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Barcelona in den 60ern

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Bernd Wiesberger startet bei den Catalunya Championship mit einer 69 (-3) ins Turnier und hat damit auch die Top 10 noch klar in Sichtweite. Max Steinlechner macht sich am Donnerstag im Real Club de Golf El Prat mit Ungenauigkeiten das Leben selbst schwer.

Nach seinem sensationellen Sieg in China vor zwei Wochen, hatte Bernd Wiesberger vor wenigen Tagen in der Türkei erneut Grund zu jubeln, denn als 2. des Asian Swing Rankings wird er nach knapp vierjähriger Abstinenz bei den PGA Championship die Rückkehr auf die Majors bejubeln dürfen. Trotz der geschafften Qualifikation "spritzt" Bernd die Catalunya Championship aber nicht und hat sich dazu entschieden voll im Turnierrhythmus aus Barcelona direkt weiter nach Aronimink zu jetten.

Nach einem versandeten Drive und einem etwas ungenauen Wedge geht sich zwar am anfänglichen Par 5 für Bernd nicht das erhoffte Birdie aus, das Par wandert jedoch ziemlich stressfrei auf die Habenseite. Kurz danach wird es jedoch erstmals etwas unangenehm, da er am Par 3 der 3 am Grün dreimal ansetzen muss, womit der erste Schlagverlust nicht mehr abzuwenden ist. Zwar legt er sich sofort eine hervorragende Chance zum Ausgleich auf, der Putter bleibt vorerst aber auch weiterhin unterkühlt. Erst auf der 5 haucht er dem Gerät fürs Kurzgemähte dann aus einem Meter erstmals etwas Leben ein und gleicht sein Score hochverdient wieder aus.

Richtig ins Rollen bringt ihn aber auch das Birdie nicht wirklich, findet er sich doch nach verpasstem Up & Down auf der 7 recht rasch erneut im Plusbereich wieder. Die Frontnine beendet er dann aber mit einem regelrechten Paukenschlag, denn am Par 5 der 9 parkt er die Attacke nur einen halben Meter von der Fahne entfernt und nistet so sehenswert sogar den Adler ein, womit er sein Score buchstäblich mit einem Schlag wieder in den roten Bereich dreht. Über weite Strecken nimmt er dann zu Beginn der hinteren Neun solide Pars mit, bis auf der 14 aus drei Metern der nächste Birdieputt den Weg ins Ziel findet.

Ohne jeglichen Wackler notiert Bernd dann die Pars, bis er sich am abschließenden Par 5 zwar vom Tee aus einbunkert, sich mit einem perfekten Wedge aber noch einmal die Chance zum Birdie gibt. Stilecht stopft er den kurzen Putt dann und marschiert so schlussendlich mit der 69 (-3) zum Recording, womit er sich nicht nur ganz souverän auf Cut-Kurs bringt, sondern vom 25. Platz aus auch die Top 10 noch klar in Reichweite hätte.

Leben schwer gemacht

Neben dem Südburgenländer nimmt auch Max Steinlechner in Spanien einen weiteren Anlauf im Race to Dubai. Der Aufsteiger glänzt die gesamte bisherige Saison über immer wieder mit starken Runden, allerdings kämpft er parallel dazu auch mit der Konstanz, was ihm in Belek etwa auch den Wochenendeinzug kostete. Mit neuem Mut soll es nun in Katalonien deutlich besser laufen. Auch im Hinblick auf die Austrian Alpine Open, die bereits Ende Mai im Kalender stehen, gilt es langsam die Formkurve nach oben zu biegen.

Gleich am Par 5 der 10 hat Max am Nachmittag Grund zu jubeln, geht sich doch mit Chip & Putt sofort das erste Birdie aus. Das scheint in der frühen Phase auch sofort die Eisen und den Putter anzuheizen, denn am Par 3 der 11 kann er aus zwei Metern gleich das nächste Erfolgserlebnis verbuchen und legt so mit dem Birdiedoppelschlag einen Start nach Maß hin. Kurz danach setzt es jedoch auch den ersten kleinen Dämpfer, nachdem er sich nach knapp verfehltem Grün am Par 3 der 13 nicht mehr zum Par scramblen kann.

Das bremst den sehenswerten Anfangselan auch ziemlich ein, wie ein weiterer Fehler nach verzogenem Drive auf der 16 untermauert. Zwar zieht dann auch das nächste Eisen auf der 17 übers Ziel hinaus, mit einem perfekten Bunkerschlag locht er aber direkt aus dem Sand und holt sich so postwendend das Minus wieder zurück. Zwar lässt das darauffolgende Par 5 dann keinen weiteren Schlaggewinn springen, dafür aber krallt er sich auf der nächsten langen Bahn direkt nach dem Turn mit Chip & Putt das angepeilte Birdie ab. Das bringt den Tiroler sichtlich auch wieder ins Rollen, wie der nächste rote Eintrag direkt danach nach einem super Eisen ins Grün sehenswert zeigt.

Ganz kann er den Schwung aber nicht halten, da er sich nach einem verzogenen Drive auf der 4 nicht mehr zum Par scramblen kann und so wieder etwas abrutscht. So richtig bitter wird es dann allerdings zwei Löcher später am Par 3: Nach deutlich verzogenem Tee Shot chippt er einmal quer übers Kurzgemähte und schlittert schließlich sogar in eine Doublette, womit er plötzlich wieder bei Even Par hält. Der wilde Ritt hinterlässt sichtlich auch Spuren, denn auch das nächste Eisen auf der 7 verfehlt das Ziel deutlich, womit er sich am Ende sogar mit der 73 (+1) zufrieden geben muss. Am Freitag wartet somit nun vom 107. Platz aus ein hartes Sück Arbeit um nicht erneut bereits nach 36 Löchern wieder die Sachen packen zu müssen.

Shaun Norris (RSA) setzt mit einer 64 (-8) am Donnerstag die vorläufige Bestmarke. Aus deutscher Sicht können sich vor allem Freddy Schott und Yannik Paul zufrieden zeigen, bringen sie sich doch mit Runden in den 60ern in durchaus vielversprechende Positionen.

Leaderboard Catalunya Championship

Der Beitrag Barcelona in den 60ern erschien zuerst auf Golf-Live.at.

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