Eishockey
News melden
Nachrichten

4:3-Sieg gegen Wolfsburg: Adler Mannheim ziehen sich aus dem Sumpf

0

Von Rainer Kundel

Mannheim. Alfred Hitchcock hätte nicht besser Regie führen können. In einem hoch spannenden Spiel zu Beginn der zweiten Hauptrunden-Hälfte der Deutschen Eishockey-Liga besiegten die Adler Mannheim durch ein Tor von Chad Kolarik 48 Sekunden vor der Sirene die Grizzlys Wolfsburg mit 4:3 (2:2, 1:0, 1:1).

"Wir wollen wieder unsere Stärken mit vier Reihen und hohem Tempo aufs Eis bringen", verlieh Adler-Manager Teal Fowler wenige Stunden vor dem Anpfiff gegen die Niedersachen im Gespräch mit der RNZ seiner Hoffnung auf Besserung Ausdruck. Doch die Blau-Weiß-Roten benötigten eine Viertelstunde Anlaufzeit, um Zugriff auf die starken Wolfsburger zu bekommen. Defensive Unordnung, schlampige und riskante Pässe, gepaart mit Abstimmungsproblemen in der Zonendeckung, führten schnell zu einem Zwei-Tore-Rückstand.

Zunächst ließ sich die vierte Reihe in der neutralen Zone düpieren, von wo die Scheibe zum frei stehenden Mulock kam, der nicht lange fackelte und Endras in der dritten Minute zum 0:1 überwand. Auch beim zweiten Gegentreffer sah sich Reul nach unzureichender Defensivarbeit von Festerling zwei Gegenspielern gegenüber, letztlich traf Höhenleitner gegen den bemitleidenswerten Endras, der den Puck beim Rettungsversuch noch selbst unglücklich über die Linie bugsierte (15.).

Zwei Treffer zum Wachrütteln, denn statt der befürchteten Schockstarre dauerte es nur eine halbe Minute, bis Brent Raedeke und Matthias Plachta den Gleichstand herstellten. Raedeke stand nach einem von Brückmann zunächst abgewehrten Larkin-Schuss goldrichtig, und Plachta überwand die ehemalige Nummer zwei der Mannheimer mit einem verzögerten Schuss nach energischem Antritt.

Fortan lag das Momentum auf Seiten der Adler, die in den Zweikämpfen mehr auf den Körper gingen und deutlich mehr Schüsse aufs Tor brachten. Sparre und Plachta hatten die Führung auf dem Schläger, für die schließlich Chad Kolarik mit seinem elften Saisontor zuständig war. In dieser 33. Minute blitzte wieder einmal das aus der Vorsaison gewohnte blinde Verständnis zwischen Luke Adam und dem Torschützen auf.

Erst danach kamen die Grizzlys aus ihrer Reserve, dabei bewahrte Endras sein Team mit Reflexen gegen Dehner (35.) und Weiß (38.) vor dem Ausgleich. Der allerdings bei der ersten Strafzeit des Abends (Kink/Stockschlag) nicht zu verhindern war, als Aubin in gewohnter Manier abschloss. Ärgerlich, dass kurz zuvor Festerling (43.) die Latte traf und kurz danach Setoguchi nach einem Fehlpass allein auf Brückmann zulief und über das Gehäuse schoss.

Anders als am Dienstag zog sich das Team von Sean Simpson nicht frühzeitig zurück, sondern drängte in der gutklassigen Partie auf das Siegtor. Nichts für schwache Nerven war die Schlussphase, als die Adler zunächst eine Bankstrafe unbeschadet überstanden und dann ihr erstes Überzahlspiel entschlossen durch einen Handgelenkschuss von Kolarik in der Schlussminute zum Siegtreffer nutzten. Auf mehr solcher Auftritte freuen sich die Besucher in den kommenden Wochen.

Adler Mannheim - Grizzlys Wolfsburg 4:3 (2:2, 1:0, 1:1), Tore: 0:1 Mulock (3.), 0:2 Höhenleitner (15.), 1:2 Raedeke (16.), 2:2 Plachta (16.), 3:2 Kolarik (33.), 3:3 Aubin (45.), 4:3 Kolarik (60.); Schiedsrichter: Bauer (Höchstadt), Hunnius (Berlin); Strafminuten: 4/2; Zuschauer: 9556.

Comments

Комментарии для сайта Cackle
Загрузка...

More news:

Read on Sportsweek.org:

EHC Freiburg
Eislaufabteilung Schongau
EC Rekord-Fenster VSV
Eislaufabteilung Schongau

Andere Sportarten

Sponsored