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VSV feiert hart erkämpften 3:2-Sieg nach Overtime gegen Fehérvár!

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Nach einem durchwachsenen Auftritt mit vielen Ungenauigkeiten in den letzten beiden Dritteln musste der EC iDM Wärmepumpen VSV gegen Hydro Fehérvár AV19 lange um den Erfolg zittern. Trotz zwischenzeitlicher Führung und zahlreicher Überzahlmöglichkeiten gelang es den Adlern nicht, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Erst in der Overtime sorgte MacPherson nach einem schnellen Konter für die Erlösung und sicherte Villach den Zusatzpunkt.

1. Drittel

In der gut gefüllten Villacher Stadthalle übernahmen die Adler früh das Kommando. Die ersten Offensivsequenzen gehörten den Hausherren, zwingende Torchancen blieben jedoch zunächst aus. Ein Fernschuss von John Hughes von rechts wurde geblockt, kurz darauf hatte Wallenta bei einem 2-auf-1-Konter die Möglichkeit zur Führung, scheiterte aus linker Position im Slot jedoch an Fehérvár-Goalie Reijola, der mit dem Blocker parierte (2.). In weiterer Folge kamen die Ungarn besser ins Spiel und belagerten Joe Cannata mit Abschlüssen aus allen Lagen. In Spielminute fünf wurde es erstmals richtig gefährlich, als ein Querpass den gesamten Villacher Slot durchquerte und ein Fehérvár-Stürmer am langen Pfosten die Scheibe nur knapp verpasste, das Tor war bereits leer. Villach fand jedoch wieder zu seinem Anfangselan zurück. Vor allem die vierte Linie rund um Maxa, Sintschnig und Prodinger setzte die Gäste mit hohem Tempo unter Druck und spielte sie in der eigenen Zone fest, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erarbeiten (7.). Die bis dahin größte Einschussmöglichkeit bot sich Maximilian Rebernig: Van Nes brachte die Scheibe mit viel Tempo in die Offensivzone, legte zurück auf Lindner, dessen Schuss durch einen Abfälscher hinter das Tor ging. Von dort wurde der Puck erneut in den Slot gespielt, wo Rebernig völlig frei zum Abschluss kam, aus kurzer Distanz jedoch an Reijola scheiterte. Villach blieb am Drücker. Nach einem gewonnenen Anspiel nahm Vallant die Scheibe direkt, Reijola parierte mit großer Mühe. Weitere nennenswerte Aktionen folgten in Minute 10: Lindner schloss einen Konter mit einem Handgelenkschuss aus dem Slot ab, auf der Gegenseite prüfte ein Ungar nach einem gewonnenen Faceoff Cannata mit einem äußerst platzierten Schuss. In der 14. Spielminute fiel schließlich die verdiente Führung für die Adler. John Hughes verrichtete in der Offensivzone viel harte Arbeit, band zwei Gegenspieler und ließ für Adam Helewka abtropfen. Dieser legte quer durch den Slot auf Nick Hutchison, der abschloss und die Scheibe über die Fanghand von Reijola ins Tor beförderte – 1:0 für Villach. Fehérvár hatte weiterhin große Probleme mit dem hohen Villacher Forecheck und brachte die Scheibe nur selten geordnet aus der eigenen Zone. Erst in Minute 17 wurde es wieder gefährlich, als Kuralt nach mehreren Umwegen im hohen Slot direkt abschloss, jedoch zu zentral auf Cannata zielte. 1:57 vor Drittelende ergab sich für die Magyaren eine große Konterchance. Vallant verschätzte sich in der neutralen Zone, Stajnoch leitete einen 3-auf-1-Konter ein, trat über links in die Zone ein, legte in den Rückraum auf Hari, dessen Direktschuss Cannata jedoch entschärfte. Mit einer 1:0-Führung ging es für die Adler in die erste Pause.

