Sepp Straka cuttet unterkühlt ins Wochenende
Sepp Straka hat zwar am Freitag beim Masters mit einem ziemlich unterkühlten Putter und daraus resultierenden ausgelassenen Chancen zu kämpfen, cuttet im Augusta National GC mit einer 72 (Par) aber ganz souverän ins Major-Wochenende.
Bei seinem bereits fünften Masters fand Sepp Straka mit zwei recht schnellen Birdies zwar richtig gut ins Geschehen, machte sich danach mit leichten Ungenauigkeiten das Leben aber selbst immer wieder schwer. Auf dem zwar fairen aber bereits am Donnerstag ziemlich unnachgiebigen Terrain des Augusta National GC, mündete dies bis zum Schluss schließlich auch in drei Bogeys, womit sich Österreichs Nummer 1 am Ende mit einer 73 (+1) anfreunden musste.
Bei ziemlich gedämpften Scores - Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR) und Sam Burns (USA) gelangen mit 67er (-5) Runden die klar besten Auftritte am ersten Spieltag - liegt Sepp damit als 33. aber klar auf Cut-Kurs und weist sogar nur zwei Schläge Rückstand auf die Top 10 auf. Am Freitag hat die Nummer 13 der Welt nun außerdem den Bonus einer früheren Startzeit, was bei immer schneller und härter werdenden Bedingungen wohl kein Nachteil sein dürfte.
Der Start geht jedoch gleich einmal gründlich daneben, denn nach starkem Abschlag zieht die Annäherung auf "Tea Olive" ein wenig zu weit nach links und versandet schließlich im Grünbunker, von wo aus sich nach verschobenem Zweimeterputt am Ende das Par nicht mehr ausgeht. Der Konter passt direkt danach auf "Pink Dogwood" aber perfekt, da mit Chip & Putt am Par 5 auch sofort das erste Birdie aufleuchtet.
Sofortiger Birdiekonter
Fast droht es am kurzen Par 4 der 3 dann wieder unangenehm zu werden, allerdings fällt diesmal auf "Flowering Peach" aus zwei Metern der Parputt. Stark parkt er den schwierigen Tee Shot auf "Flowering Crab Apple" dann sehenswert am Grün, hat beim Birdieversuch dann jedoch etwas Pech, dass der Downhill-Putt Zentimeter am Loch vorbeikriecht. Sehr sicher findet er in Folge mit den Eisen zwar das Kurzgemähte, so richtig stressfrei wollen die Pars jedoch nicht auf die Scorecard wandern, da er sichtlich ein wenig mit den immer schneller werdenden Grüns zu kämpfen hat. Beide Male besteht er den Par-Test aus knapp zwei Metern aber mit Bravour.
Nachdem der Approach auf "Pampas" im Grünbunker hängenbleibt, treibt er sich den Puls sogar dann wieder spürbar nach oben, kratzt mit viel Gefühl schließlich aber auf der 7 noch das nächste Par auf die Scorecard. In Folge wird es dann aber deutlich angenehmer für den 32-jährigen. Zwar rollt der Birdieversuch aus rund drei Metern am darauffolgenden Par 5 noch knapp am Loch vorbei, auf "Carolina Cherry" macht er kurz vor dem Turn die Sache aus ganz ähnlicher Distanz dann aber deutlich besser und nimmt die hinteren neun Löcher dank des zweiten roten Eintrags knapp unter Par in Angriff.
Putter bleibt kalt
Lange hält er sich jedoch nicht im Minusbereich auf, denn auf "Camellia" zieht der Drive deutlich zu weit nach links, was ihn sogar zu einem Querpass zurück aufs Fairway zwingt und ihm in Folge auch wieder ein Bogey aufs Auge drückt. Zwar geht sich auch am Freitag im Amen Corner dann kein Erfolgserlebnis aus, nachdem er aber sowohl auf der 11, als auch am berühmten Par 3 und dem darauffolgenden Par 5 souverän Fairways und Grüns findet, wandern immerhin sehr souverän die nächsten Pars auf die Habenseite. Auf "Chinese Fir" ergibt sich dann dank eines hervorragenden Eisens ins Grün die nächste echte Birdiemöglichkeit, aus drei Metern spielt der Putter jedoch nicht mit.
Auch im Finish will sich das Gerät fürs Kurzgemähte nicht wirklich erwärmen, rollt doch auch am Par 3 der 16 nach durchaus sehenswertem Tee Shot der Birdieversuch aus knapp vier Metern am Ziel vorbei. Auf der 17 muss er dann nach verfehltem Grün noch ein wenig zaubern, kann sich aus knapp zwei Metern aber ein weiteres Mal retten. Ganz stark legt er sich am Schlussloch schließlich dann mit einem letzten gelungenen Eisen ins Grün eine Birdiemöglichkeit auf, die er jedoch abermals aus etwa vier Metern nicht nützen kann. Am Ende marschiert Sepp mit der zwar absolut soliden 72 (Par) zum Recording und cuttet damit ganz souverän ins Wochenende, angesichts einiger ausgelassener Chancen, bleibt aber eine noch deutlich bessere Ausgangslage auf den Augusta-Grüns liegen.
Der Beitrag Sepp Straka cuttet unterkühlt ins Wochenende erschien zuerst auf Golf-Live.at.

