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Fehleranfälliger VSV verliert in der Hauptstadt mit 2:5!

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Der EC iDM Wärmepumpen VSV mühte sich beim Gastspiel in Wien über weite Strecken vergeblich. Trotz hohem Einsatz und einzelner Lichtblicke fehlten Struktur, Kreativität und vor allem offensive Durchschlagskraft. Wiederkehrende defensive Unordnung und zu viele einfache Fehler luden die Capitals ein, die Partie an sich zu reißen und den Adlern im richtungsweisenden Duell um die Pre-Playoffs eine Niederlage zuzufügen.

1. Drittel

Blau-Weiß startete mit Rückkehrer Guus van Nes sowie René Swette zwischen den Pfosten in die enorm wichtige Auswärtspartie gegen den direkten Konkurrenten aus Wien. Villach wählte dabei eine gänzlich andere taktische Herangehensweise als noch in Linz, kam deutlich besser aus der Kabine und prüfte Wiens Schlussmann Evan Cowley früh mit drei Fernschüssen, die dieser jedoch allesamt sicher parierte (2.). Den ersten Treffer erzielten dennoch die Wiener. Koschek wurde vor dem Tor sträflich allein gelassen, Lorenz Lindner schlenzte von der blauen Linie in Richtung Gehäuse, Koschek fälschte ab, Swette konnte nur kurz prallen lassen und der Stürmer drückte seinen eigenen Rebound über die Linie. Die blau-weiße Defensive wirkte in dieser Situation völlig ungeordnet, beide Verteidiger waren abseits des Geschehens (4.). Wien war spielerisch zwar klar unterlegen, agierte defensiv jedoch sehr diszipliniert und verstand es gut, Villach konsequent außen zu halten. Mehrmals schlossen die Adler aus den Randbereichen der Zone ab, Cowley blieb dabei aber souverän. Die gefährlicheren Möglichkeiten hatten in dieser Phase die Wiener. Koschek und Vey spielten einen Konter sehenswert aus, Koschek legte quer auf den langen Pfosten, wo Vey jedoch an Swette scheiterte (6.). Villach zeigte sich nach dem Gegentreffer zu konsterniert, brachte die Scheibe kaum kontrolliert aus der eigenen Zone, produzierte zu viele Turnover und entwickelte offensiv zu wenig Durchschlagskraft. In Minute zehn ergab sich dennoch die bis dahin beste VSV-Chance. Ritchie und Wall spielten einen Zwei-auf-eins-Konter mustergültig aus, Ritchie legte in den Slot, Wall nahm die Scheibe direkt, wischte jedoch über den Puck und dieser kullerte in Richtung Rundung. In der Folge versuchte Villach zwar, sich aufzubäumen, blieb spielerisch aber farb- und zahnlos. Offensive Akzente blieben aus, oft war bereits an der offensiven blauen Linie Endstation. Gegen Drittelende stabilisierte sich Blau-Weiß etwas. Hutchison schloss einen Konter von halbrechts ab, Cowley parierte (17.), wenig später durfte Villach in Überzahl agieren, da Wien einen Spieler zu viel am Eis hatte. Die größte Chance in dieser Phase hatten allerdings erneut die Wiener. Scherbak vertändelte in der neutralen Zone die Scheibe, Preiser schloss den Konter unter Bedrängnis vom rechten Bullykreis ab, Swette reagierte sicher, begrub die Scheibe unter sich. Mit einem 0:1-Rückstand ging es in die erste Pause.