2. Drittel

Villach kam mit viel Energie aus der Kabine. Budgell gewann gleich das erste Anspiel in der neutralen Zone, MacPherson brachte die Scheibe in die Offensivzone und schoss aus der Distanz Richtung Tor. Vor Reijola herrschte viel Verkehr, doch die Ungarn klärten den Rebound in höchster Not. In Spielminute 24 folgte die nächste Großchance: Wieder war es ein gewonnenes Bully von Budgell, die Scheibe kam links zur blauen Linie, wo Lindner das Spielgerät wuchtig in Richtung Tor hämmerte. Der Schuss wurde noch abgefälscht und strich nur knapp am langen Eck vorbei. In Minute 25 belohnte sich Villach für den Druck. Stajnoch holte Adam Helewka von den Beinen und musste wegen Beinstellens für zwei Minuten in die Kühlbox. Die erste Powerplay-Sequenz verlief ereignisarm, ehe Scherbak vom linken und Helewka vom rechten Bullykreis Reijola prüften, doch der ungarische Schlussmann parierte beide Versuche sicher. Exakt mit Ablauf der Strafe schlugen die Adler zu. Lindner traf vom rechten Bullykreis zunächst die Stange, der Abpraller sprang auf die gegenüberliegende Seite, wo John Hughes seelenruhig ins leere Tor einschob – 2:0. Die Freude währte jedoch nicht lange. Van Nes verlor an der offensiven blauen Linie die Scheibe, Fehérvár konterte 3-auf-2. Messner legte auf Erdely, dieser weiter auf Kuralt – Cannata war geschlagen, nur noch 2:1. Die Partie wurde nun offener. Zunächst profitierte Scherbak von einem Defensivfehler der Ungarn und kam zum Konterabschluss, Reijola parierte. Auf der Gegenseite schloss Kuralt einen Gegenstoß von rechts ab, Cannata blieb Sieger. In Spielminute 32 hatte Fehérvár den Ausgleich auf dem Schläger. Nach einem schnellen Konter wurde vor dem Tor quergelegt, Cannata war bereits außer Position, doch Richards verfehlte die Scheibe vor dem leeren Gehäuse. Fünf Minuten vor Drittelende musste Villach in Unterzahl agieren. Vallant beförderte die Scheibe aus der eigenen Zone über das Glas und erhielt wegen Spielverzögerung zwei Minuten. Das Powerplay der Ungarn blieb jedoch harmlos – nur ein Schuss fand den Weg aufs Tor, ansonsten kontrollierte Villach den Puck. Kurios wurde es wenig später, als Scherbak per Stockschlag gefoult wurde, anschließend jedoch wegen eines Revanchefouls selbst auf die Strafbank musste. Diese Unterzahl überstand der VSV nicht nur souverän, sondern dominierte sie sogar: Fehérvár kam zu keiner einzigen längeren Puckbesitzphase in der Villacher Zone. Mit einer knappen, aber verdienten 2:1-Führung ging es in die zweite Pause.

3. Drittel

Im Schlussabschnitt kamen die Ungarn besser aus der Kabine. Zwar setzten sie sich phasenweise in Villachs Zone fest, nennenswerte Torchancen blieben jedoch aus. Einzig ein Schuss von Gerlach an die Außenstange in Spielminute 43 sorgte für Gefahr. Das Spiel plätscherte in weiterer Folge etwas vor sich hin, die spielerische Überhand hatten jedoch die Gäste, die den VSV immer wieder in der eigenen Zone beschäftigten. Die nächste gute Gelegenheit hatten dennoch die Adler. Scherbak schickte Hancock aus der neutralen Zone steil, der Villacher Mittelstürmer schloss aus dem rechten Bullykreis gut ab, traf Reijola jedoch auf der Maske. Kurz darauf durfte Villach für gleich vier Minuten in Überzahl agieren. Gerlach hackte Budgell von den Kufen und kritisierte anschließend den Schiedsrichter zu heftig – zusätzlich zur Beinstell-Strafe erhielt er zwei Minuten wegen Schiedsrichterkritik. Villach kam sofort in Formation, die Scheibe zirkulierte gut, doch Großchancen blieben aus, da Fehérvár sehr eng verteidigte. Die ersten zwei Minuten der Überzahl verstrichen ereignisarm, auch die zweite verlief ähnlich. Die größte Chance hatten sogar die Ungarn: Drei Villacher Turnover sorgten für Chaos, MacPherson spielte die Scheibe in der neutralenZone blind, Fehérvár konterte 2-auf-1 – Cannata parierte den halbhohen Abschluss von Cheek auf die Blockerseite weltklasse. Villach hielt der ungarischen Schlussoffensive lange stand, auch als Fehérvár den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm. Doch bei 6-gegen-5 schlugen die Gäste 36 Sekunden vor Ende zu: Kuralt legte entlang der blauen Linie quer auf Messner, der das Zuspiel direkt nahm und den Puck halbhoch in die Maschen setzte.

Overtime

Die Overtime war nicht von langer Dauer. Nach nur 41 Sekunden verspielte Erdely die Scheibe in der Villacher Zone, der VSV konterte 3-gegen-2: Hancock legte auf Scherbak, der die Übersicht behielt und MacPherson steil schickte. Reijola war zu weit aus seinem Kasten draußen und MacPherson schob ins leere Tor ein. Villach sicherte sich damit einen hart erkämpften Overtime-Sieg sowie zwei wichtige Punkte.

EC iDM Wärmepumpen VSV – Hydro Fehervar AV19 3:2 n.V ( 1:0 | 1:1 | 0:1 | 1:0 )

Torschützen VSV: Hutchison, Hughes (PP1), MacPherson

Torschützen AVS: Kuralt, Messner

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