6:2-Heimsieg gegen Linz: VSV gelingt der Befreiungsschlag!
Der EC iDM Wärmepumpen VSV lieferte im Heimspiel gegen die Black Wings Linz eine starke Vorstellung ab und belohnte sich mit drei wichtigen Punkten. Nach einem furiosen Start und effizientem ersten Drittel verwalteten die Adler den Vorsprung abgeklärt, nutzten ihre Überzahlsituationen und setzten in der Schlussphase die entscheidenden Nadelstiche. Am Ende stand ein verdienter 6:2-Erfolg im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze.
1. Drittel
Ein vorsichtiges Abtasten war in dieser richtungsweisenden Partie um die Pre-Playoff-Plätze nicht zu erkennen. Sowohl der EC iDM Wärmepumpen VSV als auch die Black Wings Linz suchten von Beginn an den direkten Weg nach vorne, wobei die Adler den besseren Start erwischten. In Spielminute drei behaupteten Sintschnig und Prodinger die Scheibe energisch in der Rundung der offensiven Zone, MacPherson zog von ganz rechts ab und Maxa fälschte im Slot unhaltbar ab – Tirronen war erstmals geschlagen. Die Antwort der Gäste folgte jedoch postwendend: Nur 19 Sekunden später überspielte ein perfekter Aufbaupass aus der eigenen Zone die Villacher Defensive, Brian Lebler tauchte alleine vor Joe Cannata auf und schob halbhoch auf der Blockerseite zum 1:1 ein. Doch auch Villach zeigte Moral und schlug nach weiteren 23 Sekunden erneut zu. Hutchison profitierte von einem Linzer Turnover, zog zum Tor, ließ für John Hughes abtropfen, der seinen eigenen Rebound im Slot über die Linie drückte (4.). In der Folge hatten die Adler sogar die Möglichkeit, sich weiter abzusetzen, vergaben jedoch einen Penalty: Sintschnig war bei einem Breakaway regelwidrig gestoppt worden, Hutchison scheiterte aber an Tirronen. Besser machte es der VSV in Minute elf. Nach überstandener Drangphase der Oberösterreicher schloss Hutchison einen mustergültigen Angriff nach Zuspielen von Helewka und van Nes eiskalt ab, Tirronen lag bereits geschlagen am Boden – 3:1. Der Rest des Drittels verlief weitgehend ereignisarm, ehe auch Linz noch zu einem Penalty kam. Doch Cannata blieb gegen St-Amant Sieger, der zu lange verzögerte. So nahm Villach eine verdiente 3:1-Führung mit in die erste Pause.
2. Drittel
Der Mittelabschnitt präsentierte sich deutlich zerfahrener. Beide Mannschaften taten sich schwer, längere Puckbesitzphasen aufzubauen, das Spiel war von vielen Unterbrechungen und Fehlern geprägt. Gefährlicher blieben dennoch die Adler, die immer wieder von Linzer Turnovern profitierten und über schnelle Gegenstöße zu Chancen kamen. Budgell trug die Scheibe mit viel Tempo zum Tor, scheiterte aber an Tirronen. Wenig später konnte Helewka nach einem Zuspiel von Lindner keinen ausreichenden Druck mehr auf den Schläger bringen und schloss zu harmlos ab. Kurz vor Drittelende kam es dann zu einer Schlüsselszene: Brian Lebler checkte Guus van Nes von hinten in die Bande vor der Spielerbank. Nach Videostudium entschieden die Schiedsrichter auf eineFünf-Minuten-Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Damit nahm Villach 4:28 Minuten Powerplay sowie eine 3:1-Führung mit in den Schlussabschnitt.
3. Drittel
Der Schlussabschnitt begann folgerichtig mit einer längeren Überzahl für die Adler. Zwar ließ Villach die Scheibe gut zirkulieren, der verdiente Lohn stellte sich aber erst in Spielminute 42 ein. Über mehrere Stationen gelangte das Spielgerät zu Helewka am linken Bullykreis, dessen Chip in Richtung Tor vom Schläger von Moro unhaltbar unter die Latte abgefälscht wurde – 4:1. Das restliche Powerplay blieb jedoch zahnlos, Linz konnte sich mehrfach befreien, Villach nicht weiter anschreiben. In der Folge flachte die Partie zunehmend ab. Die Adler verwalteten den Vorsprung souverän, während den Gästen offensiv kaum noch etwas gelang. Linz brachte lediglich zwei Distanzschüsse an, einzig ein Konter sorgte kurzzeitig für Gefahr. Trotzdem kamen die Gäste in Spielminute 51 noch einmal heran: Oschgan verwertete aus der Drehung aus dem hohen Slot, nachdem Rebernig einen Schuss geblockt hatte und die Scheibe unglücklich vor ihm liegen blieb – 4:2. Villach verteidigte in der Folge jedoch konzentriert. Vier Minuten vor Schluss nahm Linz den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis, doch Guus van Nes machte mit einem Treffer aus dem Mitteldrittel ins leere Tor alles klar. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich eine weitere Aufregung 25 Sekunden vor Ende. Vallant setzte einen fairen, aber harten Check, Maver rächte sich und musste auf die Strafbank. Die folgende Überzahl nutzte Villach prompt: Lindner nahm ein Zuspiel von Hughes direkt und verwertete per One-Timer zum 6:2-Endstand. Am Ende standen ein souveräner Auftritt nach starkem Beginn und drei hochverdiente Punkte für die Adler.
EC iDM Wärmepumpen VSV – Steinbach Black Wings Linz 6:2 ( 3:1 | 0:0 | 3:1 )
Torschützen VSV: Maxa, Hughes, Hutchison, Helewka (PP1), Van Nes, Lindner (PP1)
Torschützen BWL: Lebler, Oschgan

