Adler Mannheim: Nicolas Krämmer ist von der Eishockeystadt beeindruckt
Von Rainer Kundel
Mannheim. Das Hoffest war auch diesmal der erste Kontakt einiger Neuzugänge der Adler Mannheim mit den Anhängern. Bei 30 Grad fanden sich rund 500 Fans vor der SAP Arena ein, um sich Autogramme zu sichern, mit Spielern und Klubmitarbeitern zu plaudern oder einfach nur untereinander zu fachsimpeln.
Unter den Cracks war auch Nicolas ("Nico") Krämmer - der Neuzugang von den Kölner Haien zeigte sich fürs Erste beeindruckt von der Eishockeystadt Mannheim. "Ich bin in Landshut, einer kleinen, aber klassischen Eishockeystadt geboren, Mannheim ist da natürlich eine Steigerung. Das spürt man schon, wenn man in die Stadt hineinfährt und die Säulen mit dem Adler-Slogan sieht."
Nach zwei Jahren bei den Kölner Haien, wobei das letzte für ihn sportlich mit 15 Punkten nicht nach Plan lief, hat sich der 25-Jährige einiges vorgenommen. "Ich will mich vor allem offensiv verbessern", hat sich der Flügelstürmer und Unterzahlspezialist zum Ziel gesetzt.
Krämmer ist der Neffe des 215-fachen Nationalspielers Gerd Truntschka (59). "Zum Glück belastet mich der Nachname nicht", meint Nico, der allerdings registriert hat, dass der Onkel "immer ein Auge auf den Klub wirft, wo ich gerade unter Vertrag stehe".
Es sind ja schon einige Stationen, die hinter Krämmer liegen. Nach einer Stippvisite als 18-Jähriger mit einer Halbsaison in einer US-Nachwuchsliga und der Rückkehr zum damaligen Zweitligisten EV Landshut waren die Hamburg Freezers für vier Jahre seine sportliche Heimat.
"Das Aus vor zwei Jahren hat uns schon schwer getroffen. Wir Spieler sind ja alle irgendwo untergekommen, aber es gehen Freundschaften und Verbindungen verloren, man hat ja über den Sport hinaus Kontakte aufgebaut", bedauert der Nationalspieler die damalige Lizenzrückgabe der Hanseaten.
Nach der WM in Dänemark stand nach einem Kurzurlaub der Umzug von Köln nach Mannheim an. Der Linksschütze ist kein Freund von Trockentraining im Alleingang, "deshalb bin ich ebenso wie Matthias Plachta wieder früh in die Adler-Trainingsgruppe eingestiegen".
Wenn Pavel Gross am 23. Juli alle Cracks schon eine Woche vor Beginn des Eistrainings um sich scharen wird, will Nico in bester körperlicher Verfassung sein. "Je länger man im Sommer die Füße hochlegt, desto schwerer fällt der Einstieg." Vom Fanauflauf im Hochsommer war der Neu-Adler überrascht. "Man spürt, die Leute hier sind heiß auf die neue Saison."
Sie werden auch gespannt sein, welche Rolle der Mann mit der Trikotnummer 21 im runderneuerten Kader spielt. Wer im September die ersten Gegner sind, darauf müssen die Anhänger noch eine Woche warten. Am 9. Juli veröffentlicht die Deutsche Eishockey-Liga den Spielplan, nachdem alle 14 Klubs das Lizenzprüfungsverfahren bestanden haben.

