Adler Mannheim: Ungefährdeter 4:1-Sieg gegen die Schwenninger Wild Wings
Von Rainer Kundel
Schwenningen. Kein Bibbern und Zittern im kalten Schwarzwald: Die Adler Mannheim haben mit einer soliden Leistung in einem erstaunlich emotionslosen baden-württembergischen Derby durch einen 4:1 (1:0, 3:1, 0:0)-Erfolg und dem 25. Saisonsieg drei Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde der Deutschen-Eishockey-Liga (DEL) die erste Playoff-Runde gebucht. Ob es mit der direkten Viertelfinal-Qualifikation klappt, entscheidet sich in den beiden Wochenendspielen am Freitag gegen die Kölner Haie und am Sonntag bei den Augsburger Panthern.
Trainer Bill Stewart bot erstmals Patrick Mullen auf. Der elfte Importspieler feierte einen guten Einstand, war sofort in Über- und Unterzahl präsent und erhielt dazu noch zwei Torvorlagen gutgeschrieben. Neben dem verletzen Reul wurden Johnson, MacMurchy und Ullmann (alle überzählig) nicht aufgeboten. Die erst 48 Stunden zuvor heimgekehrten Silbermedaillengewinner erhielten dosierte Eiszeit und blieben von Unterzahl-Einsätzen weitgehend verschont.
Am ersten Spieltag nach vier Wochen Pause wurde gestern in allen Hallen ein Willkommens-Trailer für die erfolgreichen Nationalspieler abgespielt, daneben zeigte DEL-Medienpartner Telekom-Eishockey im Livestream alle Partien kostenlos. Bei zehn Grad minus im Schwarzwald-Baar-Kreis und kaum geringerer Kälte in der Halle am Bauchenberg entwickelte sich zunächst eine zähe Partie, in der die Kontrahenten nur schwer auf Touren kamen. Immerhin gerieten die Adler trotz sechs Minuten Unterzahl, allein vier sammelte Sparre in einer Aktion ein, kaum in Schwierigkeiten. Offensiv setzten die Mannheimer durch Desjardins (7.Minute) und Marcel Goc (12.) -hier klärte Brückner auf der Linie - ein Zeichen, bevor Andrew Desjardins auf Zuspiel von Kolarik 18 Sekunden vor der Sirene die Pausenführung erzielte.
Etwas stimmungsvoller wurde es in der ausverkauften und zunächst überraschen ruhigen Helios-Arena im zweiten Abschnitt. Devin Setoguchi (28.) per Nachschuss erhöhte mit der ersten Mannheimer Chance auf 2:0.
Für den wichtigen Zwei-Tore-Abstand sorgte nach dem Anschlusstreffer von Danner (29.) Brent Raedeke. In beiden Szenen hatte Torhüter Strahlmeier zunächst gegen Kink noch bravourös abgewehrt. Am schönsten Treffer waren die Olympia-Teilnehmer beteiligt. David Wolf und Matthias Plachta setzten bei einem schnell vorgetragenen Konter ihren Mittelstürmer Andrew Desjardins in Szene, der eine Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels auf 4:1 erhöhte. Diesen Vorsprung brachten die Blau-Weiß-Roten gegen schwache "wilde Schwäne" ohne große Mühe über die Runden. Kolarik (51./ Pfosten) und Adam vergaben gar einen höheren Sieg.
Schwenninger Wild Wings - Adler Mannheim 1:4 (0:1,1:3, 0:0); Tore: 0:1 Desjardins (20.), 0:2 Setoguchi (28.), 1:2 Danner (29.), 1:3 Raedeke (31.), 1:4 Desjardins (40.); Schiedsrichter: Hoppe (Bad Nauheim), Piechaczek (Landsberg); Strafminuten: 4/10; Zuschauer: 6215 (ausverkauft).

