Trump-Golfplatz in Washington: Pläne für Umbau lösen Streit aus | USA
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Donald Trump plant den Umbau eines traditionsreichen öffentlichen Golfplatzes in Washington. Doch die Pläne stoßen auf heftigen Widerstand. Die Pläne von US-Präsident Donald Trump für den traditionsreichen East Potomac Golf Links in Washington D.C. führen zu politischem und juristischem Streit. Gegner des Projekts werfen der Regierung vor, beim Umbau Umweltauflagen missachtet und belastetes Material auf dem Gelände abgeladen zu haben. Der öffentliche Golfplatz liegt unweit des Jefferson Memorials und gilt seit mehr als 100 Jahren als beliebte Anlage für Hobbygolfer. Nach den Vorstellungen Trumps soll das Gelände umfassend modernisiert und in einen Golfplatz auf Profiniveau umgewandelt werden. Kritiker befürchten allerdings tiefgreifende Eingriffe in das Naherholungsgebiet. Revolte im US-Senat: Jetzt hat Trump den Bogen überspannt US-Politik: Alle Entwicklungen im Newsblog Belastete Erde auf dem Gelände entdeckt Für zusätzliche Brisanz sorgten jüngst die Ergebnisse von Bodenuntersuchungen. Wie aus Daten des National Park Service hervorgeht, wurden auf dem Gelände unter anderem Spuren von Blei und Chrom festgestellt. Die Proben stammen aus Erde und Bauschutt, die im Zuge des Abrisses des Ostflügels des Weißen Hauses auf dem Golfplatz abgeladen worden waren. Zwar lagen die gemessenen Werte nach Angaben der Behörden unter den Grenzwerten der US-Umweltschutzbehörde EPA für Industrie- und Gewerbeflächen. Experten warnen dennoch vor möglichen Risiken. Der Harvard-Wissenschaftler Joseph Allen erklärte laut der veröffentlichten Untersuchung, es gebe "keinen sicheren Grenzwert" für Bleibelastung in der Umwelt. Das Innenministerium verteidigte das Vorgehen. Die Erde sei mehrfach geprüft worden und entspreche allen gesetzlichen Standards, erklärte eine Sprecherin. Kritik an fehlender Umweltprüfung Im Zentrum der Kontroverse steht die Frage, wie der Schutt auf das Gelände gelangte. Umwelt- und Denkmalschutzorganisationen werfen der Regierung vor, notwendige Umweltprüfungen umgangen zu haben. Die DC Preservation League reichte deshalb gemeinsam mit Anwohnern Klage ein. Die Kläger argumentieren, dass die Regierung gegen Vorgaben des National Environmental Policy Act verstoßen habe. Zudem kritisieren sie, dass die Öffentlichkeit vor Beginn der Arbeiten nicht informiert worden sei. Sorge um öffentliche Nutzung Neben Umweltbedenken richtet sich die Kritik auch gegen die geplante Neuausrichtung des Golfplatzes. Gegner befürchten, dass die bislang vergleichsweise günstige öffentliche Anlage künftig stärker auf wohlhabende Spieler zugeschnitten werden könnte. Nach bisherigen Informationen könnten im Zuge des Umbaus unter anderem ein Minigolfplatz sowie beliebte Wege für Jogger und Radfahrer verschwinden. Der traditionsreiche öffentliche Charakter der Anlage stehe damit auf dem Spiel, warnen Kritiker. Ein Gericht in Washington lehnte einen sofortigen Baustopp zunächst ab. Die zuständige Richterin machte jedoch deutlich, dass die Regierung weitere Schritte frühzeitig ankündigen müsse.

