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Magenta-Cup: Adler Mannheim ringen Eisbären Berlin nieder

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Der MagentaSport-Cup erfüllt seinen vorgesehenen Zweck als Vorbereitungsturnier nun allemal: Am Donnerstag war der Tag der Entscheidung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Fünf Stunden bevor die Adler Mannheim am Abend zu ihrem zweiten Testspiel antraten, informierte die DEL in einer virtuellen Pressekonferenz, dass sie im dritten Anlauf am 17. Dezember mit allen vierzehn Klubs die Spielzeit 2020/21 aufnehmen wird. Dies hatte sich in den letzten Tagen abgezeichnet, zumal auch einige "Wackelkandidaten" mit Hochdruck an ihrer Durchfinanzierung gearbeitet haben.

Dann ging es ganz schnell. Wochenlang hört man kaum etwas Verbindliches, am Tag vor der offiziellen Verkündung konnten einige Klubchefs dann das Wasser nicht mehr halten und gingen gegenüber den örtlichen Medien bereits mit einem Modus "hausieren", der so auch prompt verabschiedet wurde. Der aber in Pandemie-Zeiten Sinn macht, weil er Reisekilometer, Übernachtungen und Kosten minimiert. "Das ist ein Feiertag für das deutsche Eishockey", freute sich der ehemalige Adler-Stürmer Christoph Ullmann, inzwischen als TV-Experte im Einsatz, über den späten Saisonbeginn.

Es wird in zwei Gruppen (Süd/Nord) zu je sieben Klubs eine Doppelrunde (insgesamt 24 Partien) gespielt. Die Adler Mannheim bekommen es zunächst mit Augsburg, Ingolstadt, München, Nürnberg, Schwenningen und Straubing zu tun. Dazu tritt jeder Klub in Hin-und Rückspiel gegen die sieben Vereine der anderen Gruppe an (14 Spiele), womit die Hauptrunde auf 38 Termine verkürzt wird.

Die Playoffs, die bis in den Mai hineingehen können, finden mindestens im "Best-of-three" -Format für die ersten vier jeder Gruppe statt. Sollten nicht Ausfälle oder Verlegungen das Ende der Hauptrunde verzögern, wäre auch ein "best-of-five" denkbar. Die Entscheidung hierüber soll im Frühjahr fallen, hier hat die Sportkommission Raum zum nachjustieren. Die Veröffentlichung des Spielplanes wird in den nächsten zehn Tagen erfolgen. "Wir haben in letzten Wochen um Lösungen gerungen, der angepasste Modus fand überall Zustimmung", bekräftigte Daniel Hopp in seiner Funktion als Vize-Aufsichtsratschef der Liga.

Das Aufeinandertreffen der DEL- Rekordmeister (je sieben Titel) im Vorbereitungswettbewerb zwischen den Adler Mannheim und den Eisbären Berlin ging nach drei späten Treffern mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) an den weiter amtierenden Meister, der am Sonntag (14 Uhr) in einem weiteren Heimspiel auf die Schwenninger Wild Wings trifft.

In einem ordentlichen Match mit vorwiegend kämpferischen Höhepunkten waren die Einheimischen zunächst hoch überlegen, brachten bei acht Minuten in Überzahl die Scheibe aber nicht am starken Eisbären-Keeper George Ingham vorbei, der 22 Schüsse parierte. Der 20-Jährige ist eine Leihgabe der Berliner aus der Organisation ihres NHL-Partners Los Angeles Kings. Dazu traf Cody Lampl (14. Minute) den Pfosten.

Erst im zweiten Drittel erhielt auch Felix Brückmann Möglichkeiten, sich zu bewähren. Der Wolfsburg-Rückkehrer im Mannheimer Tor stand seinem Gegenüber in nichts nach. Es deutete sich an, dass es für die Sturmreihen der ewigen Rivalen ein hartes Brot würde, um den ersten Sieg im Turnier einzufahren.

Während des fünften Mannheimer Powerplays war es dann soweit, David Wolf (48.) überwand Ingham im Nachsetzten nach einem Eisenschmid-Schuss. Der Bann war gebrochen, Lean Bergmann war vier Minuten später ebenfalls im Nachschuss zum 2:0 erfolgreich. Den Schlusspunkt bei einer starken Teamleistung setzte Matthias Plachta wenige Sekunden vor der Sirene mit einem Empty-net-goal.

Adler Mannheim - Eisbären Berlin 3:0 (0:0, 0:0, 3:0); Tore: 1:0 Wolf (48.), 2:0 Bergmann (52.), 3:0 Plachta (60.); Schiedsrichter: Kopitz (Iserlohn), Rantala (Finnland); Strafminuten: 6/10; Zuschauer: 0

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