren Archibald, der bereits 2020/21 in Wien auf sich aufmerksam machte, Faceoff-Spezialist Drake Rymsha aus Düsseldorf sowie Justin Richards sorgen für zusätzliche Tiefe und Qualität im Angriff. Zwar bestehen keine direkten personellen Verbindungen zum EC iDM Wärmepumpen VSV, doch der Erfahrungsschatz im Fehérvár-Kader ist beachtlich: Gemeinsam bringen die Spieler 59 NHL-Einsätze, 164 Spiele in der höchsten schwedischen Liga sowie mehr als 1.000 Partien in der AHL mit. Zusätzliche Offensivpower sicherten sich die Ungarn zuletzt mit der Verpflichtung von Max Gerlach, der in der win2day ICE Hockey League kein Unbekannter ist und zuvor bereits für den HC Pustertal sowie den HC TIWAG Innsbruck auflief.

Auch der FTC Telekom Budapest hat seinen Kader für seine Premierensaison 2025/26 in der win2day ICE Hockey League gezielt mit Erfahrung verstärkt. Im Tor setzen die Magyaren auf Bence Bálizs, der bereits 64 Einsätze in der ehemaligen EBEL sowie 25 Partien in der ICEHL absolviert hat und seit Jahren als verlässliche Konstante im ungarischen Nationalteam gilt. In der Defensive sollen Neuzugänge wie Bengtsson, Lindgren, Ytterell und Tyni für mehr Stabilität sorgen, allen voran Rasmus Bengtsson, der mit 164 SHL-Spielen einen großen Erfahrungsschatz aus der höchsten schwedischen Spielklasse mitbringt und dort als defensivstarker Verteidiger mit soliden Offensivakzenten überzeugte. Auch offensiv wurde gezielt nachgerüstet: Mit Tyler Coulter verpflichtete Budapest einen ligaerfahrenen Angreifer, während Brady Shaw – ehemaliger ICEHL-MVP – als ausgewiesener Torgarant zusätzliche Durchschlagskraft bringen soll. Während der laufenden Saison kam es zudem zu personellen Anpassungen: Maxim Trépanier verließ den Klub, im Gegenzug verstärkten sich die Ungarn mit den Stürmern Gordie Green und Joose Antonen sowie den Verteidigern Marek Hudec und Luke Green. Für zusätzliche emotionale Brisanz sorgt das Wiedersehen mit Ex-Adler István Sofron, der 2017/18 insgesamt 16 Spiele für den VSV absolvierte und nun mit viel Routine die Budapester Offensive unterstützt. Angeführt wird das Team von Headcoach Timo Sarrikoski, der zuvor zwei Jahre lang den EHC Freiburg in der DEL2 betreute und für seine strukturierte, defensiv orientierte Arbeitsweise bekannt ist. Traditionell zählt Ferencváros zu den erfolgreichsten Vereinen Ungarns – 31 nationale Meistertitel, 16 Cupsiege sowie zwei Titel in der multinationalen ERSTE Liga unterstreichen die große Historie des Klubs.

Opponents and Stats to Watch:

Bei FTC Telekom Budapest ruhen die Hoffnungen offensiv vor allem auf Brady Shaw. Der ehemalige Liga-MVP ist mit 47 Punkten aus 41 Spielen (19 Tore, 28 Assists) der klare Topscorer der Magyaren. Dahinter folgt mit Tyler Coulter ein weiterer wichtiger Leistungsträger, der in 42 Einsätzen 16 Treffer und 22 Assists für insgesamt 38 Punkte verbuchte. Danach zeigt sich jedoch bereits ein deutliches Gefälle in der internen Scorerwertung: Jussi Tammela kommt nach 40 Spielen auf 13 Tore und 12 Assists (25 Punkte). Punktbester Verteidiger ist Rasmus Bengtsson, der mit vier Treffern und 21 Vorlagen ebenfalls 25 Zähler sammelte. In den Special Teams vermögen die Ungarn in ihrer Debütsaison bislang noch nicht wirklich zu überzeugen. Im Powerplay rangiert Budapest mit einer Erfolgsquote von 13,64 Prozent auf Rang zwölf und damit auf dem vorletzten Platz; aus 132 Überzahlsituationen resultierten lediglich 18 Treffer. Auch in Unterzahl belegt man mit 77,27 Prozent Erfolgsquote (30 Gegentore bei 132 Unterzahlsituationen) den vorletzten Rang. Mit zwei Shorthanded-Toren stellen die Magyaren zudem einen der niedrigsten Werte der Liga, wenngleich sie sich diesen mit fünf weiteren Teams teilen. Eine noch größere Baustelle zeigt sich am Faceoffpunkt: Insgesamt gewinnt Budapest nur 44,35 Prozent der Anspiele, in der eigenen Defensivzone sogar lediglich 41,4 Prozent. Auch ein Blick auf weiterführende Statistiken offenbart Herausforderungen. Im Schnitt stehen 2,61 erwarteten Toren für Budapest 3,82 erwartete Gegentreffer gegenüber, das entspricht einem negativen Saldo von minus 1,24. Bei numerischer Gleichheit, also bei 5-gegen-5 oder 4-gegen-4, verfügen die Ungarn durchschnittlich um 3 Minuten und 15 Sekunden weniger Puckbesitz als ihre Gegner. Auffällig ist zudem, dass Budapest mit 1.074 abgegebenen Schüssen auf das gegnerische Tor die zweitwenigsten der Liga verzeichnet, die Scoring Efficiency mit 10,34 Prozent jedoch durchaus solide ausfällt.

