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Max Steinlechner erwischt einen Auftakt nach Maß

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Max Steinlechner hat sein Visier zum Auftakt der Turkish Airlines Open mit allererster Tee Time durchwegs gut eingestellt und ist nach einer 69 (-3) voll an den Top 10 dran. Bernd Wiesberger macht sich am Nachmittag das Leben selbst etwas schwer, startet im National GC von Belek mit einer 71 (-1) aber ebenfalls im roten Bereich.

Nach dem sensationellen Sieg in China in der Vorwoche, hat Bernd Wiesberger plöztlich wieder ganz andere Ziele als noch vor wenigen Tagen. Um die Tourcard muss sich der Südburgenländer keine Sorgen mehr machen, dafür rückt nun eine Rückkehr auf die Majors in schon greifbare Nähe. Die Turkish Airlines Open markieren den Abschluss des diesjährigen Asian Swings der DP World Tour und in eben diesem Ranking liegt Bernd dank des Triumphs in Shanghai auf Rang 2. Die Top 3 bekommen ein Ticket für die PGA Championship in Aronimink. Somit könnte die Türkei Woche zu einer regelrechten Rechnerei werden, denn je nach Konstellation der Konkurrenz könnte dem 40-jährigen vielleicht schon ein geschaffter Cut reichen, oder er müsste womöglich sogar die Top 5 anpeilen.

Auch Max Steinlechner ist in Belek wieder mit von der Partie. Österreichs Shooting-Star des Vorjahres zeigte in China ebenfalls aufsteigende Form, wobei er vor allem am Schlusstag sein neues Srixon Material bereits richtig gut im Griff hatte und mit einer starken Runde noch bis auf Rang 25 nach vor marschierte. Hat der Aufsteiger im National GC diesmal an allen vier Spieltagen sein Spiel auf Schiene, könnte er wohl durchaus in der Türkei auch um die Spitzenplätze mitmischen. Der Start kann sich auch gleich sehen lassen, denn Max verzieht zwar am anfänglichen Par 5 den Drive, hat den Putter aus sechs Metern aber sofort auf Temperatur und startet so gleich mit einem Birdie ins Geschehen.

Lange muss er sich auch danach nicht in Geduld üben, denn nach zwei sicheren Pars, schlägt er bereits am nächsten Par 5 dank eines gefühlvollen Pitches über den Grünbunker ein weiteres Mal zu. In dieser Tonart geht es auch munter weiter, wie ein Monsterputt aus rund neun Metern zum bereits dritten Erfolgserlebnis auf der 6 untermauert. Da dann nach einer messerscharfen Annäherung auch die 7 einen roten Eintrag ausspuckt, krallt sich der 26-jährige regelrecht im absoluten Spitzenfeld fest. Erst danach schläft sein Spiel ein wenig ein und da sich am Par 3 der 11 dann das Up & Down knapp nicht ausgeht, muss er schließlich auch den ersten Schlagverlust einstecken.

Das kostet wie aus dem Nichts auch plötzlich die Sicherheit, denn nicht nur, dass sich am darauffolgenden Par 5 der sofortige Konter nicht ausgeht, brummt er sich nach verzogenem Abschlag sogar gleich noch ein Bogey auf. Zwar legt er sich dann danach auf der 13 eine echte Top-Chance auf, aus einem guten Meter bleibt der Putter aber kalt und macht ihm einen Strich durch die geplante Birdie-Rechnung. Für den kurzen verschobenen Putt rehabilitiert er sich jedoch sehenswert mit einem gelochten Birdieversuch danach am Par 5 aus guten sechs Metern. So richtig die Selbstverständlichkeit der Frontnine bringt das Erfolgserlebnis jedoch nicht zurück, wie auch ein weiteres verpasstes Up & Down kurz danach am Par 3 der 16 recht unangenehm zeigt.

Am Schlussloch bringt er den Putter dann aber noch einmal auf Temperatur, stopft aus ca. fünf Metern noch zu einem weiteren Birdie und bringt so am Ende sogar die 69 (-3) in trockene Tücher. Damit legt Max auch einen absolut gelungenen Start in der Türkei hin, denn mit der Auftaktrunde in den 60ern startet er nicht nur völlig komfortabel auf Kurs in Richtung Wochenende in die Freitagsrunde, sondern bringt sich als 10. auch klar ins Gespräch für ein Topergebnis. "Die Reise von Shanghai nach Belek war recht angenehm und offensichtlich hat der Jet-Lag auch geholfen heute in der Früh gleich in die Gänge zu kommen", so Max augenzwinkernd nach der Runde.

Bernd Wiesberger startet mit der 71

Für Bernd Wiesberger beginnt das türkische DP World Tour Event alles andere als prickelnd. Zunächst verpasst er mit verschobenem Putt aus einem Meter das anfängliche Par 5 Birdie und schlittert danach am Par 3 der 2 nach gewassertem Tee Shot sogar in ein frühes Doppelbogey. Zu allem Überfluss bleibt der Putter auch danach weiterhin eiskalt, wie zunächst ein ausgelippter Birdieversuch am Par 5 der 4 und ein rechts verschobener Putt direkt danach am Par 3 der 5 aus kurzen Distanzen ziemlich unangenehm zeigen. Auf der 6 aber kann der Burgenländer dann erstmals durchatmen, nachdem er die vierte große Möglichkeit aus etwa einem Meter schließlich nützen kann.

Auf den hinteren Neun bringt er dann den 14. Schläger erstmals richtig auf Temperatur, denn mit einem gefühlvollen Birdieputt aus knapp 13 Metern gleicht er am Par 3 der 11 sein Tagesergebnis schließlich wieder aus. Das Gerät fürs Kurzgemähte bleibt zur Freude des mittlerweile neunfachen European bzw. DP World Tour Siegers auch danach heiß, wie der nächste gelochte Putt aus sieben Metern auf der 13 untermauert. Den Fuß lässt der Oberwarter auch sehenswert am Gaspedal und schlägt am darauffolgenden Par 5 mit einem weiteren starken Putt gleich ein weiteres Mal zu.

Im Finish lässt ihn der Putter dann aber plötzlich wieder mit einem verschobenen Parputt aus einem Meter auf der 17 sträflich im Stich. Immerhin beendet er die Runde schließlich souverän mit einem sicheren Par auf der 18 und unterschreibt so schlussenldlich die 71 (-1). Diese bringt ihn zwar als 37. völlig sicher und einigermaßen stressfrei auf Cut-Kurs, um jedoch am Ende der Woche nicht noch gehörig um das Ticket für die PGA Championship zittern zu müssen, wird Bernd an den kommenden Tagen wohl zumindest einen Gang hochschalten müssen.

Aus deutscher Sicht hat nach den ersten 18 Löchern nur Marcel Schneider Grund zur Freude, denn nach der 69 (-3) teilt er sich die Position mit Max Steinlechner. Alle übrigen fünf Deutschen weisen teils bereits beträchtlichen Rückstand auf die erwartete Cutmarke auf. Mikael Lundberg (SWE) erwischt mit einer 66 (-6) den besten Start.

Leaderboard Turkish Airlines Open

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