2. Drittel

Villach nahm sich vor, seine Hausaufgaben im Mitteldrittel besser zu erledigen und kam in Spielminute 23 zum etwas überraschenden Ausgleich. Ritchie chippte die Scheibe von rechts in den Slot, Sintschnig fälschte locker ab und Cowley ließ den Puck ohne erkennbare Gefahr passieren, es stand 1:1. Die Freude währte jedoch nur 59 Sekunden. Villach war defensiv erneut völlig von der Rolle, weder Strong noch Wall sicherten den Slot ab und Souch schoss nach Nogier-Zuspiel unbedrängt perfekt ins lange Kreuzeck zur neuerlichen Wiener Führung. Nun realisierten die Adler zunehmend den Ernst der Lage und glichen in Minute 25 erneut aus. Hughes bediente Nick Hutchison mustergültig, der Stürmer machte vor Cowley einen Haken auf die Backhand und schob souverän zum 2:2 ein. In der Folge stabilisierten sich beide Teams defensiv, die Offensivaktionen nahmen deutlich ab. Auch Wien leistete sich nun vermehrt Stellungsfehler. In Minute 31 schickte Katic Scherbak auf die Reise, dessen Breakaway-Abschluss jedoch unbedrängt neben das Tor ging. Kurios wurde es wenig später, als Villach einen vielversprechenden Konter fahren wollte. Helewka wurde von Vey per Haken gestoppt, dennoch mussten beide Spieler auf die Strafbank, eine äußerst ungewöhnliche Entscheidung. Bei numerischer Gleichheit war Villach in der Folge zwar die agilere und aktivere Mannschaft, nennenswerte Offensivsequenzen blieben jedoch aus, auch wenn man sich mehrfach in der Wiener Zone festsetzen konnte. Die große Chance auf die neuerliche Führung hatte Wien 2:30 Minuten vor Drittelende. Hults bediente Souch von der Grundlinie im Slot, dessen Abschluss jedoch zu ungefährlich ausfiel, Swette parierte. Den Schlusspunkt im zweiten Abschnitt setzte Alex Wall mit einem One-Timer von der blauen Linie, Cowley wehrte jedoch problemlos zur Seite ab. Somit ging es mit einem 2:2 in die zweite und letzte Pause.

3. Drittel

Der dritte Abschnitt begann gleich mit einer gefährlichen Szene für Blau-Weiß. Wien gewann das erste Anspiel in der neutralen Zone, Bourque tankte sich über links durch und tauchte gefährlich im Slot auf, sein Abschluss landete jedoch in Swettes Fanghand. In der Folge erspielten sich die Wiener ein leichtes Übergewicht und zwangen Villach vermehrt zu Befreiungsschlägen per Icing. Zwingend gefährlich wurde es vor Swettes Tor jedoch nicht. Die Partie verflachte zunehmend, beide Mannschaften agierten sehr vorsichtig, niemand wollte den entscheidenden Fehler machen. In Minute 46 bot sich dann die große Möglichkeit für Wien. Ritchie vertändelte die Scheibe in der neutralen Zone, Koschek leitete einen Zwei-auf-eins-Vorstoß ein, entschied sich glücklicherweise für Villach gegen den Abschluss und spielte nochmals ab, ein blau-weißer Verteidiger spritzte dazwischen. In der unmittelbar folgenden Offensivsequenz ging Wien dennoch in Führung. Nach einem gewonnenen Faceoff setzte man sich in der Villacher Zone fest, Blau-Weiß agierte erneut defensiv ungeordnet. Gazzola bewies Übersicht und legte vom rechten Bullykreis quer auf den gegenüberliegenden Faceoff-Kreis, wo Wallner von Wall völlig allein gelassen wurde und zum 3:2 einschoss (48.). Kurz darauf hatte Villach die nächste Ausgleichschance. Scherbak eroberte an der eigenen blauen Linie die Scheibe und war auf und davon, wurde jedoch von zwei Wienern noch rechtzeitig am Abschluss gehindert. Das Bemühen war den Adlern in der gesamten Partie nicht abzusprechen, sie kämpften in jeder Zone um die Scheibe, spielerisch gelang jedoch weiterhin wenig. In Minute 52 stellte Wien schließlich auf 4:2. Kulda spielte die Scheibe von der Rundung blind in den Slot, Vey sagte danke und schloss direkt vor Swette unhaltbar ins Kreuzeck ab. 5:27 Minuten vor dem Ende packte Cowley noch einen Weltklasse-Save aus. Lindner legte von der Grundlinie perfekt in den Slot, Hutchison nahm die Scheibe direkt, doch der Wiener Schlussmann griff mit der Fanghand spektakulär zu. Villach gelang es in der Schlussphase nicht mehr, offensiven Druck zu erzeugen, vielmehr schoss Hults ins verwaiste Villacher Tor zum 5:2-Endstand ein.

Vienna Capitals – EC iDM Wärmepumpen VSV 5:2 ( 1:0 | 1:2 | 3:0)
Torschützen VSV: Sintschnig, Hutchison
Torschützen VIC: Koschek, Souch, Wallner, Vey, Hults (EN)

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