Bei Hydro Fehérvár AV19 führt Anže Kuralt die interne Scorerliste an. Der Slowene kam in 36 Spielen auf 13 Tore und 17 Assists und hält damit bei 30 Punkten. Dahinter folgt mit János Hári ein weiterer erfahrener Offensivakteur: In 39 Einsätzen verbuchte er 11 Treffer und 16 Vorlagen (27 Punkte). Auffällig ist, dass kein Spieler im Kader aktuell einen Punkteschnitt von über 1,0 aufweist. Punktbester Verteidiger ist Joel Messner, der sechs Tore und zwölf Assists für insgesamt 18 Punkte sammelte und im letzten direkten Duell mit den Adlern kurz vor Schluss den Ausgleich und damit die Overtime erzwang. Im Tor hat sich Rasmus Reijola nach einem schwierigen Saisonstart zuletzt deutlich stabilisiert. In 33 Einsätzen hält er aktuell bei einer Fangquote von 91,57 Prozent sowie einem Gegentorschnitt von 2,83 und sorgt damit für zunehmende Sicherheit zwischen den Pfosten. In den Special Teams rangiert Fehérvár im Powerplay mit 17,07 Prozent Erfolgsquote (21 Treffer aus 123 Situationen) auf Tabellenplatz zehn. Deutlich stärker präsentiert man sich hingegen in Unterzahl: Mit 81,45 Prozent (23 Gegentore bei 124 Unterzahlsituationen) belegen die Ungarn Rang fünf. Bemerkenswert ist zudem, dass Fehérvár mit 124 Unterzahlsituationen zu den Teams mit den zweitwenigsten Gelegenheiten in dieser Kategorie zählt. Auch in Sachen Disziplin fällt Fehérvár auf: Mit insgesamt 308 Strafminuten stellen die Ungarn das „bravste“ Team der Liga. 154 Zwei-Minuten-Strafen bedeuten ligaweit einen der niedrigsten Werte, ebenso wie lediglich zwei verhängte Fünf-Minuten-Strafen. Matchstrafen („Game Misconducts“) musste Fehérvár in dieser Saison überhaupt noch keine hinnehmen und ist damit auch in dieser Statistik Spitzenreiter.

Blau-Weiße Stats & Facts:

Beim EC iDM Wärmepumpen VSV hat sich in den letzten Saisonspielen ein neuer Topscorer etabliert: Adam Helewka führt die Adler in der Punktewertung an. In 40 Spielen erzielte er 22 Tore und lieferte 19 Assists, womit er auf insgesamt 41 Punkte kommt. Seine Plus-Minus-Bilanz liegt bei ausgeglichenen null, zudem weist der Kanadier eine positive Faceoff-Quote von 50,9 Prozent auf. Hinter ihm reiht sich weiterhin der ehemalige Topscorer Nikita Scherbak ein. Aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle hat er bisher nur 37 Spiele absolviert, in denen ihm 9 Tore und 30 Assists gelangen, insgesamt also 39 Punkte. Ebenfalls stark in der laufenden Saison präsentiert sich Kevin Hancock, der in 42 Spielen 12 Tore und 22 Assists beisteuerte. Nach einem kleinen Zwischentief hat er in den letzten neun Partien wieder angezogen, dabei 1 Tor und 8 Assists erzielt, und gehört mit einer Erfolgsquote von 56,7 Prozent bei Faceoffs in Überzahl zu den besten Bully-Spielern. Bester österreichischer Akteur bei den Adlern ist weiterhin John Hughes. In 42 Spielen gelangen ihm 10 Tore und 21 Assists, womit er auf 31 Punkte kommt. Im Tor zeigt Joe Cannata eine solide und konstante Leistung. Mit 36 Einsätzen liegt er ligaweit auf dem dritten Platz in puncto Spieleinsätze, denn nur Matt Vernon (Innsbruck) und Rasmus Tirronen (Linz) haben mehr Partien absolviert. Cannata bringt es auf eine Fangquote von 90,68 Prozent und einen Gegentorschnitt von 3,12. Solide präsentieren sich die Adler in den Special Teams. Das Powerplay hat sich nach einem schwachen Saisonstart stark stabilisiert: Mit 31 Treffern aus 129 Überzahlsituationen rangiert man aktuell auf Platz drei der Liga und weist eine Erfolgsquote von 24,03 Prozent auf. In den bisherigen 42 Saisonspielen liegt die Unterzahl-Quote bei 78,13 Prozent, bei 128 Unterzahlsituationen musste man 28 Gegentreffer hinnehmen. Besonders auffällig ist die konstante Form in den letzten Spielen: In den letzten zehn Spielen befindet sich der VSV bei einfacher numerischer Unterlegenheit unter den Top 3 der Liga.

Samstag, 14. Februar 2026 | 18:30 Uhr
FTC-Telekom Budapest – EC iDM Wärmepumpen VSV
Tüskecsarnok (Budapest, Ungarn)

Sonntag, 15. Februar 2026 | 16:00 Uhr
Hydro Fehérvár AV19 – EC iDM Wärmepumpen VSV
MET Aréna (Fehérvár, Ungarn)

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