Steinlechner und Wiesberger mit rettenden Schlusslöchern?
Max Steinlechner pusht sich am Freitag bei den Hero Indian Open mit einem Birdie am Schlussloch noch zur 71 (-1) und ebnet sich damit aller Voraussicht nach wohl den Weg ins Wochenende. Bernd Wiesberger darf nach spekatulärem Ende im DLF G & CC mit der 73 (+1) ebenfalls noch auf den Cut hoffen.
Bernd Wiesberger und Max Steinlechner sammelten bei ihren Auftaktrunden zwar gleich zu Beginn ein Birdie auf, danach verfinsterte sich bei den Österreichern jedoch nach und nach die Miene. Immer wieder zog das enorme zähe Gelände in Neu Delhi beiden den Nerv, was am Ende bei Bernd nur einer 76 (+4) und bei Max gar nur in einer 77 (+5) mündete. Damit startet das rot-weiß-rote Duo bereits mit recht unangenehmen Rückstand auf die erwartete Cutmarke in den Freitag und muss sich durchwegs steigern um aus Indien noch etwas Zählbares mitnehmen zu können.
Mit früher Tee Time erwischt es Max Steinlechner dann bereits nach wenigen Bahnen ziemlich wild, denn ein Doppelbogey am Par 3 der 3 lässt die gezogene Linie rasch weiter am Horizont verschwinden. Der Tiroler steuert zwar sofort am darauffolgenden Par 5 gegen, hat jedoch auch auf der nächsten kurzen Bahn wieder Probleme und radiert sich das Erfolgserlebnis so prompt wieder aus.
Erst kurz vor dem Turn grooved sich der 26-jährige dann in einen sehenswerten Rhythmus, denn mit seinem zweiten Birdie des Tages auf der 9, gibt er sich sozusagen selbst den benötigten Impuls und stopft direkt danach auch auf der 10 und der 11 die fälligen Birdieputts. Damit drückt er nicht nur die Runde erstmals in den roten Bereich, sondern arbeitet sich auch immer näher an die Wochenendmarke heran.
Rettendes Birdie auf der 18?
Nach 14 gespielten Löchern muss er dann jedoch vorzeitig die Sachen packen, da ein herannahendes Gewitter für eine Zwangspause sorgt. Nach 80 Minuten kann dann wieder gespielt werden und Max findet mit einem Par 5 Birdie auf der 15 auch sofort hervorragend zurück ins Geschehen. Allerdings währt die Freude nur einigermaßen kurz, nachdem sich direkt danach auf der 16 auch der nächste Fehler einschleicht. Nachdem er dann auch auf der 17 ein Bogey einstecken muss, rasselt er nicht nur wieder auf Even Par zurück, sondern verliert auch die Cutmarke wieder zusehends aus den Augen.
Das Par 5 Schlussloch entpuppt sich dann mit einem Birdie aber noch als gewinnbringend und nach der 71 (-1) darf Max schließlich wohl aller Voraussicht nach mit dem Wochenende planen, nachdem die Marke kurze Zeit später auf 4 über Par springt. Wirkliche Gewissheit hat er jedoch erst am Samstag, da aufgrund der Unterbrechung die 2. Runde nicht wie geplant beenden werden kann.
Wiesberger spektakulär
Augrund der Gewitterunterbrechung muss sich Bernd Wiesberger noch etwas länger in Geduld üben, ehe er die 2. Runde in Angriff nehmen kann und fängt sich dann sofort auf der 10 ein anfängliches Bogey ein, womit das rettende Cut-Ufer rasch weiter weg rückt. Auch danach hat der Südburgenländer alle Hände voll zu tun, was kurze Zeit später auf der 14 schließlich auch in einem weiteren Schlagverlust mündet.
Auf der 17 kann er dann aber auch ein wenig durchatmen, da sich am Doppelbogey-Loch des Vortages diesmal das erste Birdie des Tages ausgeht. Allerdings verpufft dieses regelrecht, nachdem er sich postwendend am darauffolgenden Par 5 auch den nächsten Fehler eintritt. Auf den vorderen Neun spult er dann zwar längere Zeit recht sicher Par um Par ab, läuft so jedoch der wichtigen Marke auch weiterhin klar hinterher.
Auch im Finish kommt er am Freitag dann zunächst nicht mehr ins Rollen, wie ein weiterer Fehler auf der 7 untermauert. Bei bereits drei Schlägen Rückstand aufs Weekend, sorgt er am Schlussloch dann aber für Furore. Kurzerhand versenkt er am Par 4 gleich den zweiten Schlag zum Eagle, kämpft sich so noch zur 73 (+1) und darf damit ebenfalls noch hoffen, da derzeit nicht vieles fehlt um die Marke sogar noch auf +5 springen zu lassen.
Freddy Schott (GER) muss zwar mit einer 74 (+2) den Platz an der Spitze räumen, mischt aber weiterhin voll im Spitzenfeld mit. Titelverteidiger Eugenio Chacarra (ESP) beweist bei gesamt 8 unter Par auch heuer wieder, dass ihm das Par 72 Gelände eindeutig liegt.
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