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Villach will auch im Pustertal voll punkten!

Gestärkt durch den kompakten und schnörkellosen Auftritt beim 4:1-Heimerfolg gegen die Vienna Capitals am Mittwochabend reist der EC iDM Wärmepumpen VSV am morgigen Freitag ins Pustertal. In der Intercable Arena wollen die Adler den positiven Trend bestätigen und im engen Rennen um die Pre-Playoff-Plätze weiter punkten. Spielbeginn ist um 19:45 Uhr, live zu sehen auf sporteurope.tv sowie mit Live-Einblendungen im Radio-Kärnten-Eishockey-Magazin.

Die Ausgangssituation:

Nach dem klaren 4:1-Heimsieg gegen die Vienna Capitals stehen für den EC iDM Wärmepumpen VSV morgen im Pustertal die nächsten wichtigen Punkte auf dem Programm. Die Adler reisen zum HC Falkensteiner Pustertal, der aktuell auf Rang sechs rangiert und sich somit mitten in der direkten Playoff-Qualifikation befindet. Nach 41 Partien verzeichnen die Südtiroler 24 Siege bei 17 Niederlagen, erzielten 140 Tore und kassierten 112 Gegentreffer. Das ergibt ein Torsaldo von +28 und 72 Punkte bei einem Schnitt von 1,75 pro Spiel. Villach hingegen steht nach dem jüngsten Heimsieg wieder in den Pre-Playoff-Rängen, belegt in der win2day ICE Hockey League Platz zehn. Aus 40 Spielen holten die Adler 17 Siege bei 23 Niederlagen, 124 zu 134 Toren und 52 Punkte bei einem Punkteschnitt von 1,3. Die Formkurve der Adler gleicht einem Auf und Ab: Nach dem überwältigenden 6:2-Erfolg gegen Linz enttäuschten sie in Vorarlberg mit einer 1:4-Niederlage, zeigten sich zuletzt gegen Wien jedoch mit 4:1 klar verbessert und defensiv stabilisiert. Die Pustertaler haben zuletzt solide Leistungen gezeigt: Aus den letzten sieben Partien gelangen fünf Siege, lediglich zwei Niederlagen, darunter ein 1:7-Debakel gegen Titelanwärter Graz. Beim direkten Vergleich haben die Südtiroler jedoch ein leichtes Übergewicht: Aus den letzten zehn Begegnungen ging der HC Pustertal sechsmal als Sieger vom Eis, Villach nur viermal. In der Intercable-Arena waren die Adler in den letzten drei Spielen jeweils unterlegen, zuletzt am 24. Oktober 2025, als die Südtiroler ein 4:3 in der Verlängerung nach einem Goldtreffer von JC Lipon für sich entschieden. Für Villach gilt es, die zuletzt gezeigte Stabilität mitzunehmen, die positiven Aspekte aus dem Wien-Spiel zu bestätigen und die teils unberechenbaren Hochs und Tiefs in der Saison in den Griff zu bekommen. Nur eine konstante Leistung kann die Adler im Pustertal im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze weiterbringen.

Der Gegner

Der HC Pustertal ist seit der Saison 2021/22 Teil der win2day ICE Hockey League und hat sich in drei von vier Spielzeiten für die Playoffs qualifiziert. Besonders herausragend war die Saison 2023/24: Damals erreichten die Südtiroler das Halbfinale und machten damit deutlich, dass sie zu den ernstzunehmenden Kräften der Liga gehören. Für die laufende Spielzeit haben die Italiener ihren Kader gezielt verstärkt, um ihre Playoff-Ambitionen weiter zu untermauern. Cole Bardreau, der auf 11 NHL-Spiele und 559 Einsätze in der AHL zurückblicken kann, soll zusätzliche Offensivpower bringen. Rok Ticar, der slowenische Routinier mit Erfahrung in KHL, SHL und DEL, steht ebenso bereit wie der 34-jährige Verteidiger Markus Lauridsen, zuletzt in der DEL bei Frankfurt aktiv. Im Saisonverlauf kam zudem der schwedische Verteidiger Adam Almquist hinzu, der auf Erfahrung in NHL, KHL und SHL verweisen kann und zuletzt in Köln als offensivstarker Verteidiger aufzeigte. Physisch stellt Pustertal eine beeindruckende Mannschaft: Die Südtiroler sind die größte (185,9 cm), schwerste (87,48 kg) und zweitälteste (29,4 Jahre) Truppe der Liga.

Opponents and Stats to Watch:

