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Richtungsweisendes Heimdoppel für den EC iDM VSV!

Nach dem hart erkämpften 5:4-Overtimesieg in Bozen blickt der EC iDMWärmepumpen VSV nun nach vorne. In der heimischen Stadthalle stehen die Adler andiesem Wochenende vor einem richtungsweisenden Doppel: Am Freitag (19:15 Uhr) treffen sie auf den EC Red Bull Salzburg, am Samstag (19:15 Uhr) auf Fehérvár AV19, beide Partien werden live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin übertragen. Für Blau-Weiß bietet sich damit die Chance, mit dem Publikum im Rücken wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze zu sammeln.

Die Ausgangssituation:

Nach der zuletzt schwierigen Phase stehen für den EC iDM Wärmepumpen VSV am kommenden Wochenende zwei wegweisende Heimspiele auf dem Programm. Die Adler belegen nach 35 Saisonspielen aktuell Tabellenplatz elf und liegen damit weiterhin außerhalb der Pre-Playoff-Ränge. Mit 14 Siegen, 21 Niederlagen und 44 Punkten bei einer Tordifferenz von 108:120 stehen die Vorzeichen klar auf Aufholjagd. Der Rückstand auf die elftplatzierten Wiener, die ein Spiel mehr absolviert haben, beträgt nur zwei Punkte – ein kleiner Abstand, den man mit einer Doppelsieg-Woche gegen Salzburg und Fehérvár wieder ausgleichen könnte. Mit Red Bull Salzburg wartet am Freitagabend jedoch ein echter Brocken. Die Bullen liegen nach 37 Spielen auf Rang drei, sammelten 69 Punkte und stellen mit einer Tordifferenz von +45 (121:76) die ligaweit beste Defensive. Auch die Offensive funktioniert nahezu nach Belieben, was die Salzburger zum klaren Favoriten macht. Nach zuvor zwölf Siegen in Serie mussten die Salzburger zuletzt jedoch eine 1:4-Niederlage gegen Pustertal hinnehmen. Das direkte Duell in der jüngsten Vergangenheit verlief bislang ausgeglichen: Aus den letzten zehn Aufeinandertreffen gingen jeweils fünf Partien an die Adler und fünf an die Bullen. In der Villacher Stadthalle gelang den Adlern zuletzt dreimal der Sieg aus fünf Begegnungen, während das bislang einzige Heimspiel gegen Salzburg in dieser Saison nach Verlängerung mit 3:4 verloren ging. Am Samstag empfängt Villach Hydro Fehérvár AV19. Die Ungarn liegen nach 37 Partien mit 52 Punkten auf Rang acht, sammelten 17 Siege und 20 Niederlagen und weisen ein Torsaldo von 89:116 auf. Die Bilanz gegen die Magyaren ist für Blau-Weiß leicht negativ: Aus den letzten zehn Begegnungen gingen sechs an Fehérvár, vier an Villach. Auch in der Villacher Stadthalle hatten die Ungarn zuletzt die Nase vorn, drei der letzten fünf Duelle gingen an die Gäste, während der VSV nur zweimal als Sieger vom Eis ging. Das letzte Aufeinandertreffen in Villach am 5. Oktober endete mit einer 2:4-Niederlage für die Adler.

Die Gegner:

