Bernd Wiesberger startet in China mit makelloser 64
Bernd Wiesberger beweist zum Auftakt der Volvo China Open einmal mehr, dass ihm chinesischer Boden hervorragend liegt, denn nach einer makellosen 64 (-7) mischt der Südburgenländer ganz vorne mit. Auch Max Steinlechner ist im Enhance Anting GC von Shanghai durchaus ansehnlich unterwegs.
Während des Masters legte die DP World Tour eine Pause ein und hängte gleich noch eine weitere spielfreie Woche dran, womit die Tour mit den Volvo China Open nun wieder so richtig durchstartet. Das 2,75 Millionen Event im Enhance Anting markiert zugleich die vierte Station des diesjährigen Asian Swings, wo mit Bernd Wiesberger und Max Steinlechner auch die beiden österreichischen Tour-Asse wieder mit von der Partie sind.
Nach einem durchwegs ansprechenden Saisonstart in Australien, wo Bernd vor Weihnachten sogar ein Top 10 Resultat gelang, zeigte die Formkurve beim Routinier zuletzt wieder in die verkehrte Richtung. Nach akribischer Trainingsarbeit soll es nun in China, was bekanntlich für den Burgenländer immer schon ein guter Boden war, wieder besser laufen. Max Steinlechner hofft nach dem Wechsel zu Srixon im Training nun mit seinem neuen Material so richtig "per Du" zu sein um an die starken Leistungen im Vorjahr auf der Hotelplanner Tour anknüpfen zu können.
Bogeyfrei ins Spitzenfeld
Zum Auftakt ist Bernd Wiesberger erst mit später Startzeit unterwegs, stopft dann aber gleich am Par 3 der 2 den ersten Birdieputt und da sich danach auch am ersten Par 5 ein Erfolgserlebnis ausgeht, spielt sich der 40-jährige in Windeseile an die Top 10 heran. Genug hat er damit aber eindeutig noch nicht, schnappt sich auf der 4 gleich das nächste Birdie und knackt sich mit dem frühen roten Hattrick sogar bereits die Top 5. Nach dem bärenstarken Start geht es Bernd dann ein weniger ruhiger an, hält Fehler aber auch weiterhin gekonnt fern.
Rund um den Turn drückt er dann aber wieder etwas stärker aufs Gaspedal, denn nachem auf der 9 nach Chip-in und dem Par 5 der 10 die nächsten kleinen Vögelchen von der Scorecard zwitschern, leuchtet erstmals sogar die 1 neben dem Namen auf. Dieses verschwindet dann nach einer Parserie zwar wieder, dank des nächsten Schlaggewinns auf der 15 und einem starken Birdieputt am Par 3 der 16, mischt er aber auch weiterhin ganz vorne mit. Schlussendlich unterscheibt der achtfache Europen Tour Champion eine makellose 64 (-7) und räumt sich damit, zumindest nach der Auftaktrunde, als 4. auch klar ein Mitspracherecht bei der Titelvergabe ein.
Steinlechner mit abwechslungsreichen Frontnine
Max Steinlechner ist am Donnerstag erst mit allerletzter Tee Time unterwegs, stopft dann aber gleich auf der 1 den fälligen Birdieputt und findet so absolut nach Maß ins Geschehen. Gar lange währt die Freude aber nicht, denn ausgerechnet am Par 5 der 3 fängt er sich dann sogar ein Doppelbogey ein und findet sich so so plötzlich sogar nur noch im Plusbereich wieder. Immerhin sitzt der Konter perfekt, denn mit dem zweiten Birdie des Tages gleicht er sein Score sofort wieder aus. Richtig ins Rollen bringt ihn das jedoch auch weiterhin nicht, wie der nächste Fehler auf der 6 unangenehm unterstreicht.
Wieder hat er aber die passende Antwort parat, dreht sein Tageserebnis auf der 8 einmal mehr wieder zurück und lässt schließlich mit einem weiteren roten Eintrag auf der 9 sogar noch vor dem Turn wiederer das Minus aufleuchten. Den Schwung nimmt er auch volley auf die Backnine mit, denn mit einem Par 5 Birdie auf der 10, macht er sogar den roten Triplepack perfekt. Souverän notiert er danach Pars, bis er auf der 14 einigermaßen zu kämpfen hat und den nächsten Schlagverlust nicht mehr abwenden kann.
Im Finish bessert er dann auf der 17 aber auch diesen Fehler wieder aus, hebt sich bei bereits diffusen Lichtverhältnissen und einem Zwischenstand von -2 nach 17 und Rang 34 die letzten Schläge am abschließenden Par 5 dann jedoch für den Freitag auf, da er ohnehin mit früher Startzeit am zweiten Spieltag unterwegs ist. Den besten Auftakt erwischt Alejandro Del Rey. Der Spanier knallt sogar eine 61 (-10) aufs Tableau und übernachtet damit als Leader.
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