Der HC Pustertal präsentiert sich in der laufenden Saison als eines der Top-Teams der Win2day ICE Hockey League. Besonders in den Special Teams überzeugen die Südtiroler: Im Powerplay bringen sie das drittbeste Team der Liga aufs Eis und nutzten 27 von 113 Überzahlsituationen, was einer Erfolgsquote von 23,89 % entspricht – bemerkenswert, da sie nach den Vienna Capitals die zweitwenigsten Überzahlgelegenheiten der Liga erhielten. In Unterzahl gehören die Südtiroler mit 82,01 % und nur 25 Gegentreffern aus 139 Unterzahlsituationen ebenfalls zu den Spitzenreitern (Rang 2, ex aequo mit den Laibachern). Besonders auffällig: Mit acht Shorthanded Goals führen sie diese Statistik klar an. Offensiv sticht Henry Bowlby hervor, der in 40 Spielen 17 Tore und 19 Assists sammelte, auf 36 Punkte kommt und eine starke Plus-Minus-Bilanz von +16 vorzuweisen hat. Dicht dahinter rangiert Cole Bardreau mit 15 Toren und 20 Assists in 37 Spielen. Auf der Verteidigerposition sorgt Greg Di Tomaso, der vom SG Cortina aus der Alps Hockey League kam, für Produktivität: In 41 Spielen verbuchte er acht Tore und 19 Assists, ist mit 27 Punkten der punktbeste Verteidiger des Teams und brachte mit 128 Schüssen die meisten Versuche aller Pustertaler aufs Tor. Im Tor setzt Pustertal auf den “Dauerbrenner” Eddie Pasquale. Der NHL-erfahrene Goalie absolvierte bisher 35 Partien, kassierte 84 Gegentreffer bei einem Gegentorschnitt von 2,45 und einer Fangquote von 90,67 %. Drei Shutouts unterstreichen seine solide Saisonleistung. Physisch präsentiert sich Pustertal als eine der robustesten Mannschaften der Liga: Mit durchschnittlich 38 Hits pro Spiel und 16 geblockten Schüssen pro Partie stellen sie die zweitmeisten Werte der Win2day ICE Hockey League. Auch beim Face-off sind die Südtiroler stark: Sie gewinnen 53,44 % aller Anspiele, maßgeblich dank Cole Bardreau (55,9 %), Rok Ticar (53,6 %) und Mats Frycklund (53,8 %).

Blau-Weiße Stats & Facts:

Seit der Übernahme von Headcoach Pierre Allard befindet sich der EC iDM Wärmepumpen VSV tabellarisch zwar in einer Abwärtsspirale, dennoch lassen sich im Spiel der Adler einige deutliche Fortschritte erkennen. Unter Allard feierten die Blau-Weißen aus 18 Partien sechs Siege, was einer Gewinnquote von 33,33 % entspricht. Die defensive Stabilität verbesserte sich messbar: Die Zweikampfquote stieg von durchschnittlich 49,93 % vor Allard auf 50,61 % nach seiner Amtsübernahme. Gleichzeitig reduziert sich die Zahl der erwarteten Gegentore um 0,41 pro Spiel, auch wenn die tatsächlichen Gegentore statistisch leicht höher ausfallen, was wohl ein klarer Hinweis darauf ist, dass sich der Fortschritt nicht immer unmittelbar in den Ergebnissen widerspiegelt. Offensiv bleibt Nikita Scherbak trotz Verletzung der zentrale Akteur. Der Topscorer der Adler kommt in 37 Spielen auf neun Tore, 30 Assists und 39 Punkte bei einer Plus-Minus-Bilanz von +4. Ihm dicht auf den Fersen ist Adam Helewka: 19 Tore und 19 Assists in 38 Spielen bringen den Center auf 38 Punkte, bei +2 in der Plus-Minus-Wertung. Auf Verteidigerseite sorgt Dylan McPherson für Konstanz: In 40 Saisonspielen erzielte er vier Tore und 22 Assists (26 Punkte), zuletzt glänzte er in seinen sechs letzten Einsätzen mit einem Punkt pro Partie (ein Treffer, fünf Assists). Im Tor zeigt Joe Cannata in letzter Zeit herausragende Leistungen. In den letzten drei Spielen kassierte er gegen Wien nur ein Tor, gegen Linz zwei und gegen Fehérvár ebenfalls zwei Treffer, wodurch sein Gegentorschnitt in diesem Partie-Segment auf 1,66 sank. Über die gesamte Saison kommt Cannata auf 34 Einsätze, 103 Gegentore, eine Fangquote von 90,83 % und einen Gegentorschnitt von 3,06. Bemerkenswert ist die jüngste Form: In den letzten drei Partien parierte er 95,09 % aller Schüsse, hielt knapp 88 % der Grade-A-Chancen und verhinderte 2,44 Tore mehr als statistisch erwartet, eine Leistung, die ihn zum Rückhalt für die Adler macht. Auch in der Defensive ragen einzelne Akteure hervor. Thomas Vallant zeigte in seinen letzten fünf Einsätzen eine bemerkenswerte Zweikampfstärke von 52,9 %, produzierte nur zwei Turnover und brachte gegen die Vienna Capitals drei Torschüsse aufs Eis. Er initiierte wichtige Offensivaktionen, darunter den Treffer zum 2:0 von Maximilian Rebernig, wirkte an zwei Grade-A-Chancen mit und sammelte in diesen Partien 21 Hits und sechs geblockte Schüsse, brachte damit die besten Werte aller blau-weißen Verteidiger in diesem Zeitraum aufs Eis. Saisonübergreifend kommt Vallant auf 32 Einsätze, zwei Tore, fünf Assists, 51,6 % gewonnene Zweikämpfe und durchschnittlich 2,8 Hits pro Partie. Die jüngste Form zeigt insgesamt einen Aufwärtstrend: In den letzten fünf Partien gewannen die Adler 51,4 % ihrer Zweikämpfe, konnten sich defensiv gewissermaßen stabilisieren und setzen damit die positiven Akzente, die unter Allard begonnen haben. Jedoch gilt für Blau-Weiß: Statistiken und Zahlen sind zwar interessant, am Ende zählt im Eishockey aber nur, wie viele Punkte man auf der Habenseite tatsächlich verbuchen kann.

 

Freitag, 30. Jänner | 19:45

EC iDM Wärmepumpen VSV – HC Falkensteiner Pustertal

Intercable Arena (Bruneck/Brunico, Italien)

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