Der EC Red Bull Salzburg gilt seit zwei Jahrzehnten als das Maß aller Dinge im österreichischen Eishockey. Zwölf nationale Meistertitel sowie zehn ICEHL-Championships (vormals EBEL) unterstreichen die Dominanz der „Bullen“, die auch in der vergangenen Saison erneut den Titel holten. Nach Rang zwei im Grunddurchgang fegte Salzburg den EC-KAC im Finale mit einem souveränen 4:0-Sweep vom Eis und krönte sich einmal mehr zum Champion. Zur aktuellen Spielzeit übernahm mit Manny Viveiros ein prominenter Name das Traineramt. Der Austro-Kanadier ist in Kärnten kein Unbekannter: Zwischen 1991 und 1995 lief er selbst für den VSV auf, später prägte er den EC-KAC über Jahre hinweg als Coach und Sportmanager. Internationale Erfahrung sammelte Viveiros zuletzt in Nordamerika, unter anderem als Head Coach der Henderson Silver Knights (AHL) sowie der Vancouver Giants (WHL). Besondere Aufmerksamkeit erregte im Sommer die Verpflichtung von Michael Raffl. Der in Villach geborene Stürmer kehrte nach seiner Zeit beim HC Lausanne in die ICEHL zurück. Mit 629 NHL-Einsätzen für die Philadelphia Flyers, Washington Capitals und Dallas Stars zählt Raffl zu den renommiertesten Neuzugängen der Liga. Darüber hinaus finden sich mehrere Akteure mit blau-weißer Vergangenheit im Aufgebot der Mozartstädter: Torhüter David Kickert (2017/18), die VSV-Eigengewächse Florian Lanzinger und Lucas Thaler sowie Thomas Raffl, der bis 2009 das Villacher Trikot trug und kürzlich sein 1000. Ligaspiel absolvierte. Während Salzburg weiterhin auf eine Mischung aus Starpower und Erfahrung setzt, präsentiert sich Hydro Fehérvár AV19 als eines der routiniertesten Teams der Liga. Mit einem Durchschnittsalter von 28,26 Jahren stellen die Ungarn nach dem HC Bozen das zweitälteste Aufgebot der ICEHL. Nach der Beurlaubung von David Kiss vertraut der Klub nun auf Ted Dent, der jahrelang als Head Coach in der AHL tätig war und zuletzt die Augsburger Panther in der DEL betreute. Im Tor setzen die Ungarn auf das Duo Dominik Horváth und Rasmus Reijola. Die Defensive blieb weitgehend unverändert, einzig der Norweger Ole Einar Engeland, der vom HC Pustertal kam, verstärkt die Abwehr. In der Offensive wurde hingegen kräftig nachgerüstet: Darren Archibald, der bereits 2020/21 in Wien auf sich aufmerksam machte, Faceoff-Spezialist Drake Rymsha aus Düsseldorf sowie Justin Richards sorgen für zusätzliche Tiefe und Qualität im Angriff. Zwar bestehen keine direkten personellen Verbindungen zum EC iDM Wärmepumpen VSV, doch der Erfahrungsschatz im Fehérvár-Kader ist beachtlich. Gemeinsam bringen die Spieler 59 NHL-Einsätze, 164 Spiele in der höchsten schwedischen Liga sowie mehr als 1.000 Partien in der AHL mit. Zusätzliche Offensivpower sicherten sich die Ungarn zuletzt mit der Verpflichtung von Max Gerlach. Der US-Amerikaner ist in der win2day ICE Hockey League kein Unbekannter: Zuvor lief er bereits für den HC Pustertal sowie den HC TIWAG Innsbruck auf und kennt die Liga samt ihrer Anforderungen bestens.

Opponents and Stats to Watch:

