Straka mit ziemlich gebrauchtem Finaltag in Orlando
Sepp Straka findet am Sonntag bei den Arnold Palmer Invitational nahezu den gesamten Spieltag über keinen wirklich brauchbaren Rhythmus und rutscht in Bay Hill mit einer mehr als durchwachsenen 76 (+4) sogar noch aus den Top 10.
Nachdem sich Sepp Straka zum Auftakt mit einem durchaus vermeidbaren Triplebogey auf der 11 das Leben am Weg zur 72 (Par) noch ziemlich schwer machte, lief es bereits am Freitag beim vierfachen PGA Tour Champion mit einer 69 (-3) deutlich besser. Am Moving Day präsentierte er sich dann wieder in der Form von Pebble Beach, wo er am Ende nur Collin Morikawa (USA) knapp den Vortritt lassen musste, denn mit einer 66 (-6) zog er das Tempo enorm an und spielte sich mit in eine der ersten Verfolgerrollen von Spitzenreiter Daniel Berger (USA).
Dieser kann aufgrund einer Regenunterbrechung seine 3. Runde erst am Sonntag beenden, kommt dabei dann über eine 72 (Par) aber nicht hinaus und startet so mit gesamt 13 unter Par in die Finalrunde. Damit weist er zwar immer noch einen ziemlichen Respektabstand von vier Schlägen auf, Sepp und der US-Amerikaner haben aber gerade in dieser Hinsicht eine ganz eigene Geschichte: 2022 startete Berger bei den damaligen Honda Classic mit sogar fünf Schlägen Vorsprung auf Österreichs Nummer 1 in den Sonntag, am Ende stemmte Sepp seine erste PGA Tour Trophäe in den verregneten Nachthimmel Floridas!
Auch am Sonntag findet der erste Abschlag das Fairway nicht, erneut findet er aber einen Weg Richtung Grün und scrambled sich am Ende doch noch souverän zum anfänglichen Par. Diese Übung geht sich dann am Par 3 danach nach einem verzogenen Eisen und einem verschobenen Parputt aus 1,5 Metern jedoch nicht mehr aus. Wie von Sepp gewohnt verdaut er den frühen Faux-pas aber ohne jegliche Probleme, stabilisiert sein Spiel sofort wieder und holt sich bereits am Par 5 der 4 mit Chip % Putt schließlich auch das erste Birdie zum Ausgleich ab.
Das scheint sein Spiel endgültig richtig in Schwung zu bringen, denn kurz danach parkt er am Signature Par 5 über den Teich die Attacke gekonnt am Kurzgemähten und hat in Folge kein Problem die Runde in den roten Bereich zu drehen. Ein knapp verfehltes Fairway treibt den Puls auf der 8 dann wieder etwas in die Höhe, nach Vorlage zündet er aber ein perfektes Wedge ins Grün und kratzt so am Ende noch das Par. Kurz vor dem Turn lässt Sepp dann aber plötzlich der Putter im Stich und brummt ihm mit einem Driller den zweiten Fehler auf, womit er nur bei Level Par zum letzten Mal auf die Backnine abbiegt.
Bogeyserie kostet viele Ränge
Diese beginnen dann auch alles andere als gut, da er nach verzogenem Drive aus unangenehmer Lage den Ball nur rausquetschen kann und sich so prompt den nächsten Fehler einfängt. Auch weiterhin bringt er in dieser Phase keinen Fuß auf den Boden, da er vor allem mit den immer schneller werdenden Grüns mittlerweile so seine liebe Mühe hat, wie etwa ein weiterer Dreiputt von knapp außerhalb des Grüns direkt danach auf der 11 unangenehm untermauert. Zu allem Überfluss wird ihm dann am Par 5 der 12 noch dazu eine versandete Attacke zum Verhängnis und mit dem vierten Bogey in Folge rutscht er auch bereits aus den Top 10.
Erst danach pendelt er die Runde mit Pars wieder eingermaßen ein, kann jedoch auf den darauffolgenden Löchern nicht gegensteuern und fängt sich schließlich auch am letzten Par 5 nach weggehooktem Drive ein Bogey ein, womit er die Finalrunde mittlerweile als völlig gebrauchten Tag zu den Akten legen muss. Am Ende kommt er am Sonntag lediglich mit der 76 (+4) zurück ins Clubhaus und rutscht damit zwar noch um einige Ränge zurück, fährt nach den guten Runden zuvor aber immer noch einen durchaus sehenswerten 13. Rang ein.
Akshay Bhatia schließt mit der 69 (-3) noch zu Daniel Berger nach dessen 70 (-2) auf, womit beide bei gesamt 15 unter Par ins Stechen müssen. Dort setzt sich Bhatia schließlich mit Par gegen Bogey durch und fährt seinen bereits dritten PGA Tour Sieg der Karriere ein.
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