Eishockey
News melden
Nachrichten

Adler Mannheim gegen Ingolstadt: Ein Wechselbad der Gefühle

0 24

Von Rainer Kundel

Mannheim. Der Kampf um Platz zwei in der Deutschen Eishockey-Liga ist nochmals entbrannt. Mit dem 4:3 (1:1,1:0, 1:2, 0:0, 1:0)-Erfolg nach Penaltyschießen gegen den ERC Ingolstadt und einem Fünf-Punkte-Wochenende haben sich die Adler Mannheim um die Position hinter dem enteilten EHC München zurückgemeldet. "Wir sind leicht enttäuscht, dass es keine drei Punkte wurden, weil wir viel investiert haben", meinte David Wolf. Freuen durfte sich der Adler-"Sturmtank" über das Lob von Gästetrainer Doug Shedden: "Ich ziehe heute vor der Reihe mit Desjardins und Wolf meinen Hut."

Anfänglich hatten die Mannheimer leichte Probleme mit dem konsequenten Forechecking der Ingolstädter. Wagner hatte die Donaustädter gegen die nominell vierte Adler-Linie bei deren erstem Wechsel in der 2. Minute in Führung geschossen, David Wolf (15.) ausgeglichen. Der 30-Jährige profitierte davon, dass Elsner seinen Querpass an Torhüter Reimer vorbei über die Linie bugsierte – ein klassisches Eigentor, das die Regeln im Eishockey aber nicht vorsehen. Der Tabellensiebte von der Donau ließ zunächst wenig zu, fing in der neutralen Zone viele Pässe ab, sodass die Gross-Schützlinge zu wenig klaren Chancen kamen.

Nach der ersten Pause hatten die Gastgeber das Rezept gefunden, wie dem läuferisch ebenbürtigen Gegner beizukommen war. Zwar hatte Wagner, direkt von der Strafbank kommend etwas außer Acht gelassen, noch eine Einschussmöglichkeit, ansonsten spielte nur noch eine Mannschaft – die Adler. Sie bissen sich in die nicht einfache Partie rein, kämpften um jeden Zentimeter und waren auch näher am Gegenspieler. Der Führungstreffer zeichnete sich nach einer längeren Drangperiode mit starken Aktionen von Raedeke, Rendulic, Desjardins und Plachta ab. Schließlich war es wiederum Wolf, der zum 2:1 einschoss. Diesmal ohne gegnerisches Zutun, aber nach Vorarbeit seiner kongenialen Stürmerkollegen Desjardins und Plachta.

Die seit mehr als zwei Jahren unverändert zusammen agierende Formation erhöhte mit blindem Verständnis nach einer Pass-Stafette sogar auf 3:1, was allerdings nicht für den Sieg nach 60 Minuten reichte. Gegen die momentan stärkste Überzahlmannschaft der Liga war die vierte Strafzeit des Nachmittags gegen die Adler – Lampl musste umstritten wegen eines hohen Stocks raus – eine zu viel.

Ingolstadts Top-Scorer Wayne Simpson nutzte diesen Vorteil zum Anschluss und traf vier Minuten später auch zum Ausgleich, als ein zunächst vorbildlich geblockter Schuss vor seine Kelle fiel.

"Wir haben ein Spiel gesehen, in dem beide Mannschaften gewinnen wollten, Ingolstadt zeigte viel Offensiv-Power", zeigte sich Pavel Gross zufrieden. "Die Aufteilung der drei Punkte mit zwei für uns geht auf jeden Fall in Ordnung." Dass der Trainer und die wiederum über 12.000 Besucher in der SAP Arena dafür ein Wechselbad der Gefühle durchmachten mussten, dafür wurden sie mit dem einzig verwandelten Penalty durch Borna Rendulic zum Siegtreffer entschädigt. Zuvor konnte der Meister in der fünfminütigen Verlängerung 3:19 Minuten mit einem Spieler mehr auf die Entscheidung drängen, agierte dabei jedoch etwas umständlich, wobei auch das gegen Ende stumpfe Eis seinen Anteil hatte. "Ich habe von uns eine deutliche Steigerung gesehen, das kommt aber automatisch, wenn der Gegner aktiv nach vorn unterwegs ist", freute sich Pavel Gross.

Adler Mannheim - ERC Ingolstadt 4:3 n.P. (1:1, 1:0, 1:2, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 Wagner (2.), 1:1 Wolf (15.), 2:1 Wolf (36.), 3:1 Desjardins (50.), 3:2 Simpson (55.), 3:3 Simpson (58), 4:3 Rendulic (65./Penalty)

Schiedsrichter: Rantala (Finnland), Wilk (USA)

Strafminuten: 8/8

Zuschauer: 12.637

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

Eislaufabteilung Schongau
Eislaufabteilung Schongau
EHC Freiburg
EHC Freiburg

Andere Sportarten

Sponsored