Red Bull Salzburg präsentiert sich in dieser Saison besonders stark besetzt, vor allem in personeller Hinsicht. Michael Raffl sticht als einer der wichtigsten Scorer hervor: In 34 Spielen erzielte er 14 Tore und bereitete 21 weitere Treffer vor, bei einer Plus-Minus-Bilanz von +16 und einer beeindruckenden Scoring-Efficiency von 18,2 %. Auch Troy Burke verdient besondere Beachtung: Der Stürmer kommt in 28 Einsätzen auf 11 Tore und 16 Assists, insgesamt also 27 Punkte, und glänzt mit der ligaweit besten Plus-Minus-Wertung von +28. In den Special Teams zeigen sich die Salzburger unterdurchschnittlich: Während das Powerplay aus 112 Überzahlgelegenheiten lediglich 18 Treffer erzielte (16,07 % Erfolgsquote), gehört die Unterzahl mit 26 Gegentreffern aus 123 Situationen ebenfalls zu den schwächeren der Liga (78,86 % Erfolgsquote, Rang zehn). Dennoch glänzen die Bullen in den Zweikämpfen, die sie im Schnitt zu 52,7 % für sich entscheiden, allen voran Verteidiger Dennis Robertson, der knapp 54,1 % seiner Duelle gewann. Auch am Faceoff-Punkt agiert Salzburg äußerst effizient und konnte von 2171 Anspielen 1155 für sich entscheiden (53,23 %). Die aktuelle Form unterstreicht die Stärke der Mozartstädter: In den letzten fünf Ligaspielen kassierten die Salzburger lediglich acht Gegentore – je eines gegen Linz, Wien, Bozen, Laibach und vier gegen Pustertal – und erzielten im Gegenzug 19 Treffer. Vor dieser Phase hatten sie zuvor eine Serie von zwölf Siegen in Folge verbuchen können, ehe die jüngste Niederlage gegen Pustertal (1:4) die Serie beendete. Fehérvár AV19 präsentiert sich im Vergleich dazu in einem insgesamt weniger dominanten Bild, kann jedoch in den Special Teams vermehrt Akzente setzen. Im Powerplay verwerteten die Ungarn 20 ihrer 107 Überzahlmöglichkeiten (18,69 %), in Unterzahl lagen sie mit 20 Gegentreffern aus 112 Situationen bei einer Erfolgsquote von 82,14 % und nehmen damit Rang fünf ein. Bei den Scorern führen weiterhin “Altmeister” Janos Hari (34 Spiele, 11 Tore, 15 Assists, 26 Punkte,-7) und Anze Kuralt (31 Spiele, 10 Tore, 14 Assists, 24 Punkte) die Statistik an. Auch im Tor zeichnete sich zuletzt ein leichter Aufwärtstrend ab: Rasmus Reijola kam in 29 Einsätzen auf 77 Gegentreffer bei einem Gegentorschnitt von 2,76 und einer Fangquote von 91,64 %, sein Backup Dominik Horvath erzielte in 10 Spielen 33 Gegentore bei einem Schnitt von 3,57 und einer Fangquote von 90,63 %. Während die Ungarn in den vergangenen Saisonen zu den zweikampfstärksten Teams der Liga zählten, erreichen sie in der laufenden Saison über die gesamte Spielzeit hinweg lediglich eine Zweikampfquote von 48,93 %, was einen Rückgang von knapp 3 % im Vergleich zur Vorsaison bedeutet. In den letzten fünf Partien konnten die Ungarn drei Siege feiern, was die jüngste Form leicht stabilisierte.

Blau-Weiße Stats & Facts:

Der EC iDM Wärmepumpen VSV zeigte beim 5:4-Auswärtssieg in Bozen eine beeindruckende Reaktion auf die zuletzt durchwachsenen Ergebnisse. Nikita Scherbak überragte einmal mehr und erzielte das entscheidende Game-Winning-Goal in der Verlängerung, legte zudem zwei weitere Treffer auf und verließ das Eis mit einer Plus/Minus-Bilanz von +2. Nick Hutchison glänzte mit zwei Toren: Zunächst besorgte er die 2:0-Führung nach traumhaften Zuspiel von Alex Wall vor, kurz vor Schluss erzielte er den Ausgleich, der die Adler in die Overtime rettete. Verteidiger Thomas Vallant präsentierte sich zudem defensiv stabil: Er gewann 57,1 % seiner Zweikämpfe, brachte 88 % der Scheiben geordnet aus der eigenen Zone, setzte vier Hits und blockte zwei Schüsse. Torhüter Joe Cannata parierte 42 von 46 Schüssen, erreichte eine Fangquote von 91,3 % und verhinderte 0,69 Tore mehr als statistisch erwartet. Auf Saisonsicht bleibt Scherbak das Herzstück der Offensive: In 34 Spielen verbuchte er neun Tore und 29 Assists. Adam Helewka führt die Torschützenliste mit 17 Treffern in 33 Partien und 16 Assists an, während Guus Van Nes mit sieben Toren, neun Assists und einer Plus/Minus-Bilanz von +9 bei 16 Punkten ebenfalls einen wichtigen Beitrag leistet.

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