Adler Mannheim gegen Augsburger Panther: Mannheimer Adler machen den Hauptrundensieg perfekt
Von Rainer Kundel
Augsburg. Das Curt-Frenzel-Stadion der Augsburger Panther bleibt für die Mannheimer Adler ein gutes Pflaster. Im Vorjahr sicherten sich die Kurpfälzer am letzten Spieltag in der Fuggerstadt nach einer lange Zeit missratenen Saison Platz fünf, gestern Abend machte das Team von Trainer Pavel Gross mit einem souverän herausgespielten 6:2 (0:0, 4:2, 2:0)-Sieg beim Rangdritten vor dem abschließenden 52. Spieltag den Hauptrundensieg in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) perfekt. Durch die 3:5-Niederlage von Verfolger EHC München in Schwenningen konnten sich die Adler schon vor dem Heimspiel gegen die Kölner Haie am Sonntag (14 Uhr) von den zahlreich mitgereisten Anhängern feiern lassen.
Im Vergleich zum letzten Sonntag gab es zwei Veränderungen bei den Adlern. Endras löste Pickard im Tor ab, Krämmer stürmte anstelle von Kink, dessen "C" als Zeichen des Kapitäns auf dem Trikot von Marcel Goc stand. Beide Mannschaften boten in der ausverkauften Halle einen sehenswerten Auftakt, gingen mit hoher Intensität zur Sache, wobei die Gäste sowohl quantitativ als auch qualitativ bei den Tormöglichkeiten vorn lagen.
Panther-Torhüter Roy entschärfte beim Break von Wolf dessen Schuss und Nachschuss (5. Minute), klärte auch gegen Adam und Katic (8.) und Lamb wischte bei einem der starken Adler-Powerplays die Scheibe vor Wolf mit letztem Körpereinsatz aus der Gefahrenzone. Auf der Gegenseite traf White (8.) den Pfosten und war Endras bei einem "Bauerntrick" von Leblanc (13.) auf der Hut.
Nach der ersten Pause wurde das Hochgeschwindigkeits-Eishockey bald mit Toren gewürzt. Ein misslungener Pass von Goc ermöglichte bei vier gegen vier Augsburgs Topscorer White die Führung (23.), aber der Mannheimer Routinier machte sein Missgeschick postwendend wieder mit der Vorarbeit zum 1:1 durch Brent Raedeke (27.) wieder gut. Der nochmalige Rückstand durch Lamb (29.), dem Wolf und Katic sehr viel Platz ließen, stachelte die Adler noch mehr an. Sie deckten Roy reihenweise mit Schüssen von der blauen Linie ein, wobei stets ein abfälschender Mitspieler vor dem Tor postiert war. Der Druck, den die Mannschaft von Pavel Gross entfachte, führte zwangsläufig zum Toren. Dreimal trafen die spiel- und kampfstarken Adler innerhalb von 3:13 Minuten und stellten damit die Partie vor den letzten 20 Minuten auf 2:4. Raedeke fälschte Akdags Schuss zum 2:2 ab (34.), Ben Smith staubte in Überzahl zur Führung ab (36.) und Matthias Plachtas Schuss nach Bully-Gewinn von Desjardins rutschte Roy durch.
Glück hatten die Blau-Weiß-Roten, dass der Treffer von Smith keiner Video-Überprüfung unterzogen wurde, es roch nach Schlittschuhtor. Die Panther waren angefressen, die Atmosphäre aufgeheizt, die "Greivögel" blieben dennoch cool. Garrett Festerling (43.) nach Kolarik-Pass legte zum 2:5 nach, Raedeke (55.) buchte mit dem halben Dutzend seinen ersten Dreierpack in der DEL.
Augsburger Panther-Adler Mannheim 2:6 (0:0, 2:4, 0:2)
Tore: 1:0 White (23.), 1:1 Raedeke (27.), 2:1 Lamb (29.), 2:2 Raedeke (34.), 2:3 Smith (36.), 2:4 Plachta (37.), 2:5 Festerling (43.), 2:6 Raedeke (55.)
Schiedsrichter: Rantala (Finnland), Schütz (Bad Aibling)
Strafminuten: 10/8
Zuschauer: 6139 (ausverkauft)

