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Adler Mannheim: Eishockey-Spieler gewöhnen sich langsam an eine leere Halle

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Es wird noch eine Weile dauern, bis sich ein Eishockeyspieler an eine leere Halle gewöhnt hat. Dennoch schien es, als wäre den Adler Mannheim bei diesem Prozess im zweiten Heimmatch des Vorbereitungsturniers auf die neue Saison eine Entwicklung gelungen. Hier laute Zurufe auf dem Eis, da eine Anfeuerung durch Klopfen der Wechselbank mit den Schlägern gegen die Bande – das alles war beim 3:0-Sieg der Adler gegen die Berliner Eisbären deutlicher zu vernehmen als beim Start gegen München.

Sportlich lief es für die Adler beim 3:0-Sieg gegen die Eisbären Berlin recht ordentlich. "Wir sind gut reingekommen, haben früh Druck gemacht, den Gegner zu Strafzeiten gezwungen", sagte Pavel Gross: "Wir sind geduldig geblieben und die Bewegung nach hinten hat mir gefallen." Der "Shutout", wie ein zu Null für den Torhüter genannt wird, bedeutete für Felix Brückmann eine perfekte Rückkehr an die Stätte, wo er zwischen 2009 und 2014 als Nummer zwei aktiv war, bevor ihm in Wolfsburg der große Durchbruch gelang: "Es war ein besonderes Spiel für mich. Es hat Spaß gemacht, wir sind froh, dass wir den ersten Sieg der Saison einfahren konnten. Ohne Gegentor zu bleiben, fühlt sich gut an, planen kann man das aber nicht." Vordermann Björn Krupp – ein Jahr vor Brückmann in die Kurpfalz gekommen – lobte: "Felix strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, zu jeder Zeit, in jeder Situation."

Für die dritte und letzte Heimpartie beim MagentaSport-Cup gegen Schwenningen (Sonntag, 14 Uhr), erwartet Pavel Gross einen starken Gegner. "Ich sehe sie diesmal als ein Top-Sechs- bis Top-Acht-Team, Sunny hat dort viel bewegt, seine Mannschaften sind immer topfit". Sunny – damit meint Gross den schwedischen Trainer Niklas Sundblad, dessen Fitnessprogramm 2014 den ERC Ingolstadt von Platz neun zum Meister führte.

Ansonsten prägte die Aufnahme der Saison weiter die Stimmung. Daniel Hopp widersprach Vorwürfen, die DEL habe in den letzten Monaten zu wenig bewegt: "Das längere Warten hatte den Grund, alle mitzunehmen, uns war es im Aufsichtsrat wichtig, dass die wirtschaftliche Situation aller Klubs einen Spielbetrieb über mehrere Monate zulässt." Man könne nun gegenüber dem Handball mit einem flexiblen Spielplan punkten, zumal es durch die frühzeitige Absage der Champions-League keine Reisen durch Europa anstünden, sieht Liga-Geschäftsführer Gernot Tripcke für den Fall nötiger Verlegungen aufgrund von Corona-Fällen in den Kadern Luft im Spielplan.

Tripcke beantwortete auch Fragen zu den Soforthilfen. "Man kann davon ausgehen, dass nach einer Überarbeitung der Antragsvoraussetzungen dreizehn Klubs zusammen etwas über 10 Millionen erhalten", sagte der Jurist: "Die 800.000 Euro pro Klub als Höchstgrenze werden überall ausgeschöpft, nun hoffen wir, dass nicht in Anspruch genommene Mittel ins nächste Jahr übertragen werden können." Wie es hieß, haben die Profi-Teamsportarten außerhalb des Fußballs bisher erst knapp die Hälfte aus dem 200-Millionen-Topf des Konjunkturpakets beantragt.

Sonntag, 14 Uhr, MagentaSport-Cup: Adler Mannheim - Schwenninger Wild Wings.

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