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Adler Mannheim: Jochen Hecht sagt als zweiter Co-Trainer zu

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Von Rainer Kundel

Mannheim. Jochen Hecht ist kein Mann schneller Entschlüsse. Der ehemalige Eishockey-Profi der Adler Mannheim, aus 892 NHL-Einsätzen in allen Situationen auf dem Eis gestählt, schiebt richtungsweisende Entscheidungen über seine Zukunft gern vor sich hin. So verkündete er vor einem Jahr nach 22 Profi-Spielzeiten auf den letzten Drücker das Ende seiner aktiven Zeit - am Tag, als sich die Mannschaft gerade zum ersten gemeinsamen Eistraining versammelte.

Ähnlich erging es dem Ilvesheimer in den letzten Wochen. Seitdem Ende Mai feststand, dass Steve Walker die Adler für eine Chefposition in Klagenfurt verlassen würde, hatte Hecht die Anfrage von Teal Fowler erhalten, ob er sich vorstellen könne, neben Colin Müller an der Seite von Trainer Sean Simpson zu arbeiten. Die Voraussetzungen dafür waren eigentlich ideal, immerhin konnte der gebürtige Mannheimer ein Jahr lang in den Trainerjob hinein schnuppern.

Wenn auch nicht in Vollzeit, sondern als sogenannter "Development Coach". Dabei verdiente er sich erste Meriten beim wochenlangen Aufbautraining von Ryan MacMurchy nach dessen Kahnbeinbruch. "Ich habe meine Stocktechnik dank Jochen verbessern können, auch mit 32 Jahren konnte ich noch einiges abschauen", lobte der Kanadier im letzten Winter.

Daneben nahm der 40-Jährige Sonderaufgaben wahr, hospitierte beim Partnerteam in Kassel und den Jungadlern und leitete in den letzten Tagen das Sommer-Eistraining für die deutschen Akteure. Auch international nahm Hecht erste Anleihen für die Arbeit an der Bande auf, als er sich mit Tobias Abstreiter die Assistenz von Bundestrainer Marco Sturm im letzten November beim Deutschland-Cup teilte. Mitte der letzten Woche folgte schließlich Hechts Bekenntnis, bei seinem Ausbildungsklub größer in die Verantwortung zu gehen (die RNZ informierte).

"Die Entscheidung war nicht einfach, ich war mir nach nur einem Jahr nicht sicher, ob ich schon wieder für den strafferen Spielrhythmus bereit bin", benötigte Hecht zunächst Bedenkzeit, die ihm Manager Teal Fowler mit Blick auf die Familie auch einräumte. "Nicht jeder Spieler ist zum Trainer geeignet, aber Jochen hatte ein erfolgreiches erstes Jahr, vor allem kennt er die internen Abläufe, deshalb ist er die beste Lösung", konnte Fowler den Deckel dieser Personalakte zuklappen.

Bis Jochen Hecht, dessen Sohn Philipp bei den U-14 Jungadlern spielt, grünes Licht gab, musste der Klub zweigleisig fahren. Ende Juni führte Fowler deshalb in Toronto mit einigen Kandidaten aus dem großen Bewerberkreis intensive Gespräche.

Dass es jetzt doch zu einer Lösung aus dem eigenen Haus kam, wird im Klub mit großer Freude und auch im kritischen Umfeld überwiegend positiv aufgenommen. So steht dem nichts entgegen, dass die Fans bei der "Boys are back in town"-Party am kommenden Freitag (19 Uhr, Vorplatz SAP Arena) wieder Sprechchöre ("Jochen ist einer von uns") auf das Mannheimer Aushängeschild in Nordamerika anstimmen. Denn Hecht ist in Buffalo auch vier Jahre nach seinem Abschied noch immer ein Idol. "Als ich zuletzt dort war, sind mir wieder einige Sabres-Fans im Hecht-Trikot begegnet", berichtete Teal Fowler der RNZ.

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