Eishockey
News melden
Nachrichten

Adler Mannheim: Die Adler gehen entschlossen in Spiel drei

0 22

Von Rainer Kundel

Mannheim. Keine zusätzliche Erholung vor einem möglichen Finale – beide Halbfinalserien in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gehen in das entscheidende dritte Spiel. Während sich die Eisbären Berlin 63 Sekunden vor Schluss beim ERC Ingolstadt das Siegtor zum 3:2 erzielten, entglitt den Adler Mannheim eine 40 Minuten überlegen bis dominant geführte Partie bei den Wolfsburg Grizzlys. "Die zwei Strafen zu Beginn des Schlussdrittels haben uns den Rhythmus genommen", sagt Ben Smith. Der Kapitän klingt zugleich entschlossen: "Wir werden das Spiel analysieren, unsere Lehren daraus ziehen und am Freitag neu angreifen, das heißt auch 60 Minuten alles geben."

Schwache Chancenverwertung

Wolfsburg sei im letzten Drittel stark aus der Kabine gekommen, betonte Trainer Pavel Gross, "diesen Schwung haben sie dann mit in die Verlängerung genommen". Dort sah Gross, wie mit Andrew Desjardins sein routiniertester Spieler den entscheidenden Fehler beging, der "Toto" Rech das Siegtor für die VW-Städter erst ermöglichte.

Der Trainer thematisiert die schwache Chancenverwertung in diesen Tagen nicht mehr öffentlich. Je länger die Playoffs gehen, desto mehr äußern sich die Coaches durch die Bank mit Allgemeinplätzen. Sich gegen einigelnde Wolfsburger in 40 Minuten 28 Torschüsse zu erarbeiten, ist ordentlich. Nur einen davon durch Mark Katic, einen Verteidiger, zu verwerten, hat sich gerächt. Das Dilemma zeigte sich bereits in der Verzahnungsrunde. Die Mannheimer haben zwar eine breit angelegte Torschützenliste, die Topscorer der Adler liefern aber nicht genug.

David Wolf fiebert verletzt von außen mit, Matthias Plachta und Markus Eisenschmid sind ohne Playoff-Tor, Eisenschmid (14 Hauptrunden-Tore) traf seit Beginn der Spiele gegen die Nordgruppe in 19 Spielen nur noch zweimal ins Schwarze. Die nachverpflichteten Taylor Leier und Sean Collins sind solide Zwei-Wege-Stürmer, aber weit von Torjäger-Eigenschaften entfernt. Am ehesten entspricht noch Brendan Shinnimin dem Anforderungsprofil eines Abschluss-Spielers, seine aufreibende Spielweise des Kanadiers geht dem Gegner unter die Haut, womit der Kanadier regelmäßig Zielscheibe von Attacken ist.

"In den Playoffs wechselt das Momentum schnell. Die ersten zwei Drittel waren sehr gut, wir hatten etwas Pech im Abschluss, die eine oder andere Chance hätte auch reingehen können. Wir schauen jetzt nicht mehr zurück und nur noch auf den Freitag", hofft Felix Schütz auf den zündenden Funken gegen den starken Wolfsburger Keeper Dustin Strahlmeier. Dass der Gegner dann seinen abwartenden Stil aufgeben wird, diese Hoffnung sollten die Adler besser nicht hegen und sich erneut auf einen Abnutzungskampf einstellen.

Wessen Akku ist voller, wer hat die größere Disziplin? Am Mittwoch wanderten die Grizzlys nur einmal zur Strafbank – die Adler tun gut daran, bei fünf gegen fünf ihre Tore zu schießen. Bestehen sie diese Herausforderung, heißt es am Sonntag (14.30 Uhr, SAP Arena): Finale oho, Finale ohohoho …

DEL-Halbfinale, Freitag, 18.30 Uhr: Berlin - Ingolstadt; 20.30 Uhr: Mannheim - Wolfsburg.

Info: Aufgrund des Feiertags erscheint die RNZ am 1. Mai nicht. Den Bericht über das Spiel der Adler gegen Wolfsburg finden Sie unter www.rnz.de

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Andere Sportarten

Sponsored